50 Länder erweitern seit 2020 den Zugang zu Bitcoin, da die weltweite Akzeptanz zunimmt: River

Eine neue Analyse der Krypto-Investmentplattform River Financial zeigt, dass seit 2020 mindestens 50 Länder den Zugang zu Bitcoin ($BTC) erweitert haben.
Das Unternehmen hat einen Datensatz zusammengestellt, der die staatlichen Maßnahmen im Zusammenhang mit Bitcoin in den letzten sechs Jahren verfolgt. Insgesamt zeigen die Daten, dass die meisten regulatorischen Änderungen eher auf eine größere Akzeptanz und Integration als auf Einschränkungen abzielen.
Tatsächlich deuten die umfassenderen Untersuchungen von River darauf hin, dass seit 2020 mindestens 50 Länder den Zugang zu Bitcoin durch Regulierungsmaßnahmen verbessert haben, verglichen mit nur vier Ländern, die die Beschränkungen verschärft haben.
Wichtige Punkte
Eine Analyse von River Financial zeigt, dass seit 2020 mindestens 50 Länder den Zugang zu Bitcoin erweitert haben.
Mehr Länder öffnen den Zugang als ihn einzuschränken, wobei nur vier Länder im gleichen Zeitraum die Kryptovorschriften verschärften.
Von diesen Bitcoin-freundlichen Jurisdiktionen haben 34 Länder Bitcoin-ETPs genehmigt, die ein reguliertes Anlegerengagement in $BTC ermöglichen.
Einige Einschränkungen bleiben bestehen: Länder wie Venezuela verbieten das Bitcoin-Mining im Jahr 2024 und China behält strenge Beschränkungen für Krypto-Mining-Aktivitäten bei.
34 Länder bieten Bitcoin-ETPs an
Einer der deutlichsten Indikatoren für die wachsende Akzeptanz ist der rasante Aufstieg institutioneller Anlageinstrumente. Laut River haben 34 Länder börsengehandelte Bitcoin-Produkte (ETPs) zugelassen, die es Anlegern ermöglichen, ein reguliertes Engagement in der Kryptowährung zu erlangen.
Zu den Ländern, die derzeit Bitcoin-ETFs anbieten, gehören unter anderem die Vereinigten Staaten, Kanada, die Schweiz, Deutschland, Schweden und Hongkong. Diese Anlageprodukte dienen zunehmend als Brücke zwischen dem traditionellen Finanzwesen und dem Ökosystem digitaler Vermögenswerte, insbesondere in entwickelten Märkten.
Unterdessen verfolgte Russland eine andere Strategie. Anstatt sich hauptsächlich auf Anlageprodukte zu konzentrieren, legalisierte das Land das Bitcoin-Mining und erlaubte seine Verwendung für internationale Zahlungen im Jahr 2024 und eröffnete damit einen weiteren Weg für die Krypto-Integration auf staatlicher Ebene.
Wichtige regulatorische Meilensteine
Mehrere in der Grafik hervorgehobene politische Entscheidungen markieren Wendepunkte bei der Integration von Bitcoin in das Mainstream-Finanzwesen. In den Vereinigten Staaten haben die Aufsichtsbehörden den Banken im Jahr 2025 erlaubt, Bitcoin zu verwahren, was es Finanzinstituten ermöglicht, den Vermögenswert im Namen ihrer Kunden zu halten und kryptobezogene Dienstleistungen auszuweiten.
In Europa führte die Tschechische Republik Steuerreformen ein, die langfristige Bitcoin-Bestände von der Kapitalertragssteuer befreien und damit eine unterstützende Haltung gegenüber Investitionen in digitale Vermögenswerte signalisieren.
Schwellenländer fördern die Akzeptanz
Die Daten verdeutlichen auch einen zunehmenden Wandel in den Schwellenländern, in denen Regierungen die Verwendung von Bitcoin zunehmend legalisieren.
Beispielsweise hat Nigeria im Jahr 2023 Bitcoin legalisiert, was angesichts der großen und technikaffinen Bevölkerung des Landes ein bedeutender Schritt ist. Argentinien verfolgte im Jahr 2023 einen ähnlichen Weg und legalisierte Bitcoin-Zahlungen im Rahmen umfassenderer Wirtschaftsreformen zur Stabilisierung seines Finanzsystems.
Ebenso kehrte Bolivien seine frühere Haltung um und legalisierte Bitcoin im Jahr 2024, was ein weiteres Beispiel für regulatorische Änderungen in Lateinamerika darstellt.
Diese politischen Veränderungen deuten darauf hin, dass Länder, die mit Inflation, Währungsvolatilität oder eingeschränktem Zugang zur globalen Finanzinfrastruktur konfrontiert sind, möglicherweise eher bereit sind, mit alternativen Finanzsystemen zu experimentieren.
Einschränkungen bleiben begrenzt
Trotz der allgemeinen Ausweitung des Zugangs verhängen einige Regierungen weiterhin Beschränkungen. Beispielsweise verbot Venezuela im Jahr 2024 das Bitcoin-Mining mit der Begründung, es gebe Bedenken hinsichtlich des Energieverbrauchs und der Regulierungsaufsicht. Auch China unterliegt strengen Beschränkungen für den Bitcoin-Mining, was dazu führte, dass ein großer Teil der weltweiten Mining-Aktivitäten anderswo verlagert wurde.
Infolgedessen beherbergen die Vereinigten Staaten heute den größten Anteil der weltweiten Bitcoin-Mining-Aktivitäten, was unterstreicht, wie regulatorische Rahmenbedingungen die Geographie der Branche verändern können.
Dennoch deuten die Daten von River darauf hin, dass restriktive Maßnahmen im Vergleich zu der wachsenden Zahl von Maßnahmen, die den Zugang zu Bitcoin weltweit erweitern, relativ selten bleiben.
Iran akzeptiert Bitcoin für den Öltransit
Die Analyse tauchte erneut auf, als erneut Aufmerksamkeit auf die Verwendung von Bitcoin durch den Iran im internationalen Handel gelenkt wurde. Berichten zufolge könnte das Land von Schiffen die Zahlung von Transitgebühren in Bitcoin verlangen, um die Straße von Hormus zu passieren, eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt.
Als Reaktion auf die Entwicklung veröffentlichte River eine sarkastische Nachricht auf X und stellte fest, dass der Iran Bitcoin gegenüber mehr als 100 traditionellen Währungen als Zahlungsmethode gewählt habe. Das Unternehmen betonte die Ironie der Entscheidung und stellte fest, dass Kritiker Bitcoin häufig als Schneeballsystem bezeichnen oder vor zukünftigen Bedrohungen durch Quantencomputer warnen, ein Nationalstaat sich jedoch dennoch dafür entschieden habe, es zur Abwicklung zu nutzen.