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Ein Dreijahrestief: Die sinkenden Finanzierungsraten von Bitcoin wecken Erinnerungen an frühere Preisreaktionen

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cryptonewstrend.com
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Ein Dreijahrestief: Die sinkenden Finanzierungsraten von Bitcoin wecken Erinnerungen an frühere Preisreaktionen

In einer bemerkenswerten Entwicklung auf dem Kryptowährungsmarkt sind die Finanzierungsraten von Bitcoin auf den Derivatemärkten auf den niedrigsten Stand seit 2023 gefallen.

Laut Analysten könnte dies ein bedeutendes Signal sein, das historisch gesehen mit Markttiefs zusammenfällt. Laut Analyst James Van Straten ist der gleitende 7-Tage-Durchschnitt der Bitcoin-Finanzierungsraten auf etwa -0,005 % gefallen. Die Daten werden von Glassnode bereitgestellt und es wird darauf hingewiesen, dass diese Niveaus in der Vergangenheit mit Markttiefs zusammenfielen.

Der Finanzierungssatz ist definiert als eine Gebühr, die regelmäßig zwischen Long- und Short-Positionen auf dem Terminmarkt gezahlt wird. Eine positive Finanzierungsrate weist darauf hin, dass Long-Positionen Short-Positionen auszahlen und dass auf dem Markt ein Aufwärtstrend vorherrscht. Negative Zinssätze deuten darauf hin, dass Short-Positionen dominieren und ein Abwärtstrend erwartet wird.

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Dennoch gibt es eine bemerkenswerte Divergenz. Obwohl die Finanzierungsraten im März und April negativ blieben, schwankte der Bitcoin-Preis zwischen 60.000 und 65.000 US-Dollar, bevor er auf etwa 75.000 US-Dollar stieg. Dies deutet auf eine starke Anhäufung von Short-Positionen auf dem Markt hin, dennoch bewegt sich der Preis weiter nach oben.

Historische Daten zeigen, dass stark negative Finanzierungszinsen oft mit deutlichen Tiefstständen einhergehen. Während des Pandemie-Crashs im März 2020 fiel Bitcoin auf etwa 3.000 US-Dollar, während er im Jahr 2021 während des chinesischen Mining-Verbots auf 30.000 US-Dollar fiel. Während der FTX-Krise im November 2022 erreichte er Werte um die 15.000 US-Dollar und fiel während der Silicon Valley Bank-Krise im Jahr 2023 kurzzeitig unter 20.000 US-Dollar. Ebenso fielen der Yen-Carry-Trade im Jahr 2024 und Trumps „Independence Day“-Ausverkauf im April 2025 mit negativen Finanzierungszinsen zusammen.

Laut Analysten deutet das aktuelle Bild darauf hin, dass der Markt einen Aufwärtstrend erlebt, der von einer „Mauer der Angst“ angetrieben wird. Das hohe Niveau der angesammelten Short-Positionen könnte in einem möglichen Short-Squeeze-Szenario den Weg für einen noch schnelleren Preisanstieg ebnen.

*Dies ist keine Anlageberatung.