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Alternative Wachstumsmotoren entstehen, da führende Handelsplattformen die Macht des Wettens auf Ergebnisse nutzen.

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cryptonewstrend.com
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Alternative Wachstumsmotoren entstehen, da führende Handelsplattformen die Macht des Wettens auf Ergebnisse nutzen.

Laut Cantor Fitzgerald-Analyst Ramsey El-Assal gewinnen Prognosemärkte als neuer Wachstumsbereich für Coinbase (COIN) und Robinhood (HOOD) an Bedeutung, da Investoren über ein schwaches erstes Quartal für den Kryptohandel hinausblicken und sich auf zukünftige Produkte konzentrieren.

El-Assal sagte: „Investoren betrachten die vierteljährliche Veröffentlichung zunehmend als rückwärtsgewandt“, wobei sich die Aufmerksamkeit auf „zukunftsgerichtete Nachfragetrends und die Produkt-Roadmap“ verlagere, einschließlich neuerer Angebote wie Prognosemärkte.

Es wird erwartet, dass beide Unternehmen nach einem Rückgang der Kryptopreise und der Handelsaktivitäten schwächere Ergebnisse für das erste Quartal 2026 melden. Bitcoin und Ether (ETH) fielen im Quartal um etwa 23 % bzw. 29 %, was die Volumina an den Börsen belastete. Auch die Handelsaktivität verlangsamte sich im Verlauf des Quartals, wobei das Coinbase-Volumen laut Daten Dritter von etwa 66 Milliarden US-Dollar im Januar auf 54 Milliarden US-Dollar im März zurückging.

Cantor schätzt das Verbraucher- und institutionelle Handelsvolumen von Coinbase auf 35 Milliarden US-Dollar bzw. 167 Milliarden US-Dollar, was beides unter den Erwartungen der Wall Street liegt. Das Unternehmen prognostiziert außerdem, dass die Umtauscheinnahmen unter dem Konsens liegen. Dennoch behielt El-Assal die Bewertung der Aktie mit „Übergewichtung“ bei und erhöhte sein Kursziel auf 250 US-Dollar, wobei er sich auf eine verbesserte Stimmung und längerfristige Wachstumstreiber verwies.

Robinhood steht kurzfristig unter einem ähnlichen Druck. Der Analyst erwartet einen sequenziellen Rückgang des Handelsvolumens aufgrund schwächerer Marktbedingungen sowie einen Rückgang der Nettozinseinnahmen aufgrund niedrigerer Zinssätze. Doch das Geschäftsmodell des Unternehmens bietet etwas Polster. Eine höhere Volatilität kann die Handelsmargen erhöhen, und Cantor geht davon aus, dass höhere Renditen bei Aktien und Optionen die schwächere Aktivität teilweise ausgleichen werden.

Gleichzeitig könnte die Qualität der Kryptoeinnahmen unter Druck geraten. El-Assal wies darauf hin, dass die „gestufte Preisstruktur der Plattform … niedrigere Renditen bei großen aktiven Händlern … und höhere Renditen bei marginalen Händlern erzielt“, wobei sich die letztere Gruppe bei Volatilität zurückzieht.

Trotz dieses Gegenwinds haben beide Aktien in den letzten Wochen zugelegt. Die Coinbase-Aktien sind im bisherigen Quartal um etwa 18 % gestiegen, während Robinhood im April gegenüber den Tiefstständen Ende März um rund 40 % gestiegen ist, was durch eine verbesserte Risikostimmung und nachlassende geopolitische Spannungen unterstützt wurde.

Der Fokus liegt jetzt auf dem, was als nächstes kommt. Für Coinbase beobachten Investoren regulatorische Entwicklungen und neue Geschäftsfelder. Das in diesem Jahr eingeführte Prognosemarktangebot des Unternehmens „stößt weiterhin auf großes Interesse“, sagte El-Assal.

Robinhood setzt neben anderen Initiativen wie Tokenisierung und privatem Marktzugang auch auf Prognosemärkte. Der Analyst sagte, dass diese Bemühungen zusammen mit regulatorischen Änderungen wie Aktualisierungen der Pattern-Day-Trading-Regeln dazu beitragen könnten, das zukünftige Wachstum anzukurbeln.

Cantor behielt die Einstufung von Robinhood mit „Übergewichtung“ bei und erhöhte sein Kursziel auf 110 US-Dollar.

Laut El-Assal besteht die allgemeinere Ansicht darin, dass die aktuellen Handelstrends zwar weiterhin an die Preiszyklen der Kryptowährungen gebunden sind, die nächste Wachstumsphase jedoch stärker von der Produkterweiterung und neuen Anwendungsfällen abhängen wird.

Später am Dienstag reichte die New Yorker Generalstaatsanwaltschaft eine Klage gegen Coinbase und die andere Krypto-Börse Gemini wegen ihrer Prognosemarktangebote ein und behauptete, dass es sich bei den Produkten tatsächlich um Glücksspielprodukte handele und daher gegen staatliche Vorschriften verstoße.

Ob es sich bei Prognosemärkten – insbesondere Sportprognosemärkten – um Glücksspielprodukte handelt, wird derzeit sowohl vor Landes- als auch Bundesgerichten diskutiert. Die Commodity Futures Trading Commission hat argumentiert, dass Prognosemärkte Swaps seien und daher von dieser Behörde auf Bundesebene ordnungsgemäß reguliert würden. Die Staaten haben argumentiert, dass zumindest die sportbezogenen Verträge keine Tauschverträge seien und von den staatlichen Regulierungsbehörden lizenziert und überwacht werden sollten. Diese Frage wird wahrscheinlich vor dem Obersten Gerichtshof der USA landen.