Argentinien geht mit strengeren Gesetzen gegen illegale Wett-Websites vor

Die argentinische Regierung hat dem Senat ein Gesetz vorgelegt, das einen umfassenden Regulierungsrahmen für Online-Glücksspiele schaffen soll, wobei der Schwerpunkt auf dem Schutz Minderjähriger und der Bekämpfung illegaler Wettplattformen liegt.
Der Vorschlag kommt vor dem Hintergrund wachsender Besorgnis über die Spielsucht junger Menschen. Daten von Sedronar zeigen, dass mehr als jeder vierte Oberstufenschüler im vergangenen Jahr gespielt hat, insbesondere über digitale Plattformen.
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Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, Minderjährigen den Zugang zum Glücksspiel zu verbieten, nicht autorisierte Betreiber zu eliminieren und Spielsucht als landesweites Problem der öffentlichen Gesundheit zu behandeln. Es wird auch anerkannt, dass schädliches Glücksspielverhalten weitreichendere wirtschaftliche, familiäre und soziale Folgen haben kann, die über eine schwere klinische Sucht hinausgehen.
Das Gesetz sieht härtere Strafen vor, darunter Gefängnisstrafen von bis zu sechs Jahren für illegale Betreiber und bis zu vier Jahren für Werbetreibende, Influencer, Finanzanbieter und Technologiefirmen, die solche Plattformen unterstützen.
Die Maßnahme schreibt außerdem strenge Werbekontrollen vor, verbietet jegliche Werbung für illegale Glücksspieldienste und beschränkt die Art und Weise, wie lizenzierte Betreiber ihre Produkte vermarkten, insbesondere an Minderjährige.
Die Regulierungsaufsicht würde auf Behörden wie Enacom, die argentinische Zentralbank, NIC Argentina und die National Securities Commission ausgeweitet, um illegale Domains zu blockieren und damit verbundene Transaktionen zu überwachen.
Der Vorschlag stärkt die von Sedronar und dem Gesundheitsministerium geleiteten Präventions- und Behandlungsinitiativen weiter und fördert gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen nationalen und regionalen Regierungen, um das landesweite Wachstum des Online-Glücksspiels anzugehen.