Das Wachstum der künstlichen Intelligenz hängt stark von unwahrscheinlichen Unterstützern ab: Kryptowährungs-Mining-Operationen

Inhaltsverzeichnis Kryptowährungs-Mining-Operationen entwickeln sich zu wichtigen Teilnehmern im KI-Infrastruktur-Ökosystem. Laut einer aktuellen Analyse von Bernstein ist die Verfügbarkeit von Strom – und nicht die Versorgung mit Halbleitern – zum Haupthindernis für den Bau von KI-Rechenzentren geworden. Diese Dynamik positioniert Bitcoin-Mining-Unternehmen außergewöhnlich gut. Bernsteins Untersuchungen zeigen, dass die Beschaffung eines Gigawatts Netzstrom in den Vereinigten Staaten einen durchschnittlichen Zeitrahmen von etwa 50 Monaten erfordert. Selbst in für Rechenzentrumsprojekte günstigen Rechtsordnungen wie Texas bearbeiten Versorgungsanbieter Anträge in Gruppen, was zu längeren Wartezeiten führt. Dieser Zeitplan stellt KI-Unternehmen, die eine schnelle Expansion anstreben, vor große Herausforderungen. Allerdings betreiben Kryptowährungs-Miner bereits netzgebundene Anlagen mit umfangreichen Umspannwerken und etablierter Infrastruktur. Dieser Wettbewerbsvorteil erklärt, warum Bernstein Bergbauanlagen heute als „warm angetriebene Hüllen“ charakterisiert – Industrieanlagen, die mit Land, Strom und Strukturen ausgestattet sind, die für den GPU-Einsatz vorbereitet sind. Die Analyse zeigt, dass börsennotierte Kryptowährungs-Mining-Unternehmen über 27 Gigawatt geplante elektrische Kapazität verwalten. Ungefähr 3,7 Gigawatt davon stehen derzeit im Zusammenhang mit offengelegten KI-Vereinbarungen im Wert von mehr als 90 Milliarden US-Dollar. IREN ist ein Beispiel für diesen strategischen Wandel. Das Unternehmen ging eine bedeutende Zusammenarbeit mit Nvidia ein, um bis zu 5 Gigawatt KI-Infrastruktur unter Verwendung des DSX AI Factory-Frameworks von Nvidia zu implementieren. Diese Vereinbarung umfasst eine 2-Gigawatt-Anlage in Sweetwater, Texas. Nvidia sicherte sich eine fünfjährige Option zum Erwerb von bis zu 30 Millionen IREN-Aktien zu einem Preis von 70 US-Dollar pro Aktie und verpflichtete sich über einen Zeitraum von fünf Jahren zu etwa 3,4 Milliarden US-Dollar an GPU-Cloud-Ausgaben. Riot Platforms hat mit AMD eine jahrzehntelange Vereinbarung über 311 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Beginnend bei 25 Megawatt mit möglicher Erweiterung auf 200 Megawatt am 700-Megawatt-Standort von Riot in Rockdale, Texas. Bernstein legte ein Preisziel von 100 US-Dollar für IREN fest, was einem Aufwärtspotenzial von etwa 98 % gegenüber dem aktuellen Niveau entspricht. CleanSpark erhielt ein Ziel von 24 US-Dollar, etwa 78 % über den aktuellen Handelswerten. IREN Limited, IREN-Bergbaubetriebe mit aktiven KI-Verträgen haben Bewertungen von etwa 6 Millionen US-Dollar pro geplanter Megawattkapazität. Dies entspricht etwa dem Doppelten des 3-Millionen-Dollar-Werts pro Megawatt für Bergleute ohne KI-Beteiligung. Speziell für Core Scientific berechnet Bernstein, dass 86 % des angestrebten Unternehmenswerts aus KI-Operationen stammen, während lediglich 14 % auf Kryptowährungs-Mining-Aktivitäten zurückzuführen sind. Ungeachtet dieser Verschiebung weist Bernstein darauf hin, dass Bergbauunternehmen im Vergleich zu etablierten KI-Rechenzentrumsbetreibern insgesamt mit einem Preisnachlass von etwa 90 % gehandelt werden, was darauf hindeutet, dass der Markt ihren Infrastrukturwert noch nicht vollständig erkannt hat. Allein Riots geplanter 1-Gigawatt-Anlage in Corsicana weist Bernstein einen Unternehmenswert von 3 Milliarden US-Dollar zu, obwohl der Standort noch keine nennenswerten Einnahmen erwirtschaftet. Dieser strategische Dreh- und Angelpunkt birgt Risiken. Bernstein weist darauf hin, dass neue KI-Einrichtungen immer noch auf Umweltverträglichkeitsprüfungen, Widerstand in der Gemeinschaft und Verzögerungen bei der behördlichen Genehmigung stoßen. Bergbauunternehmen, die sich zu stark von der Bitcoin-Produktion distanzieren, könnten Chancen verlieren, wenn sich die Wirtschaftlichkeit des Kryptowährungs-Minings nach künftigen Halbierungsereignissen verbessert. Soluna Holdings verzeichnete im ersten Quartal einen Umsatzanstieg von 58 %, der vor allem auf den Rechenzentrums-Hosting-Betrieb zurückzuführen war, was die finanziellen Vorteile dieses Ansatzes zeigt, die derzeit zum Tragen kommen. Bernsteins zentrale These ist klar: Bergbauunternehmen, die erschwingliche, flexible Energieressourcen kontrollieren, sind im Wettbewerb um die KI-Infrastruktur strategisch positioniert, und die Marktbewertungen spiegeln diese Realität erst langsam wider.