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Bitcoin-Entwickler bauen quantensicheren Wallet-Prototyp zum Schutz von Geldern

Quelle
cryptonewstrend.com
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Bitcoin-Entwickler bauen quantensicheren Wallet-Prototyp zum Schutz von Geldern

Bitcoin-Entwickler haben einen funktionierenden Prototyp entwickelt, um Wallets vor Quantenangriffen zu schützen, der es Benutzern ermöglicht, Gelder zurückzugewinnen, selbst wenn Notfall-Sicherheitsänderungen aktiviert werden.

Die Lösung befasst sich mit Risiken, die bis zu 6,9 Millionen BTC betreffen, und signalisiert proaktive Schritte in Richtung quantenresistenter Bitcoin-Sicherheit.

Bitcoin: Prototyp für Quantennotfälle entwickelt

Olaoluwa Osuntokun, ein leitender Bitcoin-Entwickler und CTO von Lightning Labs, stellte einen funktionierenden Prototyp vor, der Geldbörsen vor Bedrohungen durch Quantencomputer schützt. Das System ermöglicht es Benutzern, Gelder zurückzugewinnen, selbst wenn Bitcoin während eines Quantennotfalls anfällige Signaturmechanismen deaktiviert.

Das Tool verwendet kryptografische Beweise von zk-STARK, um den Besitz der Brieftasche zu überprüfen, ohne private Schlüssel preiszugeben. Dies bedeutet, dass Benutzer auch dann noch Geld bewegen können, wenn die aktuelle Signaturmethode unsicher wird.

Berichten zufolge generiert der Prototyp einen Beweis in etwa 50 Sekunden auf einem Standard-MacBook, benötigt etwa 12 GB RAM und erstellt einen 1,7 MB großen Verifizierungsnachweis. Unterdessen sagen Entwickler, dass die Leistung durch optimierten Produktionscode weiter verbessert werden könnte.

Warum es nötig war: Wachsende Bedrohung durch Quantencomputer

Bitcoin-Geldbörsen basieren auf der Kryptographie mit elliptischen Kurven, die gegenüber klassischen Computern sicher ist. Allerdings könnten Quantencomputer, auf denen Shors Algorithmus läuft, theoretisch private Schlüssel aus öffentlichen Schlüsseln ableiten.

Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass solche Angriffe möglicherweise schneller möglich sind als bisher erwartet. Rund 6,9 Millionen Bitcoin in älteren Wallets und Wallets im Taproot-Stil verfügen bereits über offengelegte öffentliche Schlüssel, was sie zu potenziellen Zielen in der Zukunft macht.

Um sich dagegen zu wehren, könnten Entwickler einen Notfall-Soft-Fork einsetzen, der anfällige Ausgabepfade deaktiviert. Dies schafft jedoch ein neues Problem: Viele Geldbörsen würden selbst für ihre Besitzer unbrauchbar werden.

Wie wird dies die Bitcoin-Sicherheit lösen?

Der neue Prototyp löst dieses Problem, indem er es Benutzern ermöglicht, die Eigentümerschaft über den Pfad zur Ableitung ihrer Seed-Phrase nachzuweisen. Dadurch können sie Gelder auch dann zurückerhalten, wenn die Standardsignaturmethode deaktiviert ist.

Diese Entwicklung verringert das Risiko, dass Gelder während eines Quantenverteidigungs-Upgrades dauerhaft gesperrt werden. Es zeigt auch, dass Bitcoin-Entwickler sich auf langfristige Sicherheitsbedrohungen vorbereiten.

Quantencomputer, die Bitcoin knacken könnten, gibt es noch nicht. Untersuchungen deuten jedoch darauf hin, dass sich die Fristen verkürzen könnten. Der neue Prototyp bietet der Community eine funktionierende Lösung, bevor die Bedrohung real wird.

Bei Bedarf könnte das System in zukünftige Upgrades integriert werden, um sicherzustellen, dass Benutzer während eines Quantennotfalls sicher Gelder migrieren und gleichzeitig die Sicherheit von Bitcoin gewährleisten können.