Die Bitcoin-Gebühren erreichen ein 6-Jahres-Tief: Warum sie für den nächsten Schritt von BTC wichtig sind

On-Chain-Daten deuten darauf hin, dass sich Bitcoin möglicherweise einem Tiefpunkt nähert, mit der Möglichkeit einer Erholung, insbesondere wenn man die Börsenaktivität und das Transaktionsverhalten betrachtet.
Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels wurde Bitcoin [$BTC] in der Nähe von 66.000 US-Dollar gehandelt, nachdem er in der vergangenen Woche unter dem Druck der sich verschärfenden makroökonomischen Bedingungen und der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit, die auf Risikoanlagen lastete, zurückgegangen war.
Verlassen spekulative Händler den Markt?
Das Bitcoin Fund Flow Ratio, das die Netzwerkaktivität im Verhältnis zu den Börsenflüssen misst, zeigt an, dass sich der Markt an einem entscheidenden Punkt befindet.
Zum Zeitpunkt der Drucklegung lag der Indikator bei 0,065, einem Niveau, das in der Vergangenheit als Dreh- und Angelpunkt für die Preisrichtung fungierte.
Dieser Bereich diente oft als Unterstützungsbereich, in dem sich Bitcoin stabilisierte, bevor eine zinsbullische Umkehr eingeleitet wurde. Ähnliche Muster traten zwischen Ende 2017 und Anfang 2018 sowie erneut in den Jahren 2019, 2020 und 2023 auf.
Quelle: CryptoQuant
Die Gründe für eine mögliche Erholung liegen in einem Rückgang der spekulativen Aktivität und einer verbesserten Angebotsdynamik an den Börsen. Mit weniger spekulativen Geschäften und stabileren Angebotsbedingungen beginnt die Marktstruktur, eine bullische Konstellation zu begünstigen.
Das Fund Flow Ratio ist jedoch nicht auf diesem Niveau festgelegt. Eine Abwärtsbewegung würde die Aussichten verändern und die Tür für eine weitere Ausschüttung öffnen.
In diesem Szenario könnten eine erhöhte Verkaufsaktivität und erneuter spekulativer Druck den Abwärtstrend von Bitcoin verstärken.
Die Bitcoin-Gebühren deuten auf eine Abkühlung der Aktivität hin
Zusätzliche On-Chain-Indikatoren verstärken die Möglichkeit einer Erholung, weisen aber auch auf eine schwächere Beteiligung hin.
Die in US-Dollar gemessenen Bitcoin-Transaktionsgebühren sind auf einen der niedrigsten Werte seit sechs Jahren gesunken.
Dieser Rückgang spiegelt die Bedingungen wider, die zuletzt im Jahr 2022 zu beobachten waren, kurz bevor Bitcoin eine bemerkenswerte Erholung erlebte.
Niedrige Transaktionsgebühren sind in der Regel auf eine geringere On-Chain-Nachfrage zurückzuführen, da weniger Teilnehmer aktiv Transaktionen durchführen.
Quelle: Alpharactal
Dies deutet darauf hin, dass sich viele Händler entweder vom Markt zurückgezogen haben oder ihre Bestände bereits über die Börsen verteilt haben, was den Signalen der Fund Flow Ratio entspricht.
Wenn Bitcoin auf dem aktuellen Niveau bleibt, bleibt die Wahrscheinlichkeit einer Erholung bestehen. Dennoch wird eine sinnvolle Erholung von erneuten Kapitalzuflüssen abhängen.
Das Bitcoin-Kapital bleibt dünn
Die Spotmarktaktivität, ein wichtiger Indikator für die Beteiligung des Einzelhandels durch Devisenzu- und -abflüsse, bleibt schwach.
In der vergangenen Woche verzeichnete der Markt einen begrenzten Kauf- und Verkaufsdruck. Zum 1. April beliefen sich die Nettozuflüsse auf insgesamt rund 71 Millionen US-Dollar, was auf eine relativ geringe Aktivität auf der Verkäuferseite hindeutet.
Seit dem 30. März tendierte die Liquidität jedoch zu den Verkäufern, wobei Bitcoin im Wert von rund 108 Millionen US-Dollar auf den Markt gebracht wurde.
Quelle: CoinGlass
Solange es nicht wieder zu stärkeren Kapitalzuflüssen kommt, bleibt die Wahrscheinlichkeit einer nachhaltigen Erholung begrenzt, selbst wenn Signale in der Kette auf einen möglichen Tiefpunkt hindeuten.
Abschließende Zusammenfassung
Bitcoin [$BTC] wurde nach einem makrobedingten Rückzug bei etwa 66.000 US-Dollar gehandelt, wobei die Bedingungen auf eine mögliche Bodenbildung hindeuten.
Die Aktivität am Spotmarkt bleibt gering, schwache Zuflüsse und begrenzter Kaufdruck bremsen die Aufwärtsdynamik.