Bitcoin verliert 60.000 US-Dollar und fällt auf den schwächsten Preis seit Oktober 2024

Bitcoin fiel am Freitag unter 60.000 US-Dollar, durchbrach damit die Tiefststände des Krypto-Crashs Anfang Februar und erreichte den schwächsten Stand seit Oktober 2024.
Die größte Kryptowährung ist allein in der vergangenen Woche um fast 20 % gefallen und hat seit ihrem Höchststand im Oktober von über 126.000 US-Dollar nun mehr als 52 % verloren.
Mehrere Gegenwinde haben sich in letzter Zeit in Bezug auf Bitcoin zusammengefunden – der wichtigste war, dass sein größter Einzelkäufer, Michael Saylors Strategy, zum Verkäufer geworden ist. Darüber hinaus erlitten Spot-Bitcoin-ETFs anhaltende Abflüsse, da Anleger Kapital aus dem Sektor abzogen und es stattdessen dem brandheißen Handel mit künstlicher Intelligenz und verwandten Aktien zuwiesen.
Die hartnäckig erhöhte Inflation und ein heißer Arbeitsmarktbericht am Freitag veranlassten die Anleger auch dazu, den Kurs der US-Geldpolitik zu überdenken. Märkte, die zu Beginn des Jahres Zinssenkungen erwartet hatten, haben den nächsten Schritt der Federal Reserve nun vollständig als Zinserhöhung eingepreist.
Damit haben US-Aktien nach einem starken Anstieg auf Rekordhochs an Schwung verloren, was die Risikobereitschaft auf allen Märkten beeinträchtigt. Der Nasdaq ist am Freitag um mehr als 2 % gesunken.
Krypto-Investoren haben auch mit erneuten Bedenken zu kämpfen, ob künstliche Intelligenz und Quantencomputing Schwächen von Krypto-Protokollen aufdecken könnten. Die datenschutzorientierte Kryptowährung Zcash (ZEC) brach über Nacht um mehr als 40 % ein, nachdem mithilfe des neuesten Opus 4.8-KI-Modells von Anthropic eine kritische Schwachstelle entdeckt wurde.