Bitcoin-Miner verkaufen im ersten Quartal 2026 einen Rekordwert von 32.000 BTC, da der Druck auf den Hashpreis zunimmt

Inhaltsverzeichnis Öffentliche Bitcoin-Miner haben im ersten Quartal 2026 über 32.000 BTC abgeladen und damit einen neuen Quartalsrekord aufgestellt. Diese Zahl übersteigt bereits den Gesamtnettoumsatz für das gesamte Jahr 2025. Große Betreiber wie MARA, CleanSpark, Riot, Cango, Core Scientific und Bitdeer haben zu dieser Bilanz beigetragen. Hashprice liegt derzeit bei etwa 33 US-Dollar pro PH/s und Tag und damit unter der geschätzten Gewinnschwelle von 35 US-Dollar. Ungefähr 20 % der Miner arbeiten derzeit mit Verlust, da die Netzwerkschwierigkeiten zunehmen und die Blockbelohnungen sinken. Der Ausverkauf im ersten Quartal 2026 übersteigt sogar die rund 20.000 BTC, die im zweiten Quartal 2022 liquidiert wurden. In diesem Quartal kam es zu Marktturbulenzen, die durch den Zusammenbruch von Terra-Luna ausgelöst wurden. Das Ausmaß der aktuellen Verkäufe markiert eine deutliche Kehrtwende im Vergleich zu vor etwas mehr als einem Jahr. Die Bergleute beendeten das Jahr 2024 mit einem Nettozuwachs von 17.593 BTC, was die Gesamtreserven auf über 100.000 BTC erhöhte. Die Netzwerkschwierigkeit ist heute etwa zehnmal höher als im Jahr 2021. Auch die Blockbelohnungen wurden nach der Halbierung im Jahr 2024 halbiert. Der Bitcoin-Preis bleibt über seinem vorherigen Zyklushoch, obwohl er von Allzeithochs über 120.000 US-Dollar abweicht. Dennoch zwingen komprimierte Margen viele Betreiber dazu, Beteiligungen aufzulösen, um den täglichen Betrieb zu finanzieren. Öffentliche Bitcoin-Miner verkaufen im ersten Quartal 32.000 BTC und übertreffen damit die Gesamtsumme des Gesamtjahres 2025. Börsennotierte Bitcoin-Miner verkauften im ersten Quartal 2026 über 32.000 BTC, übertrafen damit den Gesamtumsatz für das gesamte Jahr 2025 und stellten einen neuen Quartalsrekord auf, darunter Unternehmen wie MARA, CleanSpark, Riot, Cango, Core… pic.twitter.com/gaTaQ1mlN2 – Wu Blockchain (@WuBlockchain) April 17.02.2026 Für viele Miner bleibt der Verkauf von Bitcoin der schnellste Weg, ihre Bilanzen aufzubessern. Die Erfüllung von Schuldenverpflichtungen in einem selektiven Finanzierungsumfeld ist zu einer dringenden Priorität geworden. Da sich der Hashpreis in der Nähe eines Allzeittiefs bewegt, bleibt wenig Spielraum für Betreiber mit älteren, weniger effizienten Flotten. Wer höhere Stromkosten zahlt, muss mit dem stärksten Margenrückgang rechnen. Die gesamten BTC-Bestände aller Bergleute sind von etwa 1,86 Millionen im Jahr 2023 auf heute etwa 1,8 Millionen gesunken. Der Trend deutet eher auf einen anhaltenden Verkaufsdruck als auf ein einmaliges Ereignis hin. Die aggressive Ausweitung der Hash-Rate nach Chinas Bergbauverbot im Jahr 2021 legte den Grundstein für die heutige schwierige Wirtschaftslage. Die Branche muss nun die Folgen dieses rasanten, ungebremsten Wachstums auf sich nehmen. Nicht alle Bergleute reagieren auf den Abschwung mit Verkäufen. American Bitcoin, der proprietäre Mining-Zweig von Hut 8, hat seine Bestände aktiv gesteigert. Das Unternehmen hielt Anfang April mehr als 7.000 BTC, ein Jahr zuvor waren es null. Die Gesamtkosten der Bargeldproduktion beliefen sich im vierten Quartal 2025 auf etwa 55.000 US-Dollar pro Bitcoin oder etwa 25 US-Dollar pro PH/s. Unterdessen behalten Betreiber mit extrem niedrigen Stromkosten einen strukturellen Vorsprung. New West Data, ein kanadisches Unternehmen, das mit abgefackeltem Erdgas Bergbau betreibt, zahlt weniger als 0,02 US-Dollar pro Kilowattstunde für Strom. Dieses Kostenniveau sorgt dafür, dass auch ältere Hardware auf dem aktuellen Hashpreisniveau profitabel bleibt. Das Unternehmen hat seine Rechenkapazität im Jahr 2025 verdreifacht und plant, dies auch in diesem Jahr erneut zu tun. Als Alternative zu Hardware-Upgrades gewinnt auch die Softwareoptimierung an Bedeutung. Luxor hat kürzlich Commander auf den Markt gebracht, ein Flottenmanagement-Tool, das alle fünf Minuten die Energieeinstellungen anpasst. Berichten zufolge erzielt die Plattform gegenüber herkömmlichen Kürzungsmethoden eine Rentabilitätssteigerung von 8 bis 14 %. Seit seiner Einführung verwaltet es derzeit etwa 5 EH/s Kunden-Hashrate. Die gesamte Branche agiert nicht mehr als einheitlicher Block. Energieökonomie, Bilanzstärke und betriebliche Raffinesse trennen nun Überlebende von denen, die unter Druck stehen. Was einst ein größenorientiertes Unternehmen war, zerfällt in verschiedene strategische Lager. Diese Divergenz dürfte sich noch verstärken, da der Druck auf die Hash-Preise bis 2026 anhält.