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Studienergebnisse zeigen, dass das Bitcoin-Netzwerk 92 % der weltweiten Ausfälle von Unterseekabeln überstehen kann

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blockonomi.com
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Studienergebnisse zeigen, dass das Bitcoin-Netzwerk 92 % der weltweiten Ausfälle von Unterseekabeln überstehen kann

Inhaltsverzeichnis Die Widerstandsfähigkeit des Bitcoin-Netzwerks steht im Mittelpunkt einer großen akademischen Studie, die untersucht, wie das Netzwerk auf Ausfälle der Internet-Infrastruktur reagiert. Forscher des Cambridge Centre for Alternative Finance analysierten elf Jahre lang Knotendaten und Unterseekabelausfälle. Die Widerstandsfähigkeit des Bitcoin-Netzwerks bleibt hoch, wenn Infrastrukturausfälle im globalen Internet zufällig auftreten. Das Cambridge Centre for Alternative Finance untersuchte Daten zu Bitcoin-Knoten zwischen 2014 und 2025. Die Forscher konzentrierten sich auf Untersee-Kommunikationskabel, die den größten Teil des internationalen Internetverkehrs übertragen. Sie testeten Szenarien, indem sie verschiedene Teile globaler Kabelausfälle simulierten. Die Studie ergab, dass zwischen 72 % und 92 % der Unterseekabel gleichzeitig ausfallen müssen, bevor es zu einer größeren Fragmentierung kommt. Von Fragmentierung spricht man, wenn mehr als 10 % der Knoten die Konnektivität verlieren. Das Centre for Alternative Finance der Universität Cambridge zeigt auf der Grundlage von Daten aus elf Jahren, dass selbst bei einem gleichzeitigen Ausfall von 72 bis 92 % der weltweiten Untersee-Kommunikationskabel das Bitcoin-Netzwerk nicht zu großflächigen Knotenabbrüchen führen würde. Wenn jedoch gezielt … pic.twitter.com/unsiNNiggM – Wu Blockchain (@WuBlockchain) 14. März 2026 Die Studie untersuchte 68 echte Kabelfehlerereignisse im letzten Jahrzehnt und ergab, dass die meisten Vorfälle nur minimale Störungen verursachten. Siebenundachtzig Prozent der Fehler verursachten weniger als fünf Prozent der Knotenunterbrechungen. Ein bemerkenswerter Fall ereignete sich im Jahr 2024 vor Westafrika, wo mehrere Kabel durchtrennt wurden. Die regionale Internetverbindung litt darunter, das globale Bitcoin-Netzwerk blieb jedoch weitgehend unberührt. Bitcoin-Knoten sind weit über Länder und unabhängige Netzwerke verteilt. Diese geografische und Netzwerkvielfalt ermöglicht die Fortsetzung der Blockausbreitung, selbst wenn bestimmte Regionen die Konnektivität verlieren. Gezielte Angriffe offenbaren jedoch Schwachstellen in der Widerstandsfähigkeit des Bitcoin-Netzwerks. Einige Seekabel weisen einen unverhältnismäßig hohen Verkehrsaufkommen auf und gelten als „High-Betweenness-Edges“. Simulationen zeigen, dass die Unterbrechung von etwa 20 % dieser kritischen Kabel zu derselben Fragmentierung führen könnte wie 72–92 % der zufälligen Kabelausfälle. Dies zeigt, dass die spezifische Infrastruktur wichtiger ist als das Gesamtvolumen. Auch die Konzentration auf Hosting-Anbieter ist wichtig. Einige Unternehmen – darunter Hetzner, OVH, Comcast, Amazon und Google Cloud – hosten einen großen Teil der erreichbaren Knoten. Die Entfernung von nur etwa fünf Prozent der Routing-Kapazität in diesen Netzwerken könnte die Bitcoin-Konnektivität fragmentieren. Die Einführung des Tor-Netzwerks wirkt sich zusätzlich auf die Widerstandsfähigkeit aus. Bis 2025 waren etwa 64 % der Bitcoin-Knoten über Tor erreichbar, verglichen mit nur ein paar Dutzend im Jahr 2014. Tor-Routing sorgt für zusätzliche Redundanz, indem es alternative Kommunikationspfade bereitstellt. Tor-Relays befinden sich häufig in europäischen Ländern mit dichten Glasfasernetzen. Diese alternativen Routen tragen dazu bei, die Konnektivität auch bei regionalen Infrastrukturausfällen aufrechtzuerhalten. In einem Tweet, der die Ergebnisse zusammenfasst, heißt es: „Bitcoin überlebt massive zufällige Kabelausfälle. Die gezielte Ausrichtung auf wichtige Hosting-Anbieter könnte das Netzwerk mit minimalem Schaden an der Infrastruktur stören.“ Insgesamt zeigt die Studie, dass die Widerstandsfähigkeit des Bitcoin-Netzwerks mehr davon abhängt, welche Infrastruktur ausfällt, als davon, wie viele ausfallen. Zufällige Ausfälle wirken sich selten auf das Netzwerk aus, während gezielte Störungen zu kritischen Engpässen führen können.

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https://blockonomi.com/bitcoin-network-can-survive-92-of-global-submarine-cable-failures-study-finds/

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