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Der bullische Horizont von Bitcoin: Die vorsichtige Haltung des IWF gegenüber der globalen Verschuldung bietet Chancen für Kryptowährungsinvestoren

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cryptonewstrend.com
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Der bullische Horizont von Bitcoin: Die vorsichtige Haltung des IWF gegenüber der globalen Verschuldung bietet Chancen für Kryptowährungsinvestoren

Die jüngsten makroökonomischen Warnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeichnen ein Bild, das einer der folgenreichsten und optimistischsten Indikatoren für Bitcoin sein könnte.

Im Mittelpunkt der Warnung steht ein stetiger Anstieg der weltweiten Staatsverschuldung, die laut IWF-Prognose bis 2029 unter dem aktuellen Trend 100 % des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreichen könnte. Das bedeutet, dass jeder Dollar, Yuan, jedes Pfund, jeder Euro, jeder Yen, jede Rupie und jede andere Währung, die in einem Jahr verdient wird, zur Tilgung der Staatsschulden verwendet wird.

Mit anderen Worten: Bis 2029 wird die Schuldenlast so groß sein, dass sie die gesamte globale Wirtschaftsleistung verschlingt und nichts mehr für zusätzliche Investitionen in die Wirtschaft oder in nichtwirtschaftliche, aber gesellschaftlich wichtige Zwecke übrig bleibt. Dem IWF zufolge werden China und die USA die Verschuldung weiter in die Höhe treiben, wobei eine breite Palette von Nationen Beiträge leisten wird, während die Verteidigungsausgaben weltweit steigen.

Wenn das jährliche Wirtschaftswachstum der durch die Ausgabe von Staatsanleihen aufgenommenen Verschuldung entspricht oder darunter liegt, könnten die Märkte beginnen, die Zahlungsfähigkeit von Staaten in Frage zu stellen und dadurch eine höhere Rendite (Anleiherendite) für die Kreditvergabe an Staaten zu fordern.

Genau in diesem Szenario könnte ein Vermögenswert wie Bitcoin hervorstechen. Dezentralisiert, zensurresistent und keiner Regierung oder Zentralbank verpflichtet, liegt Bitcoin völlig außerhalb der Architektur des traditionellen Finanzwesens (TradFi).

Es gibt einen historischen Präzedenzfall dafür, dass Bitcoin in Zeiten von Stress in TradFi ein sicheres Angebot anzieht. Im Jahr 2013, nach der Bankenkrise in Zypern, zwangen die Behörden den Einlegern im Rahmen einer Rettungsaktion Verluste auf. In den darauffolgenden Monaten erholte sich Bitcoin deutlich und legte gegenüber dem Vorkrisenniveau deutlich zu.

Eine ähnliche Dynamik wurde kürzlich während der regionalen Bankenturbulenzen in den USA Anfang 2023 angeführt, als der Stress bei mehreren Kreditgebern mit der Erholung von Bitcoin von rund 25.000 US-Dollar und dem Beginn einer breiteren Aufwärtsbewegung zusammenfiel.

Steigende Renditen

Es gibt jedoch das Gegenargument, dass steigende Anleiherenditen für $BTC negativ wären.

Anleihen zahlen eine feste Rendite, was bedeutet, dass jeder Dollar in Bitcoin ein Dollar ist, der keine garantierten Erträge aus Anleihen abwirft. Diese Lücke nennen Experten Opportunitätskosten. Er steigt, wenn die Anleiherenditen steigen, wodurch Geld aus riskanteren Anlagen wie Aktien und Bitcoin abgezogen wird.

Wir haben gesehen, wie sich dies von Ende 2021 bis 2022 abspielte, als Bitcoin von fast 70.000 US-Dollar auf etwa 16.000 US-Dollar abstürzte. Der Ausverkauf wurde zumindest teilweise durch die raschen Zinserhöhungen der Fed zur Eindämmung der Inflation beschleunigt, die die Renditen von Staatsanleihen in die Höhe trieben. Damals verflüchtigte sich das Narrativ über digitales Gold schnell und $BTC fiel zusammen mit Technologieaktien.

Beachten Sie, dass der Renditeanstieg im Jahr 2022 auf Zinserhöhungen der Fed zurückzuführen war und nicht auf fiskalische Bedenken, die die Zahlungsfähigkeit der Regierung in Frage stellten.

Doch die jüngste Warnung des IWF verändert die Rechnung. Wenn die globale Verschuldung auf 100 % des BIP oder mehr ansteigt, könnten die Anleihenmärkte weltweit in Panik geraten und Bedenken hinsichtlich der Zahlungsfähigkeit einpreisen. Der daraus resultierende Renditeanstieg führt daher möglicherweise nicht dazu, dass Geld aus anderen Vermögenswerten abgezogen wird, wie dies normalerweise der Fall ist.

Die Auswirkungen könnten umgekehrt sein, wenn Anleger ihr Geld in alternativen Vermögenswerten wie $BTC parken. Die unterschiedlichen Reaktionen der Regierungen, wenn die Verschuldung das Wachstum übersteigt – Schuldenabbau, Ausgabenkürzungen, Steuererhöhungen oder Zulassen, dass die Inflation den realen Wert der Schulden im Laufe der Zeit schmälert – wirken sich allesamt schädlich auf die realen oder inflationsbereinigten Renditen festverzinslicher Anlagen aus.

Bitcoin ist strukturell widerstandsfähig gegen alle, da sein Angebot auf 21 Millionen begrenzt ist und es keine Zentralbank gibt, die es herabsetzt oder entwertet.

Die IWF-Warnung bedeutet nicht unbedingt, dass $BTC einen sofortigen Höhenflug erlebt, aber sie stärkt seine langfristige Attraktivität und bestätigt den wachsenden institutionellen Besitz der Kryptowährung.

Dies zeigt, dass der makroökonomische Hintergrund einer strukturell höheren Staatsverschuldung, nicht nur in den USA, sondern weltweit, nicht zu ignorieren ist.