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Quantenexponiertes Bitcoin-Angebot: 6,04 Millionen BTC sind bereits gefährdet, wie Glassnode-Daten zeigen

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Quantenexponiertes Bitcoin-Angebot: 6,04 Millionen BTC sind bereits gefährdet, wie Glassnode-Daten zeigen

Inhaltsverzeichnis: Das Quantenrisiko von Bitcoin ist zu einer messbaren Realität in der Kette geworden, wobei neue Daten das Ausmaß des Risikos offenbaren. Nach Angaben des Blockchain-Analyseunternehmens Glassnode sind derzeit die öffentlichen Schlüssel von etwa 6,04 Millionen BTC – 30,2 % des ausgegebenen Angebots – in der Kette sichtbar. Die verbleibenden 13,99 Millionen BTC oder 69,8 % weisen im Ruhezustand keine öffentliche Schlüsselexposition auf. Diese Daten bieten ein klareres Bild davon, wo die kryptografischen Schwachstellen von Bitcoin heute tatsächlich bestehen. Glassnode unterteilt das quantenexponierte Angebot von Bitcoin in zwei verschiedene Kategorien. Die strukturelle Exposition macht 1,92 Millionen BTC oder 9,6 % des ausgegebenen Angebots aus. Das operative Engagement macht mit insgesamt 4,12 Millionen BTC den größeren Anteil aus, was 20,6 % aller ausgegebenen Bitcoins entspricht. Die strukturelle Offenlegung erfolgt durch Ausgabetypen, die öffentliche Schlüssel offenlegen. Dazu gehören frühe Pay-to-Public-Key (P2PK)-Ausgaben aus der Satoshi-Ära, alte Bare-Multisig-Strukturen und moderne Taproot (P2TR)-Ausgaben. Obwohl sie sich in Epoche und Zweck unterscheiden, haben alle eine Schlüsseleigenschaft gemeinsam: Der öffentliche Schlüssel bleibt in der Kette sichtbar, während die Münze nicht ausgegeben wird. Münzen aus der Satoshi-Ära stellen eine besondere Herausforderung hinsichtlich der strukturellen Exposition dar. Wenn diese Münzen verloren gehen oder aufgegeben werden, können sie nicht freiwillig in sicherere Adressformate migriert werden. Wie Glassnode feststellt, ist Taproot selbst nicht von Natur aus unsicher – es verbessert den Datenschutz und die Flexibilität bei der Skripterstellung. Der Ausgabeschlüssel bleibt jedoch sichtbar, sodass er in diesem speziellen Framework strukturell verfügbar ist. Die betriebliche Exposition hingegen ist vollständig verhaltensgesteuert. Ausgabetypen wie P2PKH und P2WPKH können öffentliche Schlüssel durch Hashing schützen. Sobald jedoch bei einer Ausgabe ein Schlüssel aufgedeckt wird, wird das verbleibende Guthaben, das mit dieser Adresse verknüpft ist, in die Kategorie „Offengelegt“ aufgenommen. Dies ist in der Praxis das Problem der Wiederverwendung von Adressen. Börsenbezogene Guthaben machen einen beträchtlichen Teil der operativ exponierten Bitcoins aus. Innerhalb der 4,12 Millionen BTC, die betrieblich unsicher sind, sind 1,66 Millionen BTC – etwa 8,3 % des Gesamtangebots – börsenbezogen. Diese Zahl entspricht etwa 40 % aller betrieblich unsicheren Bitcoins. Glassnode wies außerdem darauf hin, dass das Risiko bei den einzelnen Depotbanken stark schwankt. Coinbase weist nur einen offenen Saldo von 5 % seiner gekennzeichneten Bestände aus. Binance und Bitfinex weisen jedoch nach dieser Methodik 85 % bzw. 100 % anfällige Guthaben auf. Bei Staatsanleihen ergibt sich ein völlig anderes Bild. Die USA, Großbritannien und El Salvador weisen alle eine Quantenexposition von 0 % in ihren gekennzeichneten Beständen auf. Die Regierungen haben im Laufe der Jahre durchweg ein betriebssicheres Gleichgewicht von über 99 % aufrechterhalten. Die Daten zeigen auch, dass die Börsen von etwa 55 % Betriebssicherheit im Jahr 2018 auf etwa 45 % heute gestiegen sind. Glassnode weist darauf hin, dass dieser Trend durch standardmäßige Adressverwaltungspraktiken, einschließlich der Vermeidung der Wiederverwendung von Adressen und rotierender Änderungsausgaben, umkehrbar ist. In diese Zahlen sollte keine unmittelbare Risikoeinstufung hineingelesen werden.