Bitfinex: Bitcoin-On-Chain-Metriken verbessern sich, aber ein neues Allzeithoch ist unwahrscheinlich

Laut einem aktuellen Bericht von Bitfinex zeigen die On-Chain-Indikatoren von Bitcoin die positivsten Anzeichen seit Anfang Februar, ein neues Allzeithoch bleibt jedoch aufgrund des anhaltenden Verkaufsdrucks und der vorsichtigen Positionierung bei Derivaten unwahrscheinlich. Die von CoinDesk zitierte Analyse unterstreicht eine differenzierte Erholung, die immer noch mit erheblichem Gegenwind konfrontiert ist.
Verbesserung der Kennzahlen, anhaltende Verluste
Bitfinex stellte fest, dass sich mehrere On-Chain-Kennzahlen verbessert haben, was auf eine mögliche Stabilisierung der Netzwerkaktivität und der Anlegerstimmung hindeutet. Der tägliche durchschnittliche realisierte Verlust liegt jedoch weiterhin bei 479 Millionen US-Dollar. Die Börse gab an, dass eine echte On-Chain-Erholung nicht bestätigt werden kann, bis diese Zahl auf etwa die 200-Millionen-Dollar-Marke sinkt, was darauf hindeutet, dass viele der jüngsten Käufer ihre Positionen immer noch unter Druck setzen. Dieser hohe realisierte Verlust bremst die Preisdynamik und verhindert eine nachhaltige Erholung.
Makrogegenwind und Marktstruktur
Der Bericht identifiziert zwei Hauptfaktoren, die eine makroökonomische Obergrenze für den Bitcoin-Preis schaffen. Erstens haben die Abflüsse aus Spot-Bitcoin-ETFs wieder zugenommen, was die Nachfrage von institutionellen Anlegern verringert hat, die ein wesentlicher Treiber der vorherigen Rallye gewesen waren. Zweitens verschärft der restriktive politische Kurs der Federal Reserve, der sich durch längerfristig höhere Zinssätze auszeichnet, die Finanzierungsbedingungen und verringert die Risikobereitschaft in allen Anlageklassen. Bitfinex argumentiert, dass es ohne eine signifikante geopolitische Verschiebung oder eine Änderung der Fed-Politik schwierig sein wird, frühere Höchststände zu übertreffen.
Was das für Anleger bedeutet
Für Anleger deutet der Bitfinex-Bericht darauf hin, dass der schlimmste Ausverkauf zwar überstanden sein könnte, eine schnelle Rückkehr zu Allzeithochs jedoch nicht unmittelbar bevorsteht. Die sich verbessernden On-Chain-Kennzahlen geben ein vorsichtig optimistisches Signal, aber die hohen realisierten Verluste und der makroökonomische Druck deuten darauf hin, dass Bitcoin auf absehbare Zeit in einer Spanne gehandelt werden könnte. Der Schwerpunkt sollte weiterhin auf der Überwachung der realisierten Verlustzahlen und der ETF-Flüsse als Schlüsselindikatoren für eine echte Erholung liegen.
Fazit
Die Analyse von Bitfinex bietet einen ausgewogenen Überblick über den aktuellen Bitcoin-Markt: Die Fundamentaldaten in der Kette erholen sich langsam, aber der Weg zu einem neuen Allzeithoch wird durch erheblichen Verkaufsdruck und ein restriktives makroökonomisches Umfeld blockiert. Anleger sollten die Erwartungen eines schnellen Ausbruchs dämpfen und stattdessen auf einen nachhaltigen Rückgang der realisierten Verluste als primäres Signal einer echten Erholung achten.
FAQs
F1: Was sind Bitcoin-On-Chain-Metriken? On-Chain-Metriken sind Datenpunkte, die aus der Bitcoin-Blockchain abgeleitet werden, wie z. B. Transaktionsvolumen, aktive Adressen und realisierte Gewinne/Verluste. Sie bieten Einblicke in den Zustand und das Verhalten des Netzwerks und seiner Benutzer.
F2: Warum ist die Zahl der realisierten Verluste wichtig? Der tägliche durchschnittliche realisierte Verlust misst die Gesamtverluste, die den Verkäufern beim Umzug von Bitcoin entstehen. Ein hoher Wert deutet darauf hin, dass viele Anleger mit Verlust verkaufen, was zu einem Abwärtsdruck auf die Preise führt. Ein Rückgang auf rund 200 Millionen US-Dollar würde darauf hindeuten, dass der Verkaufsdruck deutlich nachgelassen hat.
F3: Wie wirkt sich die Federal Reserve auf Bitcoin aus? Die Zinspolitik der Federal Reserve beeinflusst den breiteren Finanzmarkt. Höhere Zinssätze machen risikoreichere Vermögenswerte wie Bitcoin im Vergleich zu sichereren, renditeträchtigen Anlagen weniger attraktiv, wodurch die Nachfrage sinkt und Preisgewinne begrenzt werden.