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Ben Zhou, CEO von Bybit, wehrt sich gegen die Entschuldigung für KI-Entlassungen und skizziert die Vision einer vollständigen Finanzplattform

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Ben Zhou, CEO von Bybit, wehrt sich gegen die Entschuldigung für KI-Entlassungen und skizziert die Vision einer vollständigen Finanzplattform

Inhaltsverzeichnis Ben Zhou, CEO von Bybit, hat sich gegen Unternehmen gewehrt, die künstliche Intelligenz als Hauptgrund für Massenentlassungen nennen. In einem Interview mit When Shift Happens am 23. April sagte Zhou, dass Unternehmen vielleicht einfach nur Kosten senken wollen. Er argumentierte, dass KI einen großen Teil der Arbeitskräfte immer noch nicht ersetzen könne. Zhou teilte auch allgemeinere Gedanken zum Wachstum von Bybit, zum Regulierungsansatz und zur Zukunft des digitalen Finanzwesens. Zhou erklärte deutlich, dass er nicht glaubt, dass KI heute einen erheblichen Teil der Arbeitnehmer ersetzen kann. Seiner Ansicht nach nutzen viele Unternehmen KI als bequeme Ausrede, um den Stellenabbau zu rechtfertigen. Während des Interviews machte er seine Position klar und sagte: „Ich kaufe Unternehmen nicht, die KI für Entlassungen verantwortlich machen.“ Die Absicht hinter diesen Entscheidungen, so schlug er vor, habe oft mehr mit Kostensenkung als mit Technologie zu tun. Er verglich die KI-Einführung mit der Zeit, als Unternehmen erstmals Excel nutzten. Diese Verschiebung war bedeutsam, aber es dauerte einige Zeit, bis ihre volle Auswirkung auf jede Abteilung gemessen wurde. Zhou sagte, die aktuelle Rolle der KI sei ähnlich – sie verändere Arbeitsabläufe, aber das Ausmaß dieser Veränderung bleibe unklar. In seinen Worten ist die Einführung von KI „eine große Veränderung, aber wie stark sie die einzelnen Abteilungen verändern wird, muss noch getestet werden.“ Ein klares Zeichen für die Einführung von KI bei Bybit sind die steigenden internen Ausgaben für Token großer Modelle. Zhou wies jedoch darauf hin, dass die Messung der tatsächlichen Effizienzgewinne aus diesen Ausgaben weiterhin eine Herausforderung sei. Er wies darauf hin, dass „die internen Ausgaben für Token großer Modelle schnell steigen, die tatsächlichen Effizienzgewinne jedoch schwer zu quantifizieren sind.“ Ohne geeignete Messinstrumente ist es schwierig, KI-Investitionen verantwortungsvoll zu rechtfertigen oder zu skalieren. Die zukünftige Strategie von Bybit umfasst die Neugestaltung seiner API-Infrastruktur, um KI nahtloser zu integrieren. Zhou betrachtet KI und Krypto als komplementäre und nicht als konkurrierende Kräfte. Er glaubt, dass KI-Agenten wahrscheinlich künftige Transaktionen mithilfe von Kryptowährungen vorantreiben werden. Zhou skizzierte eine umfassendere Vision für Bybit, die über seine derzeitige Rolle als Krypto-Börse hinausgeht. Er möchte, dass sich die Plattform zu einer einzigen App entwickelt, die neben Krypto auch Aktien, Gold, Zahlungen und Investitionen anbietet. Er sagte, Banken, Broker und Krypto-Börsen würden irgendwann zu „einer einzigen App für verschiedene Finanzaktivitäten“ zusammenwachsen. Bybit hat derzeit 85 Millionen registrierte Benutzer und rund 500.000 täglich aktive Benutzer. Dieses Wachstum ging einher mit einer proaktiven Zusammenarbeit mit den Regulierungsbehörden, die den Weg für Treffen mit Regierungschefs eröffnete. Zhou verdankte diesem Ansatz die Positionierung von Bybit als verantwortungsbewussten Akteur in der Branche. Auf der Web3-Seite hat Bybit Byreal gestartet, eine dezentrale Börse, die auf Solana basiert. Die Plattform tätigte außerdem frühzeitig eine strategische Investition in Ethena, um die Liquidität zwischen zentralen und dezentralen Systemen zu überbrücken. Diese Schritte spiegeln die Absicht von Bybit wider, sowohl Privatanwender als auch institutionelle Teilnehmer zu bedienen. Zhou ging auch auf den 1,5-Milliarden-Dollar-Hack von Bybit ein und beschrieb die Schritte, die unternommen wurden, um ein sicheres Cold-Wallet-System auf Bankniveau wiederherzustellen. Er betonte, dass starke Führung in einer Krise bedeutet, „eine klare Richtung vorzugeben und die Gelassenheit des Teams zu bewahren“. Auch in Zukunft bleibt das Ziel von Bybit bestehen, Benutzern Zugriff auf alle Anlageklassen innerhalb einer einzigen, vertrauenswürdigen Plattform zu bieten.

Ben Zhou, CEO von Bybit, wehrt sich gegen die Entschuldigung für KI-Entlassungen und skizziert die Vision einer vollständigen Finanzplattform