Kann eine Altcoin-Saison wieder kommen? Warum der Bitcoin-Preis nicht unter 40.000 US-Dollar fallen kann

Bitcoin hält sich nun seit über einem Monat über 65.000 US-Dollar und dieses Preisniveau beginnt mehr Gewicht zu haben, als es auf den ersten Blick scheint. Bei der aktuellen Struktur geht es nicht mehr nur um kurzfristige Volatilität, sondern um die Frage, ob der Markt eine Basis aufbaut oder sich auf eine weitere Abwärtsbewegung auf bis zu 40.000 US-Dollar vorbereitet, bevor eine echte Rallye beginnt.
Eine weitere Frage ist nun nicht nur, wohin Bitcoin als nächstes geht, sondern auch, wie sein nächster Schritt den Zeitplan für eine Altcoin-Saison prägt.
Analyst warnt vor einem Bärenfall, der die Altcoin-Saison verzögern könnte
Eine aktuelle technische Analyse eines Chartisten zeigt einen ungünstigeren Weg für Bitcoin auf, der die Preisbewegung in eine weitere längere Abwärtsphase treiben könnte.
Der Analyst beschreibt dieses Szenario als Bärenszenario und weist darauf hin, dass dies nicht das erwartete Ergebnis, aber dennoch eine realistische Möglichkeit sei. In dieser Struktur bewegt sich die Preisbewegung von Bitcoin zunächst nach oben in eine Widerstandszone um den Bereich von 78.000 bis 82.000 US-Dollar, wo es Ende Januar zu einem früheren Zusammenbruch kam.
Dieser Optimismus könnte jedoch nur von kurzer Dauer sein. Die Prognose zeigt, dass der Preis an diesem Widerstand scheitert und sich abrupt umkehrt, was zu einem tieferen Rückgang führt, der frühere Tiefststände überwindet und den Bitcoin-Preis unter 40.000 US-Dollar drückt. Laut dem Analysten würde ein solcher Schritt die Bildung eines makroökonomischen Bodens verzögern und jede bedeutende Altcoin-Saison weiter hinauszögern.
Quelle: Diagramm von The Wyckoff Architect auf X
Es gibt auch eine Liquiditätszone um ein Dochttief im Februar. Dieser Docht liegt knapp über 60.000 US-Dollar, wo der Bitcoin-Preis am 6. Februar seinen Tiefpunkt erreichte, bevor er schnell wieder aufgekauft wurde.
Der Ausblick geht davon aus, dass dieses Niveau noch klar durchbrochen werden muss, bevor eine nachhaltige Rallye einsetzen kann. Ohne diesen Schwung sind Aufwärtsbewegungen immer noch anfällig für ein Scheitern.
Ein schneller Tiefpunkt gegenüber dem aktuellen Niveau würde eine schnellere Kapitalverlagerung in Altcoins ermöglichen. Ein verzögerter Anstieg auf Niveaus hingegen wird dazu führen, dass die Liquidität in Bitcoin länger gebunden bleibt und diese Rotation verzögert wird.
Ein Rückgang unter 40.000 US-Dollar erscheint unwahrscheinlich
Auch wenn dieses rückläufige Szenario auf dem Tisch liegt, steht der Preisstruktur von Bitcoin immer noch ein nachhaltiger Absturz unter 40.000 US-Dollar entgegen. Dem Analysten zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Szenario eintritt, bei nur etwa 40 %.
On-Chain-Daten zeigen starke Unterstützungsschichten deutlich über dem Preisniveau von 40.000 $. Beispielsweise liegt der realisierte Preis von Bitcoin immer noch bei etwa 54.000 US-Dollar, und dies würde als Unterstützung dienen, selbst wenn Bitcoin unter 60.000 US-Dollar und in den Bereich von 50.000 US-Dollar fallen würde.
Apropos Unterstützung: Der Bitcoin-Preis konnte sich seit dem Absturz Anfang Februar über 63.000 US-Dollar halten, trotz makroökonomischer Gegenwinde wie dem Krieg im Nahen Osten, steigenden Ölpreisen und mehreren Vorhersagen eines weiteren Tiefs unter 60.000 US-Dollar und teilweise sogar unter 50.000 US-Dollar in den letzten zwei Monaten.
Gesamtmarktkapitalisierung ohne BTC bei 959,53 Milliarden US-Dollar | Quelle: TOTAL2 auf Tradingview.com