Die börsenbasierten Lagerbestände von Chainlink fallen auf den niedrigsten Stand seit Jahren, wobei Binance fast zwei Drittel des Gesamtangebots dominiert.

Inhaltsverzeichnis Das Börsenangebot von Chainlink wird immer konzentrierter, wobei Binance nun über den Großteil der an allen Handelsplätzen verfügbaren LINK verfügt. On-Chain-Daten zeigen, dass sich allein auf Binance 85,1 Millionen LINK-Token im Wert von rund 766 Millionen US-Dollar befinden. Diese Zahl entspricht 66,4 % der 128,26 Millionen LINK, die über alle Börsen zusammen gehalten werden. Unterdessen ziehen Spot-LINK-ETFs weiterhin Kapital an, auch wenn der Mai der schwächste Monat seit ihrer Einführung war. Die Dominanz von Binance über die LINK-Börsenreserven bedeutet, dass seine Netflow-Aktivität die breitere Marktwahrnehmung prägt. Wenn extreme Ein- oder Auszahlungstage auftreten, spiegeln sie eher ein Binance-spezifisches Verhalten als eine marktweite Verschiebung wider. Diese Unterscheidung ist für jeden wichtig, der On-Chain-Signale als Stimmungsindikatoren interpretiert. Die Reservedaten seit 2022 sprechen ein einheitliches Bild. Die LINK-Bestände an Börsen erreichten einen Höchststand von fast 145 Millionen Token und folgten seitdem einem absteigenden Kanal. Quelle: Cryptoquant Heute liegen die Reserven mit rund 85 Millionen Token im unteren Bereich dieser Spanne. Dieser strukturelle Rückgang spiegelt einen mehrjährigen Trend wider, dass Münzen von den Börsen verschwinden. Kurzfristige Spitzen bei den Reserven treten regelmäßig auf, ändern aber nichts an der Gesamtrichtung. Diese Ausbrüche sind vorübergehender Natur und neigen dazu, sich schnell umzukehren. Das allgemeinere Muster besteht weiterhin aus stetigen Abflüssen im Laufe der Zeit und nicht aus der Bildung von Akkumulationen auf Plattformen. Netflow-Daten fügen diesen Spitzen weiteren Kontext hinzu. Positive Zuflussereignisse gehen häufig mit Phasen erhöhter Preisvolatilität einher. Anstatt neue Käufe zu signalisieren, gingen diesen Einlagen in den folgenden ein bis drei Tagen häufiger schwächere Schlusskurse voraus. Was die ETF-Märkte betrifft, so verzeichneten Spot-LINK-Produkte im Mai Nettozuflüsse in Höhe von 8,29 Millionen US-Dollar. Laut einem Beitrag von BSCNews auf X ist dies die schwächste monatliche Leistung seit der Einführung der Produkte Ende letzten Jahres. Allerdings verzeichneten die Produkte seit ihrer Einführung noch keinen einzigen Tag mit Nettoabflüssen. Immer noch gut, aber schlimmer … Spot-$LINK-ETFs verzeichnen im Mai Nettozuflüsse in Höhe von 8,29 Millionen US-Dollar. Spot @Chainlink ETFs verzeichneten gerade den schlimmsten Monat mit Nettozuflüssen seit ihrer Einführung Ende letzten Jahres. Die monatlichen Zuflüsse von 8,29 Millionen US-Dollar sind immer noch beeindruckend, aber weniger als in jedem anderen Monat, den die Produkte bisher verzeichnet haben. Die… pic.twitter.com/lSAC6Mai9i – BSCN (@BSCNews) 31. Mai 2026 Spot LINK ETFs halten derzeit 1,69 % des gesamten Umlaufangebots des Vermögenswerts. Dieses Maß an institutioneller Verwahrung ist zwar bescheiden, stellt aber einen stetigen strukturellen Nachfrageaufbau außerhalb der Börsenauftragsbücher dar. Außerdem wird dadurch das Angebot aus der unmittelbaren Verfügbarkeit auf der Verkäuferseite entfernt. Die Verlangsamung der Zuflüsse im Mai spiegelt eher Vorsicht als völlige Ablehnung wider. Die Zuflusszahlen sind auf Monatsbasis immer noch positiv, wodurch die Serie netto positiver Monate intakt bleibt. Es lohnt sich jedoch, den Trend im Auge zu behalten, da die Nachfrage des Marktes nach Altcoin-ETF-Produkten weiterhin auf die Probe gestellt wird. Zusammengenommen deuten sowohl die On-Chain-Reservedaten als auch die ETF-Flusszahlen auf einen Markt hin, in dem sich das LINK-Angebot allmählich in Richtung einer längerfristigen Verwahrung verlagert. Ob das so bleibt, hängt von den breiteren Marktbedingungen und der anhaltenden Nachfrage seitens institutioneller Kanäle ab.