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Coinbase erhält den ersten Zuspruch der Bankenaufsichtsbehörde für die Treuhand-Charta, was die Verwahrungsinitiative vorantreibt

Quelle
cryptonewstrend.com
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Coinbase erhält den ersten Zuspruch der Bankenaufsichtsbehörde für die Treuhand-Charta, was die Verwahrungsinitiative vorantreibt

Coinbase (COIN) gab am Donnerstag bekannt, dass es vom U.S. Office of the Comptroller of the Currency die erste Genehmigung für eine nationale Treuhandgesellschaftscharta erhalten habe, berichtete Bloomberg, was einen Schritt in Richtung seiner Tätigkeit als bundesweit regulierter Krypto-Depotbank darstellt.

Die Genehmigung ist nicht endgültig. Es handelt sich um ein bedingtes grünes Licht, das die Anforderungen festlegt, die Coinbase erfüllen muss, bevor es eine Volllizenz erhalten kann. Dazu gehören in der Regel der Aufbau von Compliance-Systemen, die Einstellung von Schlüsselpersonal und die Durchführung behördlicher Überprüfungen. Das OCC erwartet von Unternehmen außerdem, dass sie nachweisen können, dass sie Risiken managen, Kundenvermögen schützen und die Regeln zur Bekämpfung der Geldwäsche einhalten können. Erst wenn diese Schritte abgeschlossen sind, kann die Behörde die vollständige Genehmigung erteilen.

Im Falle ihrer Verabschiedung würde die Charta es Coinbase ermöglichen, eine nicht versicherte nationale Treuhandgesellschaft zu betreiben. Diese Struktur ermöglicht es dem Unternehmen, digitale Vermögenswerte im Namen der Kunden zu halten, verbietet ihm jedoch die Entgegennahme von Einlagen oder die Gewährung von Krediten.

Coinbase beantragte die Charta erstmals im Oktober zusammen mit Firmen wie Ripple. Kürzlich gab die von Citadel unterstützte Börse EDX Markets bekannt, dass sie eine ähnliche Struktur beantragt habe. Die Vielzahl an Anwendungen deutet auf eine wachsende Nachfrage nach regulierter Verwahrung hin, da Großinvestoren in die Kryptomärkte einsteigen.

Für Institutionen geht es bei der Verwahrung weniger um Handel als vielmehr um Vertrauen. Ein Pensionsfonds möchte beispielsweise möglicherweise in Bitcoin investieren, benötigt jedoch eine regulierte Einrichtung, die den Vermögenswert sicher verwahrt. Eine Bundesurkunde kann diese Zusicherung in einer Weise bieten, die staatliche Lizenzen möglicherweise nicht bieten.

Der Schritt steht im Einklang mit dem Bestreben von Coinbase, sich weniger auf Handelsgebühren zu verlassen, die mit den Marktzyklen schwanken können. Custody bietet stabilere Einnahmen. Das Unternehmen fungiert bereits als Depotbank für mehrere börsengehandelte US-Spot-Bitcoin-Fonds und verwahrt die zugrunde liegenden Vermögenswerte im Auftrag von Fondsmanagern.

Coinbase reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme.