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Columbia-Professor: Stellar, nicht Ethereum, ist die richtige Lösung für die globale Finanzwelt

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Columbia-Professor: Stellar, nicht Ethereum, ist die richtige Lösung für die globale Finanzwelt

Ein Professor der Columbia Business School hat Zweifel an der Eignung von Ethereum als globales Finanzrückgrat geäußert und argumentiert, dass das Stellar-Netzwerk (XLM) besser auf die Bedürfnisse des Mainstream-Finanzwesens abgestimmt sei. Der Kommentar von Austin Campbell, einem außerordentlichen Professor, folgt auf eine wichtige Ankündigung der US-amerikanischen Depository Trust & Clearing Corporation (DTCC), ihre Depotwerte auf der Stellar-Blockchain zu tokenisieren.

Warum Stellar gegenüber Ethereum?

In einer Reihe von Beiträgen auf X (ehemals Twitter) erklärte Campbell, dass die Wahl von Stellar für das DTCC-Projekt nicht willkürlich sei. Er erklärte, dass Ethereum zwar der Zensurresistenz Priorität einräumt, diese Eigenschaft es jedoch mit den Anforderungen des regulierten globalen Finanzwesens unvereinbar macht. „Zensurresistentes Geld und das globale Mainstream-Finanzsystem sind grundsätzlich unvereinbar“, schrieb Campbell.

Er führte aus, dass die Dezentralisierung reale Betriebskosten mit sich bringt, die oft die Vorteile für die institutionelle Nutzung überwiegen. Im Gegensatz dazu bietet Stellar offenen Zugang und verwendet dabei einen vertrauensbasierten Konsensalgorithmus. Dieses Design ermöglicht es Finanzinstituten, ihre Transaktionspartner direkt auszuwählen, ein entscheidendes Merkmal für Compliance und Risikomanagement.

Kontrollfunktionen in einem öffentlichen Hauptbuch

Campbell betonte, dass das Layer-1-Protokoll von Stellar wesentliche Kontrollfunktionen unterstützt, die für große Finanzunternehmen nicht verhandelbar sind. Dazu gehört die Möglichkeit, Vermögenswerte einzufrieren, Gelder zu beschlagnahmen und Whitelists zugelassener Teilnehmer zu führen. Um eine Mainstream-Finanzinfrastruktur zu werden, müsse ein Hauptbuch für die Teilnahme offen sein, aber auch die Fähigkeit besitzen, böswillige Akteure zu blockieren, argumentierte er.

Dieser pragmatische Ansatz steht in krassem Gegensatz zum Ethos vieler öffentlicher Blockchains, die absolute Dezentralisierung priorisieren. Die Kommentare des Professors verleihen der laufenden Debatte über die Zukunft tokenisierter realer Vermögenswerte (RWA) eine nuancierte Ebene.

Tokenisierungspläne der DTCC

Die DTCC, ein wichtiges Rückgrat der US-Kapitalmärkte, gab kürzlich ihre Absicht bekannt, verwahrte Vermögenswerte im Stellar-Netzwerk zu tokenisieren. Der Start des Projekts ist für die erste Hälfte des Jahres 2027 geplant. Diese Auswahl durch einen so zentralen Marktinfrastrukturakteur verleiht Campbells Argument, dass das Design von Stellar für die institutionelle Übernahme praktischer ist, erhebliches Gewicht.

Auswirkungen auf den Kryptomarkt

Diese Entwicklung signalisiert einen möglichen Wandel in der Sichtweise großer Finanzinstitute auf die Blockchain-Technologie. Die Bevorzugung eines Netzwerks, das Offenheit und Kontrolle in Einklang bringt, legt nahe, dass die Zukunft tokenisierter Vermögenswerte möglicherweise nicht den am stärksten dezentralisierten Netzwerken gehört, sondern denen, die die Lücke zwischen Blockchain-Innovation und regulatorischer Realität am effektivsten schließen können.

Für Ethereum, das lange Zeit als Standardplattform für dezentrale Finanzierung (DeFi) und Tokenisierung galt, stellt Campbells Kritik eine große Herausforderung dar. Es wirft die Frage auf, ob seine zentralen Gestaltungsprinzipien eine Stärke oder eine Belastung bei der Werbung um institutionelles Kapital darstellen.

Fazit

Die Debatte zwischen idealistischer Dezentralisierung und praktischer Compliance wird bei großen Finanzakteuren mittlerweile in Echtzeit ausgetragen. Die Analyse von Austin Campbell, die auf der konkreten Entscheidung der DTCC basiert, liefert ein klares Argument dafür, warum Netzwerke wie Stellar möglicherweise besser für die Zukunft des globalen Finanzwesens geeignet sind. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob der Markt dieser Vision zustimmt.

FAQs

F1: Warum hat sich die DTCC für Stellar gegenüber Ethereum für die Tokenisierung entschieden? Laut Professor Austin Campbell wurde Stellar ausgewählt, weil es offenen Zugang bietet und gleichzeitig einen vertrauensbasierten Konsensalgorithmus verwendet, der es Finanzinstituten ermöglicht, Partner direkt auszuwählen. Es unterstützt auch Kontrollfunktionen wie das Einfrieren von Vermögenswerten und das Whitelisting, die für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften unerlässlich sind.

F2: Was ist der Hauptkritikpunkt an Ethereum für das globale Finanzwesen? Der Hauptkritikpunkt besteht darin, dass Ethereums Kernprinzip der Zensurresistenz nicht mit den Anforderungen des globalen Mainstream-Finanzwesens vereinbar ist, das die Fähigkeit benötigt, böswillige Akteure zu blockieren und Vorschriften einzuhalten.

F3: Wann soll das Stellar-Projekt der DTCC starten? Die DTCC hat einen geplanten Start für die erste Hälfte des Jahres 2027 angekündigt, um ihre Depotwerte im Stellar-Netzwerk zu tokenisieren.

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