Es entsteht eine konträre Stimmung, da Finanzinsider hinsichtlich der globalen Märkte immer pessimistischer werden, die Prognostiker jedoch weiterhin optimistisch sind, was die Aufsicht über digitale Währungen angeht.

Wettende auf Prognosemärkten wetten stark darauf, dass in diesem Jahr ein bedeutender Gesetzentwurf zur Kryptowährung in Kraft treten wird, über den in wenigen Tagen ein Senatsausschuss abstimmen soll.
Polymarket-Händler geben dem Digital Asset Market Clarity Act derzeit eine Chance von 65 %, dass er im Jahr 2026 in Kraft tritt.
Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 46 % Anfang Mai.
Auf einer Konkurrenzplattform, Kalshi, ist die Wahrscheinlichkeit mit 70 % sogar noch größer, dass vor 2027 irgendeine Art von Gesetz zur Struktur des Krypto-Marktes verabschiedet wird.
Die Polymarket-Quoten für den Clarity Act erreichten 65 %, was einen starken Anstieg seit Anfang Mai darstellt.
Markup wieder im Kalender
Die Spannung steigt, als der Bankenausschuss des Senats den Gesetzentwurf am Donnerstag, dem 14. Mai, offiziell prüft.
Das Treffen findet im Dirksen Senate Office Building in Washington, D.C. statt.
Dies ist die erste bedeutende Gelegenheit für den Ausschuss, die Idee zu prüfen, seit sie im Januar verschoben wurde, und das Weiße Haus hofft angeblich, dass sie bis zum 4. Juli in Kraft tritt.
Laut der Reporterin Eleanor Terrett haben einige Brancheninsider den Wortlaut des Entwurfs vor der Konferenz gesehen. Der Gesetzgeber arbeitet seit Monaten an der Maßnahme und konzentriert sich dabei auf Probleme wie die Frage, welche Behörden sie regeln würden, Verbraucher- und Entwicklerrechte sowie Vorschriften für Stablecoin-Anreize.
Viele Leute in der Kryptobranche lobten die Nachricht schnell.
Cody Carbone bezeichnete die Ankündigung des Ausschusses als „einen großen Schritt“, um den mehr als 70 Millionen Amerikanern, die Kryptowährungen nutzen oder besitzen, klare Regeln zu geben.
Ji Hun Kim sagte: „Die Dynamik ist real und die Zeit ist jetzt gekommen“ und fügte hinzu, dass die vorgeschlagenen Regeln die Verbraucher schützen und gleichzeitig verantwortungsvolles Wachstum unterstützen würden.
Kristin Smith beschrieb die Anhörung als „einen entscheidenden Moment“ für Amerikas Führungsrolle auf den Finanzmärkten.
Summer Mersinger sagte, dass amerikanische Verbraucher und Innovatoren klare Vorschriften benötigen.
Allerdings unterstützen nicht alle den Gesetzentwurf.
Mehrere Finanzhandelsgruppen schickten einen Brief an die Ausschussvorsitzenden Tim Scott und Elizabeth Warren, in dem sie Bedenken äußerten und Änderungen am Vorschlag forderten.
Ihre größte Sorge ist ein von den Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks vorgeschlagener Kompromiss zu Stablecoin-Zahlungen.
Bankengruppen wollen strengere Regeln, insbesondere um Stablecoin-Unternehmen davon abzuhalten, Token-Inhabern Zinsen oder Belohnungen anzubieten.
Trotz der Spannungen fließen weiterhin Gelder in die Kryptowährung. Letzte Woche investierten Anleger 858 Millionen US-Dollar in Kryptowährungsfonds und setzten damit einen fünfwöchigen Zuflusstrend fort.
Allein Bitcoin-Fonds sammelten rund 700 Millionen US-Dollar ein, sodass sich die Gesamtsumme des Jahres auf 4,9 Milliarden US-Dollar beläuft.
James Butterfill, Forschungsleiter bei CoinShares, führte die Zuflüsse auf das gestiegene Interesse am Clarity Act zurück.
Grayscale glaubt, dass der Gesetzentwurf im Falle seiner Verabschiedung eine neue Ära der Innovation und Kapitalentwicklung einläuten wird, indem rechtliche Unklarheiten durch präzise Grundsätze ersetzt werden.
Bitcoin wechselte kürzlich den Besitzer bei rund 81.000 US-Dollar.
Analysten gehen davon aus, dass die nächste große Aufwärtsbewegung davon abhängen könnte, dass die Preise den einfachen gleitenden 200-Tage-Durchschnitt überwinden, der knapp über 82.000 US-Dollar liegt.
Die Kluft ist klar. Prognosemarktteilnehmer setzen stark auf einen politisch bedingten Durchbruch, der Krypto-Innovationen und Zuflüsse unabhängig von längerfristig höheren Zinssätzen beschleunigen könnte.
Unterdessen rechnen Makroanalysten an der Wall Street mit strengeren Finanzierungsbedingungen, die die Gesamtwirtschaft belasten werden.
Die Wall Street bereitet sich auf anhaltend hohe Zinsen vor
Die Stimmung im traditionellen Finanzwesen ist deutlich vorsichtiger.
Sowohl BofA Global Research als auch Goldman Sachs haben ihre Erwartungen an Zinssenkungen durch die Federal Reserve gesenkt und verwiesen auf die anhaltende Inflation, die durch hohe Energiepreise und einen stärker als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarkt verursacht wird.
Die BofA sieht in diesem Jahr keine Kürzungen mehr und prognostiziert zwei Kürzungen um 25 Basispunkte im Juli und September 2027.
Goldman Sachs hat seine erste erwartete Zinssenkung auf Dezember 2026 verschoben. „Wir glauben, dass Warsh auf niedrigere Zinsen drängen wird, aber der Datenfluss schließt Senkungen vorerst aus“, schrieben BofA-Analysten.
Die Renditen von US-Staatsanleihen steigen und die anhaltende Krise im Nahen Osten hält die Energiepreise hoch.
Der Stellenbericht vom April übertraf die Erwartungen und untermauerte die Argumente dafür, dass die Fed an ihrem Kurs festhält.
Die Kluft ist groß: Die Kryptomärkte setzen auf einen regulatorischen Durchbruch, während traditionelle Anleger davon ausgehen, dass die Zinssätze auf absehbare Zeit hoch bleiben werden.