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Der Kryptowährungsriese sinkt auf neue Tiefststände, da die Kreditkosten eskalieren

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Der Kryptowährungsriese sinkt auf neue Tiefststände, da die Kreditkosten eskalieren

Am 15. Mai kam es zu einem deutlichen Abschwung auf dem Kryptowährungsmarkt. Bitcoin stürzte auf einen Tiefststand von 78.600 US-Dollar, da ein deutlicher Anstieg der Anleiherenditen einen umfassenden Ausverkauf von Risikoanlagen auslöste. Dieser Rückgang wurde durch einen starken Anstieg der Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen ausgelöst, die nach der Veröffentlichung unerwartet hoher Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) und Erzeugerpreisindex (PPI) auf 4,54 % anstieg – den höchsten Stand seit 12 Monaten. Die 30-jährige Rendite durchbrach die 5 %-Schwelle, während die 2-jährige Rendite über 4 % kletterte, was die Marktvolatilität weiter verschärfte.

Die Auswirkungen steigender Inflation und Renditen beschränkten sich nicht nur auf den Kryptowährungsbereich, auch Aktien erlebten einen Abschwung. Der Nasdaq 100-Index eröffnete mit einem Rückgang von 1,7 %, während der S&P 500 um 1,2 % fiel. Der Kobeissi Letter, eine angesehene Plattform für Marktkommentare, stellte auf

Die Auswirkungen dieser Marktturbulenzen waren im kryptobezogenen Aktiensektor besonders ausgeprägt, wo Unternehmen wie Coinbase, Circle und Strategy Rückgänge von 6 %, 7,4 % bzw. 5,4 % verzeichneten. Auch die Bitcoin-Mining-Unternehmen MARA Holdings und Hut 8 erlitten erhebliche Verluste, jeweils um etwa 7 %, während Cipher Mining um fast 9 % einbrach. Laut CME FedWatch ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve bis Dezember auf über 44 % gestiegen, was eine deutliche Verschiebung gegenüber den früheren Erwartungen mehrerer Zinssenkungen im Jahr 2026 darstellt.

Die jüngsten Wirtschaftsdatenveröffentlichungen haben maßgeblich zur Gestaltung dieser Markttrends beigetragen, wobei der VPI im April bei 3,8 % lag und der PPI mit 6 % dem Niveau von 2022 entsprach. Infolgedessen haben Futures-Händler ihre Erwartungen revidiert und gehen nun davon aus, dass die Zinssätze mindestens bis zur ersten Hälfte des Jahres 2027 erhöht bleiben werden. Unterdessen ist der Goldpreis um 2,5 % gesunken, während der Ölpreis um 3 % gestiegen ist und die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel überschritten hat, da die Energieinflation weiter steigt. Während das Wochenende näher rückt, bleibt Bitcoin unter seinem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt und befindet sich in einem prekären Gleichgewicht zwischen den positiven regulatorischen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Clarity Act und dem negativen makroökonomischen Gegenwind, der durch steigende Renditen und eine beschleunigte Inflation entsteht.

Der Kryptowährungsriese sinkt auf neue Tiefststände, da die Kreditkosten eskalieren