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Die gesetzgebende Lebensader der Kryptowährung steht kurz vor dem Auslaufen, Ripple-Chef schlägt in Miami Alarm

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Die gesetzgebende Lebensader der Kryptowährung steht kurz vor dem Auslaufen, Ripple-Chef schlägt in Miami Alarm

Brad Garlinghouse, CEO von Ripple, sagte, die nächsten zwei Wochen könnten darüber entscheiden, ob die umfassende US-Kryptogesetzgebung einen realistischen Weg zur Verabschiedung hat, bevor der politische Kalender schwieriger zu verwalten wird.

Bei Consensus Miami sagte Garlinghouse, dass der Bankenausschuss des Senats bald einen Aufschlag vornehmen müsse. Er warnte davor, dass die Chancen für die Verabschiedung eines Marktstrukturgesetzes stark sinken könnten, wenn der Ausschuss in den kommenden Wochen nicht handelt.

Die Gesetzgebung, die üblicherweise an den Rahmen des CLARITY Act gebunden ist, zielt darauf ab, Bundesregeln für digitale Vermögenswerte zu schaffen und die Aufsicht zwischen der Securities and Exchange Commission und der Commodity Futures Trading Commission aufzuteilen.

Der Zeitplan des US-Senats wird kritisch

Das Repräsentantenhaus hat letztes Jahr seine Version des Gesetzes zur Struktur des Krypto-Marktes verabschiedet, aber der Senatsprozess verlief langsamer. Ein Gesetzentwurf muss sowohl den Landwirtschaftsausschuss des Senats als auch den Bankenausschuss des Senats durchlaufen, bevor er den gesamten Senat erreicht.

Der Landwirtschaftsausschuss hat seine Version bereits vorangetrieben. Der Bankenausschuss war mit Verzögerungen konfrontiert, darunter Meinungsverschiedenheiten über Stablecoin-Belohnungen, Interessenkonflikte und illegale Finanzierungsregeln.

Ein kürzlicher Kompromiss zwischen Sens. Angela Alsobrooks und Thom Tillis zu Stablecoin-Belohnungen könnte ein großes Hindernis beseitigen. Garlinghouse sagte jedoch, dass Zeit die größte Herausforderung bleibe, da die Zwischenwahlen im November näher rückten.

Er sagte, wenn der Prozess in die Wahlkampfsaison gerät, könnte es politisch zu schwierig werden, die Krypto-Gesetzgebung abzuschließen.

Ripple treibt Wachstum ohne IPO-Pläne voran

Garlinghouse bestätigte außerdem, dass Ripple keine unmittelbaren Pläne für einen Börsengang hat. Er sagte, das Unternehmen sei gut finanziert und benötige kein öffentliches Kapital, um weiter zu expandieren.

Auch Ripple-Präsidentin Monica Long sagte, ein Börsengang habe derzeit keine Priorität. Das Unternehmen konzentriert sich stattdessen auf Produktwachstum, Akquisitionen, Stablecoin-Infrastruktur und institutionelle Finanzdienstleistungen.

Berichten zufolge verarbeitete die Treasury-Infrastruktur von Ripple im vergangenen Jahr Zahlungen in Höhe von rund 13 Billionen US-Dollar. Garlinghouse sagte, dass diese Ströme ursprünglich nicht auf Kryptowährungen oder Stablecoins basierten, was auf eine große Chance hinwies, traditionelle Zahlungsaktivitäten im Laufe der Zeit auf Blockchain-Schienen zu verlagern.

Ripple ist auch durch Akquisitionen gewachsen, darunter der Kauf von Hidden Road im Wert von 1,25 Milliarden US-Dollar, das jetzt als Ripple Prime bekannt ist. Das Unternehmen hat außerdem RLUSD auf den Markt gebracht, seinen regulierten, durch Dollar gedeckten Stablecoin.

Auch beim Börsengang bleibt die regulatorische Sicherheit das Hauptproblem

Garlinghouse sagte, Ripple werde einen Börsengang erst dann ernsthaft in Betracht ziehen, wenn in den USA mehr regulatorische Sicherheit bestehe. Das Unternehmen hat jahrelang mit der SEC einen Rechtsstreit über XRP geführt.

Ein Bundesrichter entschied zuvor, dass $XRP selbst kein Wertpapier ist, obwohl einige direkte institutionelle Verkäufe von Ripple als Wertpapiertransaktionen behandelt wurden. Garlinghouse sagte, dass das Urteil Klarheit in Bezug auf $XRP geschaffen habe, die gesamte Branche jedoch weiterhin Bundesgesetze benötige.

Die Regulierungsbehörden haben unter der derzeitigen Führung Leitlinien und Token-Taxonomien herausgegeben, aber Garlinghouse sagte, dass sich die Richtlinien der Behörden unter künftigen Regierungen ändern können. Er sagte, die gesetzliche Kodifizierung der Kryptoregeln würde das Rahmenwerk haltbarer machen.

Die Debatte kommt zu einem Zeitpunkt, an dem US-Kryptofirmen nach klaren Regeln für Börsen, Stablecoins, Verwahrung, Token-Ausgabe und institutionellen Handel streben. Garlinghouse sagte, der CLARITY Act bleibe wichtig, da er definieren könne, wie digitale Vermögenswerte über $XRP hinaus behandelt werden.

Ripple vertritt den Standpunkt, dass die Branche an Dynamik gewonnen hat, das Zeitfenster für die Verabschiedung von Gesetzen jedoch immer kleiner wird. Die nächste Aktion des Bankenausschusses des Senats wird zeigen, ob der Gesetzentwurf vorangebracht werden kann, bevor die Wahlpolitik die Oberhand gewinnt.

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