Drift sagt, dass die Einlagen der Versicherungsfonds auch nach der Gegenreaktion des Exploits sicher bleiben

Laut Drift Protocol können Benutzer ihre Einlagen in den Versicherungsfonds weiterhin abheben, sobald das Protokoll den Betrieb wieder aufnimmt. Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, an dem die auf Solana basierende Handelsplattform versucht, die Benutzer nach der Gegenreaktion auf ihre Wiederherstellungspläne nach dem Exploit zu beruhigen.
In einem am 20. Mai veröffentlichten Update erklärte Drift, dass der Versicherungsfonds „von dem Exploit nicht betroffen war und bleibt“. Es hieß, das Protokoll sei pausiert worden, bevor die Verluste den normalen Liquidations- oder Insolvenzprozess durchlaufen hätten.
Dem Team zufolge dient der Versicherungsfonds speziell dazu, die Zahlungsfähigkeit des Protokolls bei Insolvenzen aufrechtzuerhalten. Der jüngste Exploit löste diese Mechanismen nicht aus, bevor der Betrieb gestoppt wurde.
„Benutzer können ihren Versicherungsfondsanteil abheben, wenn das Protokoll in Kraft tritt“, heißt es im Protokoll.
Das Update folgt der Kritik am DIP-10-Vorschlag
Die Klarstellung erfolgt wenige Tage, nachdem Drift Kritik an DIP-10 ausgesetzt war, einem Governance-Vorschlag, der Pläne zur Umwandlung verbleibender Vermögenswerte des Kredit-/Leihpools in USDT darlegt, um einen Wiederherstellungspool nach dem Exploit zu unterstützen.
Dieser Vorschlag löste bei einigen Benutzern Bedenken hinsichtlich folgender Punkte aus:
zentraler Ermessensspielraum bei Vermögensumwandlungen,
Abrechnungsgerechtigkeit,
und befürchtet, dass nutzergebundene Fonds letztendlich Verluste im Zusammenhang mit Exploits auffangen könnten.
Das neueste Update scheint darauf abzuzielen, eine klarere Unterscheidung zu treffen zwischen:
Einlagen der nutzereigenen Versicherungskasse,
und protokolleigene Kapitalreserven.
Drift sagte, dass die Vermögenswerte des protokolleigenen Versicherungsfonds weiterhin verwendet werden könnten, „um einen gesunden Neustart für alle Benutzer zu unterstützen“, und betonte gleichzeitig, dass die Anteile der Einleger davon unberührt bleiben.
Das Protokoll besagte auch, dass relevante Programmadressen öffentlich bekannt gegeben würden, damit die Community überwachen kann, wie das Protokoll-eigene Kapital während des Relaunch-Prozesses eingesetzt wird.
Der Versicherungsfonds rückt in den Mittelpunkt der Sanierungsdebatte
Versicherungsfonds werden häufig bei Derivaten und Kreditvergabeprotokollen als letztes Mittel zur Solvenzsicherung eingesetzt, um Verluste bei Liquidationen oder Insolvenzen aufzufangen.
Nach dem Exploit und der Protokollpause befürchteten einige Benutzer, dass der Fonds in umfassendere Wiederherstellungsbemühungen verwickelt oder teilweise in Protokollverluste verwickelt werden könnte.
Drifts Aussage legt nahe, dass das Team versucht, das Vertrauen in die Buchhaltungsstruktur der Plattform aufrechtzuerhalten, indem es argumentiert, dass Exploit-Verluste nie offiziell in den Abwicklungspfad des Versicherungsfonds eingeflossen seien.
Die Unterscheidung könnte für das Vertrauen der Benutzer wichtig werden, während sich das Protokoll auf einen möglichen Relaunch vorbereitet.
Der Governance-Druck bleibt hoch
Der umfassendere Wiederherstellungsprozess rund um Drift wird nach dem Exploit und dem umstrittenen DIP-10-Vorschlag weiterhin von Benutzern geprüft.
Der Vorfall hat sich zunehmend über ein rein technisches Sicherheitsereignis hinaus zu einer größeren Governance- und Transparenzherausforderung im Zusammenhang mit der Art und Weise entwickelt, wie DeFi-Protokolle Wiederherstellung, Zahlungsfähigkeit und Benutzererwartungen nach größeren Vorfällen verwalten.
Abschließende Zusammenfassung
Drift sagte, die Einlagen des Versicherungsfonds seien von dem Exploit nicht betroffen und könnten auch nach dem Neustart des Protokolls abgehoben werden.
Das Update folgt auf die Gegenreaktion der Community auf Drifts umstrittenen Post-Exploit-Recovery-Vorschlag.