Der energiehungrige Kryptowährungsmarkt eröffnet dem Aluminiumriesen die Möglichkeit, sich auf die Energieversorgung zu konzentrieren.

Der größte Aluminiumproduzent in den USA, Alcoa, steht kurz davor, seine stillgelegte Massena East-Schmelzanlage im Bundesstaat New York an das Bitcoin-Unternehmen New York Digital Investment Group (NYDIG) zu verkaufen, da es brachliegende Vermögenswerte abstößt und die Nachfrage nach energiebereiten Industriestandorten erschließt.
Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Bill Oplinger, sagte, das Unternehmen befinde sich in fortgeschrittenen Gesprächen und gehe davon aus, dass der Deal „in der Mitte dieses Jahres“ abgeschlossen werde, berichtet Bloomberg.
Der am Sankt-Lorenz-Strom gelegene Standort liegt seit 2014 still, als Alcoa ihn aufgrund hoher Betriebskosten und globaler Konkurrenz schloss.
Der Reiz liegt in der Kraft der Website, nicht im Metall selbst. Aluminiumhütten sind so gebaut, dass sie rund um die Uhr in Betrieb sind und große Mengen Strom über spezielle Umspannwerke und Übertragungsleitungen beziehen. Wenn sie schließen, bleibt diese Infrastruktur bestehen.
Für Bitcoin-Miner und Rechenzentrumsentwickler kann dies den Zeitaufwand für die Sicherung des Netzzugangs um Jahre verkürzen.
Massena East hat außerdem Zugang zu Wasserkraft der New York Power Authority, ein Anziehungspunkt für Unternehmen, die kostengünstige und CO2-freie Energie suchen.
Der Deal spiegelt einen umfassenderen Wandel wider. Anfang des Jahres verkaufte Century Aluminium eine Hütte in Kentucky an TeraWulf (WULF), das den Bau eines digitalen Infrastrukturcampus zur Unterstützung von Hochleistungsrechnen und KI plant.