Die Aktien von European Air Travel steigen inmitten des durch iranische Friedensgespräche ausgelösten Abschwungs am globalen Ölmarkt sprunghaft an

Inhaltsverzeichnis Europäische Luftfahrtaktien lieferten am Montag eine beeindruckende Performance ab, nachdem die Rohölpreise erheblich gesunken waren, was auf den Optimismus zurückzuführen war, dass diplomatische Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus führen könnten, was möglicherweise zu niedrigeren Treibstoffkosten für Fluggesellschaften führen könnte. Während der frühen europäischen Marktstunden war Brent-Rohöl um etwa 4,7 % auf 95,52 $ pro Barrel gefallen, während WTI-Futures um 4,9 % auf 91,86 $ zurückgingen. Beide Öl-Benchmarks wurden in den letzten Tagen über der 100-Dollar-Schwelle gehandelt. Air France-KLM lag mit einem Plus von etwa 7,4 % bis 8 % an der Spitze der Luftfahrtbranche. Lufthansa stieg um fast 4 %, EasyJet stieg sogar um 5,7 %, Ryanair legte um 3,2 % zu, Wizz Air legte um 3 % zu und IAG stieg um 1,6 %. Ryanair Holdings plc, RYAAY Die Straße von Hormus ist ein wichtiger Schifffahrtskanal für den weltweiten Ölexport. Unterbrechungen auf dieser strategischen Wasserstraße haben die Treibstoffkosten erhöht und die Fluggesellschaften gezwungen, ihre Flugrouten zu ändern, was zu einer Verringerung der Gewinnmargen führte. US-Außenminister Marco Rubio erklärte am Montag, die Verhandlungsführer hätten einen „ziemlich soliden“ Rahmen für ein Abkommen geschaffen. Am Wochenende gab Präsident Donald Trump bekannt, dass die USA und der Iran „weitgehend“ ein Memorandum of Understanding ausgehandelt hätten. Dennoch bestritten iranische Staatsmedien Trumps Behauptungen, dass ein Deal kurz vor dem Abschluss stünde. Trump stellte anschließend klar, dass keine Dringlichkeit bestehe und dass eine Seeblockade gegen den Iran so lange andauern werde, bis eine Einigung zustande komme. Kritische Hindernisse, insbesondere das iranische Atomprogramm, werden weiterhin nicht angegangen. Marktbeobachter räumten ein, dass die Anleger zwar Optimismus zeigten, angesichts des Scheiterns früherer Verhandlungen jedoch weiterhin Vorsicht walten ließen. Auch der breitere europäische Aktienmarkt verzeichnete Zuwächse. Der paneuropäische Stoxx 600 stieg um 0,6 % und erreichte damit seinen höchsten Stand seit dem 2. März. Finanzwerte führten neben Luftfahrtaktien den Anstieg an: BBVA stieg um 2,5 %, Santander stieg um 2 %, UniCredit stieg um 2 % und BNP Paribas stieg um 1,7 %. Eine weitere Entwicklung ist die Entwicklung der deutschen Essenslieferplattform Delivery Hero, die um mehr als 10 % zulegte, nachdem Uber ein Übernahmeangebot für das Unternehmen im Wert von 11,60 Milliarden US-Dollar bekannt gab. In ganz Asien stieg der japanische Nikkei 225 um 2,9 % und überschritt erstmals die Marke von 65.000. Der chinesische Shanghai Composite stieg um 1 %. Die Anleiherenditen gingen an den wichtigsten Märkten zurück. Die Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen sank auf etwa 2,99 %. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sank um 3 Basispunkte auf 4,56 %. Ein Rückgang der Rohölpreise kann den Inflationsdruck mildern und die Notwendigkeit für Zentralbanken, Zinserhöhungen vorzunehmen, verringern. Gold-Futures stiegen um 0,9 % auf 4.564 $ pro Feinunze, da der US-Dollar schwächer wurde. Der Dollarindex fiel um 0,2 % auf 99,01. Bitcoin stieg um 0,8 % auf 77.210 $, da die Marktteilnehmer in Risikoanlagen wechselten. Die Märkte in den USA und Großbritannien blieben am Montag wegen Feiertagen geschlossen.