Die Weiterentwicklung von Prognoseplattformen signalisiert Reife und macht zusätzliche behördliche Aufsicht überflüssig

Laut Coinbase sollten Prognosemärkte weiterhin unter der Aufsicht der CFTC bleiben und argumentieren, dass ereignisbasierte Verträge bereits unter das Bundesgesetz über Derivate fallen. Das Unternehmen legte in einem Kommentarschreiben und einem öffentlichen Beitrag vier Punkte dar.
Wichtige Erkenntnisse:
Coinbase forderte die CFTC auf, Prognosemärkte im Rahmen des bestehenden Derivategesetzes zu regulieren.
Eine bundesstaatliche Aufsicht könnte eine fragmentierte staatliche Durchsetzung auf den zwischenstaatlichen Prognosemärkten verhindern.
Gerichte, Aufsichtsbehörden und Staaten sind sich immer noch uneinig über die Zuständigkeit und Durchsetzung.
Coinbase treibt die CFTC-Aufsicht für Prognosemärkte voran
Coinbase Global Inc. (Nasdaq: COIN) fordert die US-amerikanische Commodity Futures Trading Commission (CFTC) auf, Prognosemärkte als Teil des bestehenden Derivaterahmens und nicht als separate Kategorie zu behandeln. Faryar Shirzad, Chief Policy Officer bei Coinbase, teilte am 3. Mai die Position des Unternehmens zu
Der erste Punkt von Coinbase war, dass ereignisbasierte Verträge bereits unter geltendes Recht fallen. Das Unternehmen argumentierte, dass die CFTC seit langem Derivate überwacht, die an reale Ergebnisse gebunden sind, was bedeutet, dass Prognosemärkte keiner neuen Autorität bedürfen. Shirzad sagte:
„Prognosemärkte sehen vielleicht neu aus, aber sie liegen problemlos im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Befugnisse – es ist kein neues Mandat erforderlich.“
Der zweite Punkt der Krypto-Börse konzentrierte sich auf die Funktion und besagte, dass diese Instrumente, wie Futures, verteilte Informationen zu Preisen aggregieren und es den Teilnehmern ermöglichen, Unsicherheiten abzusichern.
Der dritte Punkt befasste sich mit der Regulierungsstruktur. Coinbase sagte, der Kongress habe der CFTC die Aufsicht über Derivate übertragen, um eine konsistente nationale Aufsicht sicherzustellen, und warnte davor, dass Eingriffe auf staatlicher Ebene zu einer Fragmentierung der zwischenstaatlichen Märkte führen könnten. Der vierte Punkt konzentrierte sich auf Durchsetzungsbefugnisse. Das Unternehmen gab an, dass die CFTC bereits befugt sei, Verträge zu überprüfen, mit Auflagen zu versehen oder zu verbieten, die im Widerspruch zum öffentlichen Interesse stehen, einschließlich solcher, die Manipulation oder potenziellen Schaden beinhalten.
Staatliche Herausforderungen erhöhen den Einsatz für einheitliche Regeln
Diese Position wird deutlich, da die CFTC ihren Anspruch auf ausschließliche Zuständigkeit für Prognosemärkte verstärkt und argumentiert, dass diese als „Swaps“ im Sinne des Commodity Exchange Act gelten. Unter dem Vorsitzenden Michael Selig hat die Agentur behauptet, dass Bundesgesetze der Durchsetzung auf Landesebene vorgreifen sollten, und warnte davor, dass eine fragmentierte Aufsicht einen einheitlichen Derivaterahmen untergraben würde. Staaten wie Texas, Arizona, Nevada und New Jersey haben zurückgewiesen und argumentiert, dass diese Produkte Glücksspielen ähnelten und in ihre Zuständigkeit zur Regulierung solcher Aktivitäten fielen.
Der Zuständigkeitsstreit hat sich zu einem aktiven Rechtsstreit ausgeweitet, an dem sowohl Bundesregulierungsbehörden als auch Landesbehörden beteiligt sind. Die CFTC hat Staaten wie Arizona, Connecticut, Illinois, New York und Wisconsin verklagt, um Durchsetzungsmaßnahmen gegen Plattformen zu blockieren. Gleichzeitig haben Staaten Maßnahmen gegen Unternehmen ergriffen, darunter die Klage in New York gegen Coinbase Financial Markets und Gemini, das Strafverfahren in Arizona gegen Kalshi sowie Unterlassungsanordnungen in Wisconsin, Connecticut und Illinois gegen Plattformen wie Kalshi und Polymarket. Gerichte haben gemischte Urteile erlassen, wobei einige Entscheidungen die Präemption des Bundes befürworteten und andere die staatliche Autorität unterstützten, was zu einer ungelösten rechtlichen Kluft führte.
Zusammen bilden diese Entwicklungen den Rahmen für das Argument von Coinbase, dass Prognosemärkte weiterhin unter der bestehenden Aufsicht der CFTC mit klaren, einheitlichen Regeln bleiben sollten. Das Unternehmen betonte, dass sich die Aufsicht auf etablierte Befugnisse stützen und gleichzeitig die Leitplanken im Zuge der Marktentwicklung verfeinern sollte. Shirzad sagte:
„ Prognosemärkte werden immer reifer. Die Frage ist nicht, ob sie sich an das Gesetz halten – das ist der Fall –, sondern wie sichergestellt werden kann, dass sie sich mit Integrität, Klarheit und angemessenen Leitplanken entwickeln.“
Coinbase hat signalisiert, dass es weiterhin mit der Kommission zusammenarbeiten wird, während sich der Regulierungsansatz weiterentwickelt.