Ex-BitMEX-CEO fordert den ehemaligen US-Präsidenten auf, sein Veto gegen den Gesetzesentwurf zur Regulierung von Kryptowährungen einzulegen

Arthur Hayes hat eine neue Debatte über die Kryptoregulierung entfacht, nachdem er sagte, er hoffe, dass Donald Trump sein Veto gegen den vorgeschlagenen CLARITY Act einlegen werde, wenn dieser auf seinem Schreibtisch lande.
Während eines Interviews mit The Wolf Of All Streets machte Hayes seine Position klar und sagte:
„Wenn Bitcoin und Krypto Regulierungen brauchen würden, um zu überleben, wäre das keinen Cent wert.“
Hayes warnt vor der Institutionalisierung von Bitcoin
Hayes argumentierte, dass Banken vor allem deshalb auf Kryptowährungen drängen, weil ihre Kunden ein Engagement in Vermögenswerten wünschen, die sich gegen Inflation und die Abwertung von Fiat-Währungen absichern können.
Seiner Meinung nach ist es die starke Leistung von Bitcoin in Zeiten starker Gelddruckerei, die das institutionelle Interesse weckt. Er wies auch darauf hin, dass Banken Krypto einfach als ein weiteres profitables Produkt betrachten, das sie ihren Kunden anbieten können.
Dennoch wehrte sich Hayes entschieden gegen die seiner Meinung nach übermäßige Institutionalisierung von Bitcoin.
„Warum versuchen wir, Bitcoin zu institutionalisieren?“ fragte Hayes während des Interviews. Er warnte davor, dass die Umwandlung von Bitcoin in ein weiteres traditionelles Finanzprodukt den ursprünglichen Zweck von Krypto zerstören könnte.
Er fügte hinzu: „Worum geht es? Wenn Sie nur ein weiteres Derivat haben, das in der Bilanz eines Mitglieds des Finanzsystems steht, haben wir das bereits.“
Brian Armstrong und Krypto-Lobbying-Debatte
Hayes verwies auch auf Brian Armstrong, als er über wachsende Lobbybemühungen im Zusammenhang mit der Kryptoregulierung sprach.
Er räumte ein, dass Armstrong das tut, was den Coinbase-Aktionären zugute kommt, argumentierte jedoch, dass große Kryptofirmen möglicherweise nicht immer das breitere Krypto-Ökosystem repräsentieren.
„Er ist CEO eines börsennotierten, zentralisierten Kryptounternehmens und tut alles in seiner Macht Stehende, um seinen Aktionären Geld zu verschaffen“, sagte Hayes.
Gleichzeitig stellte Hayes die Frage, ob große Krypto-Unternehmen tatsächlich Privatanwendern oder Open-Source-Entwicklern Vorrang einräumen.
Die große Identitätsdebatte von Crypto geht weiter
Die Kommentare kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Kryptoindustrie hinsichtlich der Regulierung und der institutionellen Akzeptanz weiterhin uneinig ist.
Befürworter des CLARITY Act glauben, dass klarere Regeln mehr Legitimität und institutionelles Kapital in digitale Vermögenswerte bringen könnten. Kritiker wie Hayes befürchten jedoch, dass eine zu starke Integration mit dem traditionellen Finanzwesen die dezentralen Grundlagen, auf denen Bitcoin ursprünglich aufgebaut war, schwächen könnte.