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Exklusiv: Post-Quantum-Experte sagt, dass die Auswirkungen des CLARITY Act auf die Sicherheit tiefgreifend sein könnten

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Exklusiv: Post-Quantum-Experte sagt, dass die Auswirkungen des CLARITY Act auf die Sicherheit tiefgreifend sein könnten

Während Regierungen durch Rahmenwerke wie den vorgeschlagenen Clarity Act weiterhin klarere Krypto-Vorschriften schaffen, rückt hinter den Kulissen langsam ein viel größeres Thema in den Fokus: die Risiken des Quantencomputings.

In einem exklusiven Interview mit Coinpedia teilte Moona Ederveen-Schneider, Gründerin eines Quantensicherheitsberatungsunternehmens und ehemalige Executive Director EMEA, Financial Services, mit, warum der Kryptoindustrie möglicherweise bereits die Zeit davonläuft, sich auf zukünftige Quantenbedrohungen vorzubereiten.

Ihr zufolge geht es im Gespräch nicht mehr nur um Compliance oder Marktstruktur. Es geht immer mehr um das langfristige kryptografische Überleben.

Clarity Act könnte die Sicherheitsstandards stillschweigend erhöhen

Während Moona sagte, dass sich der Clarity Act selbst hauptsächlich auf die Marktstruktur konzentriere, glaubt sie, dass die Dominoeffekte sich im Laufe der Zeit erheblich auf die Sicherheitsstandards für digitale Vermögenswerte auswirken könnten.

„Die direkten Auswirkungen auf Verschlüsselungsmethoden mögen gering sein, aber die Auswirkungen sind tiefgreifend“, erklärte sie.

Ihrer Meinung nach könnten klarere Vorschriften und strengere Verwahrungserwartungen Institutionen zu einer widerstandsfähigeren Infrastruktur drängen, in der die Betriebssicherheit zu einem Wettbewerbsvorteil und nicht nur zu einer Compliance-Anforderung wird.

Sie betonte auch, dass sich die Regulierungsbehörden mehr auf „Sicherheitsergebnisse“ wie Krypto-Agilität, Quantenresilienz und Post-Quanten-Bereitschaft konzentrieren sollten, anstatt die Branche an Algorithmen zu binden, die irgendwann veraltet sein könnten.

„Die Branche sollte sich bereits im Wandel befinden“

Eine der stärksten Warnungen aus dem Interview drehte sich um die wachsende Bedrohung „Jetzt ernten, später entschlüsseln“.

Moona erklärte, dass Angreifer bereits heute verschlüsselte Daten sammeln können, mit der Absicht, sie zu entschlüsseln, sobald Quantencomputer in Zukunft leistungsfähig genug werden.

„Das Belichtungsfenster ist bereits geöffnet“, warnte sie.

Ihrer Meinung nach sollte die Branche bereits über die reine Forschung hinaus und zu einer aktiven Übergangsplanung übergehen, da kryptografische Migrationen oft Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern.

Sie verwies auf mehrere wichtige Signale, die die Branche bereits zum Handeln drängen, darunter das interne Migrationsziel von Google für 2029, ähnliche Zeitpläne von IBM und Cloudflare sowie neue staatliche Leitlinien in den USA, Großbritannien, der EU und Indien.

Die größte Stärke von Bitcoin könnte zu seiner Schwäche werden

Bei der Erörterung von Bitcoin sagte Moona, dass die dezentrale Governance-Struktur des Netzwerks bei einem zukünftigen quantenbezogenen Notfall zu einer großen Koordinationsherausforderung werden könnte.

„Der Widerstand von Bitcoin gegenüber Veränderungen ist sowohl seine größte Stärke als auch seine größte Verwundbarkeit“, sagte sie.

Sie erklärte, dass es zwar bereits technische Upgrade-Lösungen gebe, es aber unter Zeitdruck weitaus schwieriger sei, eine Einigung zwischen Bergleuten, Entwicklern, Institutionen und Nutzern zu erzielen.

Moona äußerte auch Bedenken hinsichtlich ruhender Bitcoin-Wallets, einschließlich Beständen aus der Satoshi-Ära, die letztendlich Risiken ausgesetzt sein könnten, wenn die Quantenfähigkeiten weit genug voranschreiten.

„Resilienz ist mehr als Mathematik“, sagte sie. „Es kommt auf die Menschen an, die sich darauf einigen müssen.“

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