Die Aufdeckung weit verbreiteter Täuschungsmanöver zielt praktisch auf jeden Inhaber digitaler Vermögenswerte ab

In der Welt der Kryptowährungen ist ein neuer Betrugsfall aufgetaucht, der für Aufsehen gesorgt hat.
Nach Informationen des Blockchain-Forschers ZachXBT hat eine gefälschte Ledger Live-Anwendung auf der App Store-Plattform von Apple zwischen dem 7. und 13. April insgesamt 9,5 Millionen US-Dollar von mehr als 50 Benutzern gestohlen. Der Untersuchung zufolge umfasste der Angriff fünf verschiedene Blockchains, darunter Bitcoin, EVM-basierte Netzwerke, Tron, Solana und Ripple. Die gefälschte Anwendung, die an die Wallet-Informationen der Benutzer gelangte, leerte Vermögenswerte schnell, indem sie sie an andere Adressen umleitete.
ZachXBT, das die gestohlenen Gelder aufspürte, gab an, dass die Vermögenswerte über mehr als 150 KuCoin-Einzahlungsadressen gewaschen wurden. Diese Adressen sind angeblich mit einem zentralisierten „Mixer“-Dienst namens AudiA6 verbunden, der angeblich illegale Geldwäschedienste mit hohen Provisionen anbietet. Es wurde darauf hingewiesen, dass die illegalen Aktivitäten auf KuCoin in letzter Zeit zugenommen haben, und es wurde daran erinnert, dass die Börse zuvor in den USA Geldstrafen in Höhe von über 300 Millionen US-Dollar wegen Verstößen gegen die Geldwäsche (AML) gezahlt hatte und im Februar 2026 von den österreichischen Aufsichtsbehörden die Registrierung neuer EU-Benutzer verboten wurde.
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Einer der auffälligsten Aspekte des Vorfalls war das Ausmaß der Verluste, die einige der Opfer erlitten hatten. Laut On-Chain-Daten haben allein drei Großinvestoren Millionen von Dollar verloren. Am 9. April verlor ein Benutzer 3,23 Millionen USDT, am 11. April verlor ein anderer Benutzer 2,07 Millionen USDC und am 8. April verlor ein weiteres Opfer insgesamt 20,64 BTC, 211 stETH und 70 ETH.
Die fragliche gefälschte App wurde von Apple entfernt und der Vorfall hat die Diskussionen über die Plattformsicherheit neu entfacht. Experten sagen, dass solche Fälle Fragen zu den Moderationsprozessen des App Stores aufwerfen und dass die Möglichkeit einer Sammelklage gegen Apple diskutiert wird.
*Dies ist keine Anlageberatung.