FDIC veröffentlicht umfassendes 191-seitiges Stablecoin-Regulierungsrahmenwerk

Inhaltsverzeichnis Die Federal Deposit Insurance Corporation hat eine umfassende Regulierungsstruktur für Unternehmen vorgestellt, die Stablecoins ausgeben. Diese Entwicklung erfolgt nach der Verabschiedung des Guiding and Establishing National Innovation for U.S. Stablecoins Act – allgemein als GENIUS Act bezeichnet –, den Präsident Donald Trump zuvor in Kraft gesetzt hatte. GERADE IN: FDIC genehmigt Vorschlag zur Umsetzung der Anforderungen und Standards für US-Stablecoins gemäß dem GENIUS Act 🇺🇸 pic.twitter.com/B4i93gAbnP – Bitcoin Magazine (@BitcoinMagazine) 7. April 2026 Am Dienstag genehmigte der FDIC-Vorstand den 191-seitigen Regulierungsrahmen. Das Dokument steht nun in den nächsten 60 Tagen zur öffentlichen Einsichtnahme und Kommentierung zur Verfügung. Die Regulierungsbehörden bitten um Beiträge zu 144 verschiedenen Fragen. Das Rahmenwerk legt betriebliche Standards für Stablecoin-Emittenten fest, die als Tochtergesellschaften staatlich versicherter Bankinstitute fungieren. Zu den Schlüsselbereichen gehören Anforderungen an Reservebestände, Mindestkapitalniveaus, Liquiditätsmanagementprotokolle und Spezifikationen für die Vermögensverwahrung. FDIC-Vorsitzender Travis Hill betonte die explosive Expansion des Sektors. Er wies auf die wachsende Konvergenz zwischen traditionellen Bank- und Kryptowährungsgeschäften hin, wobei Unternehmen für digitale Vermögenswerte Banklizenzen anstreben, während etablierte Finanzinstitute Blockchain-basierte Produkte erkunden. Der GENIUS Act schreibt vor, dass Stablecoins vollständig durch US-Dollar-Bestände oder gleichwertige liquide Instrumente gedeckt sein müssen. Die Gesetzgebung schreibt außerdem jährliche unabhängige Prüfungen für Emittenten mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 50 Milliarden US-Dollar vor und legt Richtlinien für internationale Geschäfte fest. Die Aufsichtsbehörden erklärten ausdrücklich, dass Stablecoin-Bestände außerhalb der Einlagensicherung des Bundes bleiben. Der Vorschlag betont, dass Zahlungs-Stablecoins nicht durch das volle Vertrauen und die Kreditwürdigkeit der US-Regierung unterstützt werden. Der Vorschlag der FDIC befasst sich mit der Frage der Renditen im Zusammenhang mit Stablecoins. Den Emittenten ist es untersagt, ihre Token als verzinsliche oder renditebringende Instrumente zu vermarkten, die ausschließlich auf dem Besitz oder der Nutzung basieren. Diese Einschränkung erstreckt sich auch auf Vereinbarungen, die über Vermittler wie Kryptowährungsbörsen vermittelt werden. Dennoch gehen Branchenexperten davon aus, dass sorgfältig konzipierte Belohnungsinitiativen innerhalb der vorgeschlagenen Regulierungsgrenzen zulässig bleiben könnten. Der Rahmen bietet auch Klarheit über den Einlagensicherungsschutz für Gelder, die als Sicherheit für die Ausgabe von Stablecoins gehalten werden. Tokenisierte Einlagen, die der gesetzlichen Definition entsprechen, würden die gleiche Behandlung erfahren wie herkömmliche Einlagenkonten. Dies ist der zweite Umsetzungsvorschlag des FDIC zum GENIUS Act. In der ersten Veröffentlichung im Dezember wurden die Antragsverfahren für potenzielle Emittenten beschrieben. Das Amt des Währungsprüfers veröffentlichte im Februar seinen entsprechenden Rahmen, während das Finanzministerium letzte Woche Leitlinien zur Aufsicht über kleinere Emittenten auf Landesebene herausgab. Während die Bundesbehörden ihre Umsetzungsbemühungen vorantreiben, verfeinern die Gesetzgeber des Senats weiterhin spezifische Bestimmungen im GENIUS Act selbst. Eine lange Diskussion zwischen Vertretern des Bankensektors und Kryptowährungsbefürwortern über renditebringende Stablecoins dauert seit mehreren Monaten an. Die Gesetzgeber haben angedeutet, dass sie sich einer Lösung in dieser Angelegenheit nähern, obwohl die Gesetzgebung noch nicht zu Anhörungen im Ausschuss übergegangen ist. Nach einer Pause werden die Kongresssitzungen später in dieser Woche wieder aufgenommen. Der von der FDIC vorgeschlagene Rahmen bleibt vorläufig, bis die Regulierungsbehörden ihre Prüfung der öffentlichen Eingaben und den Entwurf endgültiger Vorschriften abgeschlossen haben. Dieser Zeitrahmen wird sich voraussichtlich um mehrere weitere Monate verlängern.