Bundesbehörden könnten im Rahmen des neuen Plans des Weißen Hauses modifizierten Zugang zu Anthropic Mythos erhalten

Die US-Regierung ist bereit, wichtigen Bundesbehörden eine maßgeschneiderte Version des hochmodernen Mythos-KI-Modells von Anthropic vorzustellen, während sie die Komplexität der Nutzung eines Systems bewältigt, das neue Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit geweckt hat. In einem aktuellen Memo informierte Gregory Barbaccia, der Chief Information Officer des Bundes, hochrangige Technologie- und Cybersicherheitsbeamte über eine bevorstehende Ankündigung bezüglich eines möglichen Zugriffs auf das Modell, die in den kommenden Wochen veröffentlicht werden soll.
Obwohl die Einzelheiten der Einführung unklar bleiben, deutet das Memo auf die Entwicklung robuster Schutzmaßnahmen hin, um potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Einführung des Modells zu mindern. Das Kommuniqué, das an Spitzenbeamte aus verschiedenen Ministerien, darunter Verteidigung, Finanzministerium und Heimatschutz, verteilt wurde, unterstreicht die Begeisterung der Regierung, das Potenzial von Grenz-KI-Systemen zu nutzen, um die Cyber-Verteidigungsfähigkeiten des Bundes zu stärken.
Insbesondere hat das Finanzministerium versucht, Mythos zur Identifizierung von Software-Schwachstellen zu nutzen, wie Bloomberg am 14. April berichtete. Diese Entwicklung ist besonders bedeutsam, da es sich bei Mythos nicht um ein kommerziell erhältliches Modell, sondern um eine begrenzte Forschungsvorschau handelt, die Anthropic am 7. April im Rahmen seiner Project Glasswing-Initiative eingeführt hat. Das Unternehmen hat betont, dass Mythos über eine beispiellose Stärke in der Cybersicherheit verfügt und genau deshalb unter strenger Kontrolle steht.
Im Rahmen des Project Glasswing arbeitet Anthropic mit einer ausgewählten Gruppe von Partnern zusammen, um Mythos zu nutzen, um die Sicherheit kritischer Software zu verbessern und Institutionen auf die potenziellen Risiken und Vorteile bahnbrechender KI-Modelle vorzubereiten. Das Unternehmen führt laufende Gespräche mit US-Regierungsbeamten über Mythos und seine Cyber-Fähigkeiten, wobei der Schwerpunkt auf dem Schutz kritischer Infrastruktur liegt, die als nationale Sicherheitspriorität gilt.
Die eingeschränkte Veröffentlichung von Mythos folgt weit verbreiteten Bedenken sowohl in Regierungs- als auch in Finanzkreisen, ausgelöst durch Warnungen von Finanzminister Scott Bessent und dem Vorsitzenden der US-Notenbank Jerome Powell hinsichtlich der potenziellen Risiken, die mit dem Modell verbunden sind. In einer aktuellen Entwicklung hat Anthropic Claude Opus 4.7 veröffentlicht, ein Modell, das weniger leistungsfähig als Mythos ist, aber über integrierte Sicherheitsmaßnahmen verfügt, um risikoreiche Cybersicherheitsanfragen zu erkennen und zu blockieren. Das Unternehmen beabsichtigt, Lehren aus dem realen Einsatz von Opus 4.7 zu ziehen, um die potenziell breitere Veröffentlichung von Modellen der Mythos-Klasse zu unterstützen.
Diese jüngste Entwicklung ist besonders bemerkenswert, da die US-Regierung zuvor Bundesbehörden angewiesen hatte, die Nutzung der Technologie von Anthropic einzustellen, wie Trump am 27. Februar angekündigt hatte. Die neuen Diskussionen um Mythos deuten darauf hin, dass die Behörden möglicherweise versuchen, die Technologie von Anthropic, wenn auch auf kontrollierte Weise, insbesondere für Cybersicherheitsanwendungen wieder einzuführen.