Das Beige Book der Federal Reserve zeigt eine stabile Beschäftigung und einen steigenden Inflationsdruck

Das neueste Beige Book der Federal Reserve zeigt, dass die US-Wirtschaft immer noch wächst, wenn auch nur moderat, während der Inflationsdruck immer schwerer zu ignorieren ist. Dem am 3. Juni veröffentlichten Bericht zufolge stieg die Wirtschaftsaktivität in zehn der zwölf Federal Reserve Districts leicht bis moderat an. Ein Bezirk meldete einen leichten Rückgang, während ein anderer keine Veränderung meldete. Das größere Problem waren die Preise, die insgesamt moderat bis stark stiegen, wobei die meisten Bezirke eine höhere Inflation meldeten als im vorherigen Bericht. Die Zahlen hinter der Erzählung „The Beige Book“ ist eine qualitative Umfrage zu Geschäftskontakten in allen zwölf Fed-Bezirken, die aus anekdotischen Berichten und nicht aus harten Wirtschaftsdaten zusammengestellt wurde. Die Ausgabe vom Mai 2026 wurde von der Federal Reserve Bank of Kansas City anhand von Informationen erstellt, die am oder vor dem 27. Mai gesammelt wurden. Das verarbeitende Gewerbe stach als einer der stärkeren Bereiche hervor. Neun Bezirke meldeten leichte bis starke Zuwächse bei der Produktionstätigkeit, während nur einer einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorzeitraum meldete. Die Nachfrage wurde durch Faktoren wie verteidigungsbezogene Aktivitäten und den Ausbau von Rechenzentren gestützt.
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Die Beschäftigung hat sich kaum verändert. Elf der zwölf Bezirke meldeten kaum oder gar keine Veränderungen bei der Beschäftigung, während ein Bezirk ein bescheidenes Wachstum verzeichnete. Das Lohnwachstum wurde als moderat bis moderat beschrieben und entsprach weitgehend der Inflation, obwohl einige Bezirke häufigere Anpassungen der Lebenshaltungskosten meldeten, da die Treibstoff- und Haushaltskosten stiegen. Beim Inflationsbild wird es ungemütlich. Die Preise stiegen insgesamt moderat bis stark, wobei die meisten Bezirke eine stärkere Inflation meldeten als im vorherigen Beige Book. Der Haupttreiber waren die mit dem Konflikt im Nahen Osten verbundenen Energiekosten, die sich auf Versand, Verpackung, Lebensmittel und Düngemittel auswirkten. Unternehmen berichteten auch, dass die Kosten für den Arbeitsaufwand schneller stiegen als die Verkaufspreise, was zu einem Druck auf die Margen führte. Die Verbraucherausgaben spiegelten die Ungleichmäßigkeit der aktuellen Wirtschaft wider. Haushalte mit höherem Einkommen blieben widerstandsfähig und reagierten weniger empfindlich auf Preiserhöhungen, während Verbraucher mit mittlerem Einkommen Berichten zufolge ihr Budget stärker ausreizten, bevor sie etwas ausgab. Verbraucher mit geringerem Einkommen zeigten eine größere finanzielle Belastung, mit Berichten über eine höhere Kreditkartennutzung, weniger Besuche im Einzelhandel und eine stärkere Nachfrage nach lebensnotwendigen Gütern. Warum der Fed die Hände gebunden sind Das Beige Book fängt einen schwierigen politischen Hintergrund ein. Die Beschäftigung stagniert weitgehend, die Geschäftsstimmung ist vorsichtig und die Verbraucherausgaben werden zunehmend durch das Einkommen geteilt. Gleichzeitig nimmt der Preisdruck stärker zu als im vorherigen Bericht. Diese Kombination erschwert den Weg der Fed. Das Wachstum ist nicht stark genug, um eine restriktivere Politik zu ermöglichen, aber die Inflation ist nicht sanft genug, um Zinssenkungen problemlos zu ermöglichen. Die energiebedingte Inflation stellt eine weitere Herausforderung dar, da die Zentralbanken nur begrenzte Macht über Angebotsschocks im Zusammenhang mit geopolitischen Konflikten haben. Was dies für Krypto-Investoren bedeutet: Das Beige Book enthielt keine Hinweise auf Krypto, digitale Vermögenswerte oder Blockchain-Protokolle. Dennoch sind die makroökonomischen Aspekte für Risikoanlagen von Bedeutung. Anhaltende Inflation bei stagnierendem Beschäftigungswachstum macht es schwieriger, kurzfristige Zinssenkungen zu rechtfertigen, wodurch die Kapitalkosten hoch bleiben. Dies belastet in der Regel spekulative Vermögenswerte, einschließlich Kryptowährungen, da es die Liquidität verringert und sicherere, renditeträchtige Vermögenswerte attraktiver macht. Der energiegetriebene Charakter des aktuellen Inflationsdrucks fügt noch ein weiteres Problem hinzu. Sollten sich höhere Treibstoff- und Versandkosten weiterhin auf die Verbraucherpreise auswirken, könnte die Fed gezwungen sein, auch bei einer Verlangsamung des Wachstums vorsichtig zu bleiben. Beobachtenswert ist auch die Divergenz bei den Konsumausgaben. Wenn sich Verbraucher mit niedrigem und mittlerem Einkommen weiterhin zurückziehen, könnte dies letztendlich das allgemeine Wirtschaftswachstum beeinträchtigen. Ein langsameres Wachstum und eine hartnäckige Inflation würden Bedenken hinsichtlich einer Stagflation hervorrufen, eine schwierige Situation für Märkte, die auf einfache Liquidität und Risikobereitschaft angewiesen sind.