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Finanzbehörden in Ruanda warnen vor möglichen Fallstricken bei Peer-to-Peer-Transaktionen digitaler Vermögenswerte in lokaler Währung

Quelle
cryptonewstrend.com
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Finanzbehörden in Ruanda warnen vor möglichen Fallstricken bei Peer-to-Peer-Transaktionen digitaler Vermögenswerte in lokaler Währung

Ruandas Nationalbank gab diese Woche eine öffentliche Warnung heraus und teilte den Bürgern mit, dass der Peer-to-Peer-Kryptohandel mit dem ruandischen Franc nicht autorisiert sei, nachdem Bybit drei Tage zuvor FRW-Unterstützung zu seiner P2P-Plattform hinzugefügt hatte.

Wichtige Erkenntnisse:

Die Nationalbank von Ruanda warnte am 5. April 2026, dass die neue FRW-P2P-Funktion von Bybit gegen die Kryptoregeln des Landes verstößt.

NBR-lizenzierten Banken ist es untersagt, FRW in Krypto umzuwandeln, so dass den Benutzern kein Rechtsanspruch für Verluste bleibt.

Ruandas Kabinett genehmigte am 4. März 2026 einen Entwurf eines VASP-Lizenzrahmens, der die Krypto-Zugriffsregeln neu gestalten könnte.

Die Nationalbank von Ruanda gibt eine Warnung vor Kryptowährungen heraus

Die Nationalbank von Ruanda, auch bekannt als BNR, veröffentlichte auf Die Bank erklärte, dass der ruandische Franc nach wie vor das einzige gesetzliche Zahlungsmittel des Landes sei und dass Krypto-Assets nach geltendem Recht nicht als Zahlungsmittel anerkannt seien.

Bybit gab am 2. April 2026 bekannt, dass der ruandische Franc auf seiner P2P-Handelsplattform verfügbar ist. Die Börse förderte die Einführung mit Belohnungen für neue Benutzer und zweiwöchentlichen Provisionen für Händler, die bereit sind, den Handel zu erleichtern.

Die Antwort des BNR war direkt. Darin hieß es, dass NBR-lizenzierten Finanzinstituten die Umwandlung von FRW in Krypto-Assets oder umgekehrt untersagt sei. Es wurde außerdem bestätigt, dass die Verwendung von Kryptowährungen zum Kauf von Waren und Dienstleistungen in Ruanda nicht zulässig ist und dass die Tätigkeit als Händler oder Vermittler bei FRW-bezogenen P2P-Geschäften nicht zulässig ist.

Die Bank warnte, dass jeder, der sich an solchen Transaktionen beteiligt, dies „vollständig auf eigenes Risiko tut“ und keinen Rechtsschutz oder Rückgriff im Falle eines Verlustes hat.

In Ruanda gelten seit etwa 2018 Beschränkungen für Kryptozahlungen und FRW-Konvertierungen. Die Erklärung des BNR vom 5. April ist kein neues Verbot. Es handelt sich um eine öffentliche Bekräftigung bestehender Regeln, ausgelöst durch einen laut offiziellen Angaben hochkarätigen Werbestoß von Bybit.

Der Beitrag der Zentralbank wurde an den X-Beitrag von Bybit angehängt, der anschließend entfernt wurde.

Andere internationale Börsen, darunter Binance und Remitano, bieten seit Jahren FRW-Handelspaare an, ohne dass die Regulierungsbehörden darauf reagierten. Die öffentliche Werbung von Bybit scheint bei den Behörden eine deutlichere Reaktion hervorgerufen zu haben.

Bis zum 7. April 2026 hatte Bybit keine öffentliche Antwort auf die BNR-Warnung herausgegeben. Die Warnung kommt, während Ruanda seine eigene Initiative für digitale Währungen vorantreibt. Die Nationalbank hat einen Proof-of-Concept für einen E-Franc, eine digitale Währung der Zentralbank, abgeschlossen und startet ein 12-monatiges inländisches Pilotprojekt. Der Ansatz der Regierung zielt eher auf staatlich kontrollierte digitale Zahlungen als auf die Integration in private Kryptonetzwerke.

Das ruandische Kabinett hat am 4. März 2026 einen Entwurf für ein Lizenzierungsrahmenwerk für Anbieter virtueller Asset-Dienste genehmigt. Die Ruanda Capital Markets Authority hat den Entwurf veröffentlicht, der Verbote für Krypto-Mining, Mixer-Dienste und an den Franken gebundene Token enthält. Der Gesetzentwurf ist im Parlament angekommen. Nach der Verabschiedung könnten für nicht lizenzierte Betriebe Geldstrafen oder andere Strafen verhängt werden.

Im Entwurf des Virtual Asset Service Provider (VASP)-Frameworks heißt es ausdrücklich, dass Krypto-Assets kein gesetzliches Zahlungsmittel sind. Es eröffnet lizenzierten Betreibern den Weg, der regulierten Börsen schließlich einen legalen Zugang zum Markt ermöglichen könnte, obwohl Krypto voraussichtlich vorerst außerhalb des formellen Zahlungssystems Ruandas bleiben wird.

Ruanda rangiert in den weltweiten Krypto-Einführungsindizes relativ weit unten, ein Ergebnis, das die jahrelange restriktive Politik bei Zahlungen und Umrechnungen mit dem Franken widerspiegelt. Ruandische Benutzer, die weiterhin Krypto über P2P-Plattformen handeln, tun dies außerhalb jedes regulatorischen Rahmens. Die Botschaft des BNR ist klar: Für Verluste durch Betrug, Plattformausfälle oder Streitigkeiten gibt es nach den geltenden Regeln keinen Rechtsbehelf.