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Ehemaliger Google-Mitarbeiter wird wegen illegaler Gewinne aus durchgesickerten Informationen auf der Wettplattform angeklagt

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Ehemaliger Google-Mitarbeiter wird wegen illegaler Gewinne aus durchgesickerten Informationen auf der Wettplattform angeklagt

In einem verblüffenden Fall mutmaßlichen Insiderhandels wurde einem 36-jährigen Google-Softwareentwickler vorgeworfen, vertrauliche Suchtrenddaten ausgenutzt zu haben, um auf der Polymarket-Plattform einen unglaublichen Gewinn von 1,2 Millionen US-Dollar anzuhäufen. Die Bundesanwaltschaft hat Michele Spagnuolo wegen Warenbetrugs, Überweisungsbetrugs und Geldwäsche angeklagt und behauptet, er habe seinen Zugriff auf sensible interne Daten bei Google ausgenutzt, um seine Wettstrategie zu beeinflussen.

Unter dem Pseudonym „AlphaRacoon“ setzte Spagnuolo Berichten zufolge Ende 2025 über 2,7 Millionen US-Dollar auf Polymarket und bewies damit ein ausgeprägtes Gespür für Markttrends. Eine seiner bemerkenswertesten Wetten war auf den Künstler D4vd, auch bekannt als David Anthony Burke, von dem er richtig voraussagte, dass er im Jahr 2025 die meistgesuchte Person bei Google sein würde. Diese Vorhersage erwies sich als zutreffend, nachdem die Verhaftung von D4vd einen massiven Anstieg des Suchvolumens auslöste.

Die Staatsanwälte behaupten, Spagnuolo habe versucht, die Quelle seiner illegalen Gewinne zu verschleiern, indem er finanzielle Mischdienste und Token-Swaps nutzte, Taktiken, die üblicherweise zum Waschen von Kryptowährungserlösen eingesetzt werden. Nach seinem Erscheinen vor Gericht wurde Spagnuolo gegen eine Kaution in Höhe von 2,25 Millionen US-Dollar freigelassen und vorübergehend von seiner Position bei Google beurlaubt.

Dieser hochkarätige Fall stellt den zweiten Fall von mutmaßlichem Insiderhandel auf Polymarket in den letzten Monaten dar und veranlasste den Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses, eine Untersuchung des regulatorischen Rahmens rund um Prognosemärkte einzuleiten. Die Untersuchung des Ausschusses zielt darauf ab, festzustellen, ob das aktuelle regulatorische Umfeld ausreicht, um solche Vorfälle zu verhindern.

Der Fall Spagnuolo hat erhebliche Auswirkungen auf den Prognosemarkt und kann potenzielle Konsequenzen für Investoren und die Branche insgesamt haben. Der Ausgang seines Prozesses, der mit erheblichen Haftstrafen verbunden ist, dürfte als Maßstab für künftige Debatten über die Notwendigkeit strengerer Vorschriften im Prognosemarktsektor dienen. Die Commodity Futures Trading Commission hat bereits Maßnahmen gegen Polymarket ergriffen, und dieser Fall könnte eine weitere Prüfung der Aktivitäten der Plattform nach sich ziehen. Da sich die Regulierungslandschaft weiter weiterentwickelt, werden Investoren und Interessenvertreter der Branche die Entwicklungen im Fall Spagnuolo genau beobachten.

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