Ehemaliger Ripple-Tech-Chef äußert sich über den mysteriösen Bitcoin-Gründer

David Schwartz von Ripple sah die Schlagzeile und konnte nicht widerstehen. „Endlich haben wir die endgültige Antwort, die die Debatte mit Sicherheit für immer beenden wird“, schrieb der CTO von Ripple auf X, nachdem die New York Times eine ihrer Meinung nach 18-monatige Untersuchung der Identität des Bitcoin-Erfinders veröffentlicht hatte.
Ob das eine echte Anerkennung, trockener Sarkasmus oder etwas dazwischen war, ist wirklich unklar. Schwartz ging nicht näher darauf ein. Seitdem debattiert die Krypto-Community über den Ton, und das könnte genau der Punkt gewesen sein.
Was die Untersuchung tatsächlich behauptet
Der mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Journalist John Carreyrou untersuchte 18 Monate lang die Identität von Satoshi Nakamoto, dem pseudonymen Schöpfer von Bitcoin, und kam zu dem Schluss, dass Adam Back, der britische Kryptograph und CEO von Blockstream, der wahrscheinlichste Kandidat ist.
Der Bericht stützte sich auf die Analyse von über 134.000 Nachrichten von Cypherpunk-Mailinglisten und untersuchte Schreibstile, technische Ideen, Zeitpläne und Kommunikationsmuster von Hunderten von frühen Mitwirkenden.
Die Community-Reaktion
Die Reaktion im Kryptobereich war gemischt. In einem XRP-Community-Konto heißt es, dass Back seit Jahren einer der Hauptverdächtigen sei, ohne dass es jemals endgültige Beweise gegeben habe. Ein anderer antwortete auf den Thread einfach mit „Es ist David“ und zeigte auf Schwartz selbst, was sein eigenes Engagement hervorrief.
Eine zweite Antwort ging noch weiter und stellte die Frage, ob Satoshi selbst heute überhaupt die gleichen Ansichten vertritt: „Sie denken, Satoshi hätte keine seiner Ansichten darüber geändert, was Bitcoin sein sollte, basierend auf dem, was in den letzten 15 Jahren in diesem Bereich passiert ist“, sagte David.
Carreyrous ursprünglicher Beitrag, in dem er die Ermittlungen als ein endgültiges Ende der Debatte darlegte, wurde über 214.000 Mal aufgerufen, wobei die Antworten von echter Neugier bis hin zu glatter Entlassung reichten.
Zurück sagt Nein
Adam Back bestritt, Satoshi zu sein, und beschrieb die Ergebnisse als Zufall und natürliche Überschneidung zwischen Menschen, die den gleichen Cypherpunk-Hintergrund und die gleichen Einflüsse teilten. Er wies auch darauf hin, dass aufgrund seiner großen Anzahl an veröffentlichten Arbeiten statistisch gesehen die Wahrscheinlichkeit, dass zufällige stilistische Ähnlichkeiten in einer ausreichend detaillierten Analyse auftauchen, größer sei.