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FTC sendet Compliance-Schreiben an Amazon, Alphabet und Apple zum Take It Down Act

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FTC sendet Compliance-Schreiben an Amazon, Alphabet und Apple zum Take It Down Act

Die Federal Trade Commission hat gerade Big Tech darauf aufmerksam gemacht. Die Behörde schickte Compliance-Schreiben an mehr als ein Dutzend große Technologieunternehmen, darunter Amazon, Alphabet und Apple, und forderte sie auf, die Anforderungen des Take It Down Act einzuhalten.

Das als TIDA bekannte Gesetz zielt auf die Verbreitung nicht einvernehmlicher intimer Bilder ab, der höflichen juristischen Bezeichnung für das, was die meisten Menschen als Racheporno bezeichnen. Auf Englisch: Wenn jemand ohne Ihre Erlaubnis intime Bilder von Ihnen veröffentlicht, sind Plattformen jetzt gesetzlich verpflichtet, diese auf Anfrage zu entfernen und zu verhindern, dass sie wieder auftauchen.

Was der Take It Down Act eigentlich vorschreibt

Der Take It Down Act schafft ein klares Mandat für Online-Plattformen. Wenn eine Person die Entfernung nicht einvernehmlicher intimer Bilder verlangt, muss die Plattform dem nachkommen. Es muss außerdem Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass dieselben Bilder erneut hochgeladen werden.

Die Empfänger der Briefe der FTC decken ein breites Spektrum des Technologie-Ökosystems ab. Amazon, Alphabet und Apple sind die Top-Namen, aber die Liste umfasst auch Automattic (das Unternehmen hinter WordPress), die Dating-Plattformen Bumble und Match Group sowie die Gaming-nahe Chat-Plattform Discord.

Das Spielbuch der FTC: Briefe vor Klagen

Die FTC verwendet als ersten Schritt Abmahnungen, um den Unternehmen ein Zeitfenster zu geben, ihren Kurs zu korrigieren, bevor die Durchsetzungsmaßnahmen eskalieren. In der Vergangenheit haben diese Briefe zu schnellen Korrekturen geführt, ohne dass ein Rechtsstreit erforderlich war. Die Behörde hat in der Vergangenheit ähnliche Taktiken gegen Amazon und Walmart angewandt, und in den meisten Fällen haben die Unternehmen ihre Praktiken stillschweigend angepasst, anstatt die Geduld der FTC vor Gericht auf die Probe zu stellen.

Ein breiteres Muster der Big-Tech-Untersuchung

Diese Briefe sind Teil einer mehrjährigen Verschärfung des regulatorischen Drucks auf große Technologieunternehmen, der seit mindestens 2019 zunimmt.

Im Jahr 2020 setzte die Agentur Transparenzanforderungen für nicht gemeldete Übernahmen durch und verlangte, dass große Plattformen Deals offenlegen, über die sie zuvor Stillschweigen bewahrt hatten. Kartellrechtliche Untersuchungen gegen Amazon, Alphabet und Apple deckten alles ab, von Marktplatzpraktiken über App-Store-Richtlinien bis hin zur Suchdominanz.

Keines der in den Briefen der FTC genannten Unternehmen verzeichnete im Zusammenhang mit der Ankündigung nennenswerte Kursrückgänge. Das steht in krassem Gegensatz zu früheren Kartellverfahren, bei denen bereits die Ankündigung einer Untersuchung die Marktkapitalisierung eines Unternehmens um Prozentpunkte schmälern konnte.

Die am stärksten exponierten Unternehmen sind nicht unbedingt die größten. Amazon, Alphabet und Apple verfügen über die Ressourcen und Rechtsteams, um sich schnell anzupassen. Kleinere Empfänger wie Bumble, Discord und Automattic können mit proportional höheren Kosten für den Aufbau der technischen Systeme konfrontiert sein, die zum Erkennen und Blockieren von erneuten Uploads erforderlich sind.

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