GameStop (GME)-Aktie: Moody’s schlägt Alarm wegen der Schuldenlast bei eBay-Akquisitionen

Inhaltsverzeichnis Der ehrgeizige Versuch von GameStop, eBay im Wert von 56 Milliarden US-Dollar zu kaufen, ist auf ein gewaltiges Hindernis gestoßen: eine überwältigende Schuldenlast. GameStop Corp., GME Die GME-Aktie dominiert die Investorendiskussionen, seit CEO Ryan Cohen seinen unaufgeforderten Übernahmevorschlag bekannt gegeben hat. Nachdem der eBay-Vorstand das Angebot mit der Begründung, es fehle an Glaubwürdigkeit und Attraktivität, entschieden abgelehnt hatte, kündigte Cohen seine Absicht an, einen feindlichen Übernahmepfad einzuschlagen, indem er sich direkt an die eBay-Aktionäre wandte. Der vorgeschlagene Transaktionsrahmen sieht eine 50:50-Aufteilung zwischen Bargeld und Eigenkapital vor. Mit einem Wert von 56 Milliarden US-Dollar stellt dies einen der umfangreichsten geplanten Deals in der Geschichte des digitalen Handels dar – und angesichts der aktuellen Finanzlage von GameStop einen enormen finanziellen Sprung für einen Einzelhändler. Moody’s Aufschlüsselung der Zahlen zeichnet ein herausforderndes Bild. eBay verfügt derzeit über ausstehende Schulden in Höhe von etwa 7,2 Milliarden US-Dollar bei einem EBITDA von etwa 3,1 Milliarden US-Dollar in den letzten zwölf Monaten, was einer Bruttoverschuldung von etwa dem 2,3-fachen entspricht. Das ist isoliert nachhaltig. Wenn man jedoch zusätzlich zu GameStops aktueller Schuldenlast von etwa 4,2 Milliarden US-Dollar Akquisitionsfinanzierungen in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar hinzufügt, steigt die konsolidierte Schuldenverpflichtung auf etwa 31,4 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 400 % im Vergleich zur bestehenden Kapitalstruktur von eBay. Den Prognosen von Moody’s zufolge könnten die jährlichen Zinsaufwendungen für diese neuen Schulden 1 Milliarde US-Dollar übersteigen. Zum Vergleich: eBay erwirtschaftete im Jahr 2025 etwa 900 Millionen US-Dollar an freiem Cashflow. GameStop steuerte im letzten Geschäftsjahr etwa 600 Millionen US-Dollar bei. Selbst wenn man sie aggregiert, stellt die finanzielle Arithmetik Herausforderungen dar – insbesondere wenn man die Vorabinvestitionen berücksichtigt, die erforderlich sind, um die von GameStop beschriebenen Synergien zu nutzen. GameStop geht davon aus, dass innerhalb von zwölf Monaten nach Abschluss jährliche Kostensynergien in Höhe von etwa 2 Milliarden US-Dollar erzielt werden können. Der Großteil dieser Einsparungen – 60 % – würde durch Kürzungen der Vertriebs- und Marketingausgaben erzielt werden, wobei die restlichen Kürzungen auf die allgemeinen Verwaltungskosten und die Produktentwicklung verteilt würden. Moody’s schätzt, dass sich die Verschuldungsquote bei vollständiger Realisierung der Synergien auf etwa das 3,25-fache verbessern könnte, das Ausführungsrisiko bleibt jedoch erheblich. Die Sicherstellung einer Investment-Grade-Kreditwürdigkeit für das fusionierte Unternehmen wurde als wahrscheinliche Voraussetzung für den Abschluss der Transaktion identifiziert. Bloomberg berichtete, dass dieses Ergebnis angesichts der erheblichen Hebelwirkung weiterhin fraglich sei. Diese Unklarheit hat reale Konsequenzen. Ohne Investment-Grade-Ratings würden die Finanzierungskosten explodieren und die ohnehin bereits eingeschränkte Dynamik des freien Cashflows weiter belasten. GameStop hat diskret etwa 5 % der Anteile an eBay erworben und bietet so die Möglichkeit, sein Angebot direkt bei den Aktionären voranzutreiben. Diese Positionierung schafft die Grundlage für einen möglichen Proxy-Wettbewerb auf der kommenden Jahrestagung von eBay. In einer bemerkenswerten Entwicklung hat der prominente Investor Michael Burry seine GameStop-Beteiligungen vollständig veräußert und dabei seine Besorgnis über die Verschuldungsquoten und eine mögliche Verwässerung der Aktionäre zum Ausdruck gebracht. Berichte über Insider-Verkaufsaktivitäten haben die Darstellung der Transaktion noch komplizierter gemacht. GameStop reichte vor diesem Angebot Unterlagen ein, um die Zahl seiner genehmigten Klasse-A-Aktien zu erhöhen, ein Schritt, den einige Marktteilnehmer als Grundlage für eine aktienbasierte Transaktionsfinanzierung interpretieren. Die Umstände entwickeln sich weiter. Zu den wichtigsten Entwicklungen, die es zu überwachen gilt, gehören etwaige Änderungen an den Angebotsbedingungen von GameStop, Fortschritte bei der Einholung von Stimmrechtsvertretern oder Ankündigungen bezüglich Kofinanzierungspartnern.