Untersuchungen zeigen, dass globale Turbulenzen in der Vergangenheit zu einem Anstieg des Bitcoin-Werts führten und traditionelle Vermögenswerte wie Gold und Aktien in den Schatten stellten.

Eine umfassende Analyse von Mercado Bitcoin, einer bekannten Kryptowährungsbörse in Brasilien, hat einen faszinierenden Trend aufgedeckt. Nach schweren globalen Krisen übertrifft Bitcoin tendenziell traditionelle Vermögenswerte wie Gold und weist über einen Zeitraum von zwei Monaten eine überlegene Performance auf. Diese Entdeckung wurde von Rony Szuster gemacht, dem Forschungsleiter der Börse, der eine Studie leitete, in der 60-Tage-Fenster nach großen wirtschaftlichen und geopolitischen Umwälzungen, einschließlich der COVID-19-Pandemie und Eskalationen der US-Handelszölle, untersucht wurden.
Die Ergebnisse zeigen, dass Bitcoin in den 60 Tagen nach diesen Krisen durchweg höhere Renditen erzielte als Gold und der S&P 500. Beispielsweise stieg der Bitcoin-Preis nach der Einführung umfassender Zölle durch die Trump-Regierung im April letzten Jahres in den folgenden 60 Tagen um 24 %, während Gold um 8 % stieg und der S&P 500 lediglich um 4 % zulegte. Ein ähnliches Muster zeigte sich im März 2020, zu Beginn der COVID-19-Pandemie, wobei Bitcoin einen Anstieg von 21 % verzeichnete und damit die anderen Vermögenswerte übertraf.
Laut Szuster kann es trügerisch sein, die Performance von Bitcoin zu früh nach einer Krise einzuschätzen, da die ersten Marktreaktionen häufig mit einem Kampf um Liquidität einhergehen, was zu Ausverkäufen und einem vorübergehenden Rückgang selbst defensiver Vermögenswerte führt. Die Daten deuten jedoch darauf hin, dass sich Bitcoin kontinuierlich erholt hat und damit seine Widerstandsfähigkeit gegenüber der Unsicherheit unter Beweis gestellt hat. Dieser Trend scheint sich im aktuellen Konflikt zwischen den USA und dem Iran zu wiederholen, wobei Bitcoin als einziger Vermögenswert unter den dreien im positiven Bereich bleibt.
Die Zahlen stützen diese Beobachtung: Bitcoin ist seit Beginn des Konflikts um über 2,2 % gestiegen, von etwa 65.800 $ auf 67.300 $. Im Gegensatz dazu ist Gold um etwa 11 % eingebrochen, während der S&P 500 einen Verlust von 4,4 % hinnehmen musste, was den stärksten monatlichen Rückgang seit 2022 darstellt. Trotz seines Rufs für Volatilität weist Szuster darauf hin, dass Bitcoin im letzten Jahrzehnt der Vermögenswert mit der besten Wertentwicklung war, was sein Potenzial als sicherer Hafen in Krisenzeiten unterstreicht.