Hedgefonds verzeichnen den größten Netto-Leerverkauf bei globalen Aktien seit 13 Jahren: Goldman Sachs

Hedge-Fonds sind gegenüber globalen Aktien recht pessimistisch eingestellt, da die zunehmenden geopolitischen Spannungen die Risikobereitschaft weiterhin verschlechtern.
Den Daten von Goldman Sachs zufolge haben die Fonds im vergangenen Monat globale Aktien im aggressivsten Tempo seit 13 Jahren leerverkauft.
„Hedgefonds verzeichneten letzten Monat die GRÖSSTE Netto-Short-Positionierung in globalen Aktien seit 13 JAHREN“, schrieb Global Markets Investor.
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Short-Positionierung von Hedgefonds auf globale Aktien. Quelle: X/Global Markets Investor
Die Leerverkäufe übertrafen die Long-Käufe im Verhältnis 7,6 zu 1. Darüber hinaus konzentrierten sich rund 76 % dieser Leerverkäufe auf Index- und ETF-Produkte. In den USA notierte ETF-Shorts stiegen um 17,2 %, angeführt von Large-Cap-Aktien-ETFs.
Der Bruttohebel, der den kombinierten Wert von Long- und Short-Positionen misst, erreichte einen neuen Höchststand. Der Nettoverschuldungsgrad ging jedoch zurück. Diese Divergenz deutet darauf hin, dass die Fonds ihre Portfolios stark in Richtung Short-Positionen umstrukturierten, anstatt die Gesamtgröße durch direkte Verkäufe zu reduzieren.
Dennoch fehlte der Verkauf nicht ganz. Jüngste Daten zeigen, dass institutionelle Anleger in einer einzigen Woche US-Aktien im Wert von 4,2 Milliarden US-Dollar abgestoßen haben, sodass sich die kumulierte Gesamtsumme über sieben Wochen auf minus 17,7 Milliarden US-Dollar beläuft. Allein bei einzelnen Aktien kam es im Berichtszeitraum zu Abflüssen in Höhe von 5,9 Milliarden US-Dollar.
Unterdessen hat die extreme Einseitigkeit der aktuellen Positionierung ihre eigenen Implikationen.
„Mit dieser extremen Positionierung erhöht sich das Risiko eines Short-Squeeze, und der Markt könnte schon bei einer leicht positiven Schlagzeile in die Höhe schnellen“, heißt es in dem Beitrag.
Die konzentrierte Short-Positionierung bedeutet also, dass jeder Katalysator für Entspannung, sei es eine geopolitische Deeskalation oder eine Änderung der geldpolitischen Erwartungen, die Preise in die Höhe treiben könnte.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob diese Short-Wetten eine echte Überzeugung über sich verschlechternde Fundamentaldaten oder eine vorübergehende Absicherung widerspiegeln, die sich beim ersten Anzeichen einer Stabilisierung umkehrt.