Wiederschließung von Hormuz: Dies könnte den nächsten Bitcoin-Short-Squeeze befeuern

Gerade als die Märkte die Wiedereröffnung der Straße von Hormus eingepreist hatten, änderte Iran seinen Kurs. Am 18. April gab das Korps der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) bekannt, dass die strategische Wasserstraße erneut geschlossen wurde, weniger als 24 Stunden nachdem ihr Außenminister sie für vollständig geöffnet erklärt hatte.
Bitcoin, das bei der ersten Erholungsrallye über 78.000 US-Dollar gestiegen war, fiel wieder in Richtung 76.000 US-Dollar.
Doch hinter der unmittelbaren Volatilität verbirgt sich ein wichtigeres Szenario: ein zutiefst negatives Finanzierungsumfeld, das die nächste Schließungsschlagzeile zum Auslöser für einen noch größeren Short Squeeze machen könnte.
Was die Wochen- und Tages-Charts verraten
Der wöchentliche $BTC/USD-Chart (Binance) zeigt, dass Bitcoin bei 74.980,32 $ gehandelt wird. Der parabolische SAR (0,02, 0,02, 0,2) bleibt unter dem Preis, eine bullische Konfiguration, die seit dem Ausbruch über 70.000 $ Ende März intakt ist.
BTCUSD-Wochenchart. Quelle: TradingView.
Der MACD (12, 26, 5) zeigt 523,05 an, was bestätigt, dass im höheren Zeitrahmen immer noch ein Aufwärtsmomentum vorhanden ist.
Der Preis hält sich über der Schlüsselmarke von 74.000 US-Dollar und die Struktur deutet darauf hin, dass der Aufwärtstrend gültig bleibt, solange Bitcoin über der Zone von 72.000 bis 74.000 US-Dollar bleibt.
Der tägliche $BTC/USD-Chart (Binance) bietet einen unmittelbareren Überblick über die Volatilität nach Hormuz.
Am 19. April wurde Bitcoin bei 75.020,84 US-Dollar gehandelt, was einem Rückgang von 1,04 % gegenüber der Sitzung entspricht, aber immer noch über dem kritischen Unterstützungsniveau von 73.442,28 US-Dollar liegt.
BTCUSD Tages-Chart. Quelle: TradingView.
Der parabolische SAR auf dem Tageskurs ist während des Rückzugs kurzzeitig über den Preis gestiegen, konvergiert nun aber, was darauf hindeutet, dass die kurzfristige Korrekturphase möglicherweise zu Ende geht.
Der MACD (12, 26, 9) zeigt ein positives Histogramm mit der MACD-Linie bei 491,26, was darauf hindeutet, dass die Aufwärtsdynamik nachlässt, sich aber nicht umkehrt.
Ein entscheidender Tagesschluss über 76.000 US-Dollar würde wahrscheinlich den Kauf in Richtung der Spanne von 78.000 bis 80.000 US-Dollar beschleunigen.
Warum die erneute Schließung einen größeren Engpass auslösen könnte
Trotz der erzwungenen Abwicklung am 17. April bleiben die Finanzierungsraten für Bitcoin-Perpetuals negativ, und das Leerverkaufszinsen ist wieder gestiegen, wobei Coinglass-Daten zeigen, dass etwa 913 Millionen US-Dollar an Leerverkäufen über 81.264 US-Dollar liegen.
Bitcoin-Gesamtliquidationsdiagramm. Quelle: Coinglass.
Jede positive Schlagzeile – eine vorübergehende Wiedereröffnung oder ein diplomatischer Durchbruch – könnte eine weitere Welle der Zwangsdeckung auslösen.
Der Markt ist nun darauf konditioniert, heftig auf Hormuz-Nachrichten zu reagieren, und die Short-Basis wurde nicht beseitigt.
Die institutionelle Nachfrage bietet einen Rückhalt
Trotz der geopolitischen Peitschenhiebe ist der institutionelle Appetit auf ein Bitcoin-Engagement robust geblieben.
Spot-Bitcoin-ETFs haben im April Zuflüsse in Höhe von 1,6 Milliarden US-Dollar angezogen, wobei sich die kumulierte Gesamtsumme laut IBIT von BlackRock auf 64,35 Milliarden US-Dollar beläuft.
Das offene Interesse an BTC-Futures stieg diese Woche auf 61 Milliarden US-Dollar, den höchsten Stand seit Monaten, was darauf hindeutet, dass anspruchsvolles Kapital immer noch auf Aufwärtspotenzial setzt, auch wenn die Stimmung im Einzelhandel weiterhin vorsichtig ist.
Die Divergenz zwischen institutioneller Akkumulation und Short-lastiger Derivate-Positionierung schafft die genauen Bedingungen für einen Engpass.
Die nächste Hormuz-Schlagzeile – egal in welche Richtung sie geht – könnte der Funke sein, der die nächste Liquidationskaskade auslöst. Die Frage ist nur, welche Seite des Handels unvorbereitet ertappt wird.
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