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Indische Behörden nehmen endlich einen schwer fassbaren Cyberdieb fest, der hinter langwierigen Ermittlungen zu digitalen Währungen steckt

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CryptoNewsTrend
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Indische Behörden nehmen endlich einen schwer fassbaren Cyberdieb fest, der hinter langwierigen Ermittlungen zu digitalen Währungen steckt

Die indische Strafverfolgungsbehörde (Enforcement Directorate, ED) hat am Samstag den Hauptverdächtigen in einem langjährigen Fall von Bitcoin-Diebstahl festgenommen und zwei Mitarbeiter mit ihm in Bengaluru festgenommen.

Die ED verhaftete Srikrishna, der Sriki heißt, zusammen mit Robin Khandeval und Sunish Hegde.

Lokalen Medien zufolge werden ihnen Vorwürfe im Zusammenhang mit einem Kryptowährungsbetrug im Wert von 11,5 Millionen Rupien, etwa 1,3 Millionen US-Dollar, vorgeworfen. Ein Sondergericht gewährte dem ED zehn Tage Haft, um tiefer zu graben.

Der Hack begann im Jahr 2017

Dieser Betrug geht auf das Jahr 2017 zurück. Damals drangen Sriki und sein Team angeblich in nationale und internationale Websites ein und erbeuteten Bitcoin.

Bei den gestohlenen Münzen handelte es sich um einen Fund aus einer Börse in Dubai, vermuten die Ermittler. Die Kryptowährung wurde dann an Personen mit politischen Verbindungen in Karnataka weitergegeben.

Sriki landete erstmals im November 2020 auf dem Radar der Strafverfolgungsbehörden. Er wurde verhaftet, weil er angeblich Hydro-Ganja im Dark Web mit Bitcoin gekauft hatte.

Indiens ED verfolgt diesen Bitcoin-Betrug schon seit Jahren. Die Polizei ermittelt wegen illegaler Kryptotransaktionen, Hackerangriffen und verschiedenen finanziellen Unregelmäßigkeiten.

Der Fall sorgte in Karnataka für großen politischen Aufruhr. Am 20. April führte die ED eine Razzia an zwölf Orten durch, die mit den Angeklagten und ihren Mitarbeitern in Verbindung standen.

Zu den Zielen zählen Orte, die mit Mohammed Haris Nalapad und Omar Farook Nalapad, den Söhnen von Shantinagar MLA N.A. Haris, in Verbindung stehen. Auch Mohammed Hakeeb Khan, Enkel des ehemaligen Unionsministers K. Rehman Khan, wurde in seiner Wohnung durchsucht.

Die ED geht davon aus, dass Mohammed Haris und Omar Farook am Ende Erlöse aus dem Verbrechen erhielten. Ermittler behaupten, dass die gehackten Bitcoins von der Dubai-Börse zu den Nalapads verschoben wurden. Die Agentur ist den digitalen Spuren nachgegangen.

Verdächtige Geldtransfers über die Bankkonten von Hakeeb Khan lösten auch bei ihm Hausdurchsuchungen aus. Transaktionen zwischen Khan und Sriki werden im Rahmen der umfassenderen Untersuchung noch untersucht.

Der Fall wurde zwischen den indischen Behörden herumgereicht

Die zentrale Kriminalitätsabteilung von Bengaluru kümmerte sich zunächst um den Bitcoin-Betrug. Dann wurde es an die Kriminalpolizei von Karnataka weitergeleitet.

Die ED übernahm schließlich die Kontrolle und nutzte das Geldwäschepräventionsgesetz, um Erlöse über Krypto-Wallets und traditionelle Bankkanäle zu verfolgen.

In einem anderen Fall verweigerte das Oberste Gericht von Himachal Pradesh kürzlich die Freilassung gegen Kaution für Abhishek Sharma. Ihm wird vorgeworfen, ein Krypto-MLM-Programm betrieben zu haben, das angeblich über 80.000 Investoren für 500 Crore Rupien oder etwa 3,6 Millionen US-Dollar abgezockt hat, wie Cryptopolitan zuvor berichtete. Das Gericht bezeichnete Wirtschaftsdelikte als „schwerwiegend“, weil sie die Wirtschaft beeinträchtigten.

Weltweit nehmen die Verluste durch Kryptobetrug weiter zu. Der jüngste Jahresbericht des FBI verzeichnete im Jahr 2025 in den gesamten Vereinigten Staaten Kryptowährungsverluste in Höhe von 11,4 Milliarden US-Dollar. Dies ist ein Anstieg von 22 % gegenüber dem Vorjahr, so die Berichterstattung von Cryptopolitan über den Bericht.

Indische Behörden nehmen endlich einen schwer fassbaren Cyberdieb fest, der hinter langwierigen Ermittlungen zu digitalen Währungen steckt