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Indiens SEBI testet tokenisierte Unternehmensanleihenabwicklungen im DLT-Pilotprojekt

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Indiens SEBI testet tokenisierte Unternehmensanleihenabwicklungen im DLT-Pilotprojekt

Indiens Marktregulierungsbehörde hat ein Pilotprojekt für tokenisierte Unternehmensanleihen vorangetrieben und testet, ob die Distributed-Ledger-Technologie die Liquidität und Abwicklungseffizienz auf den Schuldenmärkten des Landes verbessern kann.

Tuhin Kanta Pandey, Vorsitzender des Securities and Exchange Board of India, sagte am Rande des CareEdge Debt Market Summit am 26. Mai in Mumbai, dass die Regulierungsbehörde eine Pilotinitiative genehmigt habe, die den Einsatz der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) für den Handel und die Abwicklung von Unternehmensanleihen prüfen wird.

BREAKING: 🇮🇳 SEBI startet Pilotprojekt für tokenisierte Unternehmensanleihen, um die Transparenz zu verbessern und die Beteiligung der Anleger zu erhöhen. pic.twitter.com/G6ogMUmcW2

– Crypto India (@CryptooIndia) 27. Mai 2026

Während seiner Interaktion mit den Medien sagte Pandey, dass das Projekt zunächst in begrenztem Umfang betrieben werde, bevor eine Entscheidung über die Ausweitung des Rahmenwerks auf den Markt getroffen werde. Nach Angaben des SEBI-Vorsitzenden könnte der Umsetzungsprozess zwischen sechs und neun Monaten dauern, da Regulierungsbehörden und Marktteilnehmer mehrere operative Phasen durchlaufen.

Gleichzeitig hat der Vorschlag Indiens Ansatz zur Blockchain-Technologie wieder in den Fokus gerückt, insbesondere weil die Regierung weiterhin eine äußerst restriktive Politik gegenüber dem Einzelhandel mit Kryptowährungen verfolgt und gleichzeitig ausgewählte institutionelle Nutzungen der DLT-Infrastruktur fördert.

Pandey sagte, dass bestimmte DLT-basierte Systeme bereits in Segmenten wie Covenant-Überwachung und Verwahrstellen eingesetzt werden, obwohl SEBI nun untersuchen möchte, ob die Tokenisierung seit langem bestehende Ineffizienzen auf dem indischen Markt für Unternehmensanleihen beheben kann.

Indiens Markt für Unternehmensanleihen, der nach im zusätzlichen Kontext zitierten Branchenschätzungen auf fast ₹59 Lakh Crore geschätzt wird, ist weiterhin mit einer geringen Beteiligung am Sekundärmarkt konfrontiert, da viele institutionelle Anleger Anleihen bis zur Fälligkeit halten. Die begrenzte Einzelhandelsbeteiligung hat auch die Preisfindungs- und Handelsaktivität im gesamten Segment verringert.

Im Rahmen des vorgeschlagenen Pilotprojekts würde die Tokenisierung traditionelle Anleiheinstrumente in Blockchain-basierte digitale Token umwandeln, die eine automatisierte und nahezu sofortige Abwicklung ermöglichen. In dem zusätzlichen Kontext wurde darauf hingewiesen, dass die Regulierungsbehörden auch prüfen, ob Teileigentumsstrukturen die Eintrittsbarrieren für kleinere Anleger senken könnten.

Zu den erwarteten Vorteilen sagte Pandey, dass die Tokenisierung die Liquidität verbessern und „sofortige autonome Abwicklungen“ innerhalb des Anleihenmarkt-Ökosystems unterstützen könnte.

RBI-Rahmen wird bald erwartet

Während der Veranstaltung sagte Pandey, dass die Reserve Bank of India separat an Richtlinienentwürfen im Zusammenhang mit dem Rahmenwerk arbeite und die endgültigen Normen voraussichtlich in Kürze veröffentlichen werde. Er fügte hinzu, dass SEBI und Börsen bereit seien, fortzufahren, sobald die Genehmigungen der Zentralbank vorliegen.

Der SEBI-Vorsitzende erkannte auch die mit der Technologie verbundenen Risiken an, insbesondere Bedenken im Zusammenhang mit zukünftigen Fortschritten im Quantencomputing. Laut Pandey müssen die Regulierungsbehörden prüfen, ob Entwicklungen bei Quantensystemen möglicherweise Auswirkungen auf die kryptografische Sicherheit haben, die in DLT-basierten Infrastrukturen verwendet wird.

Indien hält den Kryptosektor unter Kontrolle

Während Indien die Tür für Blockchain-Anwendungsfälle auf regulierten Finanzmärkten geöffnet hat, bleibt die Haltung des Landes gegenüber privaten Kryptowährungen durch Steuer- und Compliance-Regeln streng kontrolliert.

Nach Indiens aktueller Steuerregelung für virtuelle digitale Vermögenswerte werden Gewinne aus Kryptowährungstransaktionen pauschal mit 30 % besteuert, während für jeden Handel eine Quellensteuer von 1 % erhoben wird. Bestehende Regeln hindern Anleger zudem daran, Kryptoverluste mit Gewinnen oder regelmäßigen Einkünften zu verrechnen.

In der Zwischenzeit müssen sich in Indien tätige Krypto-Börsen bei der Financial Intelligence Unit-India registrieren und die Anforderungen des Gesetzes zur Verhinderung von Geldwäsche einhalten, einschließlich strenger „Know-Your-Customer“-Verfahren und Transaktionsmeldepflichten.

Die jüngsten Vorschriften zur Steuerberichterstattung haben die Aufsicht weiter verschärft. Plattformen für digitale Vermögenswerte sind verpflichtet, Transaktionsdaten auf Benutzerebene direkt an die Einkommensteuerabteilung zu übermitteln, während verspätete oder ungenaue Meldungen Geldstrafen nach sich ziehen können.

Indien integriert sich außerdem in das Crypto-Asset Reporting Framework der OECD, ein globales Datenaustauschsystem, das es Behörden ermöglichen wird, Informationen über Offshore-Bestände digitaler Vermögenswerte indischer Einwohner zu erhalten.

Im Gegensatz dazu wird das Pilotprojekt zur Tokenisierung von Unternehmensanleihen in einer zugelassenen und von der Regulierungsbehörde unterstützten Umgebung durchgeführt, die gemeinsam von SEBI und der RBI überwacht wird, wodurch die Initiative von öffentlichen Blockchain-Netzwerken getrennt wird, die üblicherweise mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum in Verbindung gebracht werden.

Indiens SEBI testet tokenisierte Unternehmensanleihenabwicklungen im DLT-Pilotprojekt