Indonesien schließt sich dem globalen Vorgehen gegen die Krypto-Vorhersageplattform Polymarket an

Inhaltsverzeichnis Indonesische Regulierungsbehörden haben Polymarket, die Blockchain-basierte Prognosemarktplattform, offiziell verboten und sie als rechtswidriges Online-Glücksspiel eingestuft. Diese Maßnahme stellt einen weiteren Schritt in einer wachsenden weltweiten Regulierungsoffensive gegen den Dienst dar. AKTUELL: 🇮🇩 Indonesien hat Polymarket wegen Online-Glücksspielgesetzen blockiert und schließt sich damit Brasilien und Argentinien an, die die Prognosemarktplattform einschränken. pic.twitter.com/9MwzJ1WiZ0 – CoinMarketCap (@CoinMarketCap) 25. Mai 2026 Polymarket ermöglicht es Teilnehmern, Verträge zu kaufen und zu verkaufen, die auf zukünftigen realen Entwicklungen basieren – einschließlich Wahlergebnissen, Kryptowährungsbewertungen, Sportereignissen und politischen Veränderungen. Allerdings behaupten Aufsichtsbehörden in zahlreichen Gerichtsbarkeiten, dass es sich hier um Glücksspiel unter einer anderen Bezeichnung handelt. Die Maßnahmen der indonesischen Regierung folgten unmittelbar nach der Entstehung eines Polymarket-Wettmarktes mit der Frage, wann Präsident Prabowo Subianto sein Amt niederlegen würde. Sein Präsidentenmandat läuft bis 2029. Dieser spezielle Markt ging am 21. Mai in Betrieb, nur vierundzwanzig Stunden nachdem Prabowo seine Absicht bekannt gegeben hatte, die Autorität der Regierung über wichtige Rohstoffexporte wie Kohle und Palmöl zu festigen. Alexander Sabar, Generaldirektor für die Überwachung des digitalen Weltraums, betonte, dass der Dienst „Wetten und Spekulationen auf ungewisse Ergebnisse“ erleichtert und damit direkt gegen die indonesischen Rechtsrahmen verstößt. Er stellte klar, dass der Einsatz einer Blockchain-Infrastruktur oder digitaler Assets den Betriebscharakter der Plattform nicht grundlegend verändert. Das Kommunikationsministerium gab bekannt, dass es den Zugriff auf Polymarket gesperrt und die Verfolgung aller verbundenen Social-Media-Profile eingeleitet habe. Beamte deuteten Pläne an, weitere vergleichbare Dienste einzuschränken. Die Behörden betonten, dass es ihr Ziel sei, die Bürger, insbesondere jüngere Internetnutzer, vor potenziellen finanziellen Schäden und rechtlichen Komplikationen zu schützen. Das Vorgehen Indonesiens spiegelt einen breiteren internationalen Trend wider. Das Ministerium stellte fest, dass Singapur, Brasilien und Indien die Plattform ebenfalls blockiert haben. Taiwan, Thailand, China und Japan haben im Rahmen der nationalen Gesetzgebung regulatorische Beschränkungen eingeführt. Die Ukraine hat ein dauerhaftes Verbot ohne Möglichkeit einer Aufhebung verhängt. Die brasilianischen Behörden haben im vergangenen April sowohl Polymarket als auch den Konkurrenzdienst Kalshi ins Visier genommen. Beamte stellten fest, dass die Plattformen nicht den nationalen Vorschriften für den Derivatehandel entsprachen. Finanzminister Dario Durigan berichtete, dass etwa 28 glücksspielbezogene Plattformen im Rahmen einer umfassenden Durchsetzungskampagne verboten wurden. Argentinien hat im März eine landesweite Blockade angeordnet. Ein Gericht in Buenos Aires wies die Internetdienstanbieter Google und Apple an, den Plattformzugriff einzuschränken. Regierungsbeamte bezeichneten die Website als unregulierten Wettanbieter, dem es an angemessenen Mechanismen zur Identitätsüberprüfung und Altersüberprüfung fehle. Indische Aufsichtsbehörden blockierten Polymarket, nachdem sie es als verbotenes Online-Geldspiel eingestuft hatten. Kalshi steht in dieser Gerichtsbarkeit vor einer ähnlichen behördlichen Prüfung. In den Vereinigten Staaten steht Polymarket vor besonderen Herausforderungen. Am 22. Mai wies ein Gericht des Neunten Bezirks die Versuche von Kalshi und Polymarket ab, Durchsetzungsinitiativen im Zusammenhang mit Glücksspielen in Nevada und Washington zu stoppen. Die staatlichen Aufsichtsbehörden sind der Ansicht, dass es sich bei Sportverträgen um unlizenzierte Glücksspielgeschäfte handelt. Polymarket strebt weiterhin die behördliche Genehmigung in Japan an und zielt auf das Jahr 2030 ab, obwohl die strenge Glücksspielgesetzgebung dort die meisten Wettarten auf staatlich genehmigte Aktivitäten beschränkt. Das indonesische Kommunikationsministerium riet den Bürgern, von der Teilnahme an jeglicher Form von digitalem Glücksspiel, einschließlich kryptowährungsfähigen Plattformen, abzusehen. Die Beamten sicherten eine fortlaufende Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden zu, um ähnliche Operationen zu überwachen. Entdecken Sie mit Expertenanalysen Aktien mit der besten Performance in den Bereichen KI, Krypto und Technologie.