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Intel (INTC)-Aktie: Q1-Ergebnisbericht und was die Wall Street beobachtet

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cryptonewstrend.com
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Intel (INTC)-Aktie: Q1-Ergebnisbericht und was die Wall Street beobachtet

Inhaltsverzeichnis Intel wird voraussichtlich am Donnerstag nach Börsenschluss seine Finanzergebnisse für das erste Quartal veröffentlichen. Während die Schlagzeilenzahlen wichtig sind, konzentrieren sich die Anleger in erster Linie auf den Kommentar von CEO Lip-Bu Tan zu den Fortschritten des Unternehmens bei der Gewinnung von Drittkunden für seine Gießereibetriebe. Intel Corporation und INTC-Analysten prognostizieren für das erste Quartal einen bereinigten Gewinn von 0,02 US-Dollar pro Aktie, was einen starken Rückgang gegenüber den 0,13 US-Dollar im Vergleichsquartal des Vorjahres darstellt. Der Umsatz wird voraussichtlich etwa 12,4 Milliarden US-Dollar erreichen, was einem leichten Rückgang von 2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Aktien des Halbleiterriesen haben eine außergewöhnliche Rallye erlebt. Von seinem Tiefpunkt bei 17,67 $ vor zwölf Monaten ist INTC um 235 % gestiegen und hat in den letzten Sitzungen ein Rekordhoch von 70,33 $ erreicht. Die Aktie verfügt derzeit über ein erwartetes Gewinnmultiplikator von 92 – deutlich höher als das etwa 21-fache des S&P 500. Diese Prämienbewertung ist durch die aktuellen Rentabilitätskennzahlen nicht gerechtfertigt. Stattdessen spiegelt es den Optimismus der Anleger hinsichtlich strategischer Initiativen und einer günstigen politischen Positionierung wider. Tan orchestrierte den Verkauf eines 9-prozentigen Eigentumsanteils an die US-Regierung und sicherte sich so die starke Unterstützung der Trump-Regierung. Er schmiedete außerdem eine strategische Allianz mit Nvidia, die den Erwerb einer 4,5-prozentigen Beteiligung des KI-Chipherstellers an Intel beinhaltete. Anschließend kündigte Intel eine Zusammenarbeit mit Elon Musks Unternehmen zum Bau des Terafab-Produktionskomplexes in Texas an, der Halbleiter für SpaceX, xAI und Tesla produzieren wird. Darüber hinaus hat Intel mit Google eine mehrjährige Vereinbarung zur Bereitstellung von KI- und Inferenz-Computing-Funktionen in Google Cloud unter Nutzung seiner Xeon-Prozessorreihe abgeschlossen. In einem bedeutenden Finanzmanöver stimmte das Unternehmen dem Rückkauf einer 49-prozentigen Beteiligung an einer Produktionsanlage zu, die zuvor im Jahr 2024 an Apollo Global Management verkauft worden war – und zahlte 14,2 Milliarden US-Dollar für Vermögenswerte, die es für 11,2 Milliarden US-Dollar veräußerte. Das Foundry-Geschäft stellt weiterhin Intels wichtigste strategische Herausforderung dar. Derzeit bedient es einen einzigen Kunden: Intels eigene Chipdesign-Abteilungen. Wall Street prognostiziert für dieses Segment im ersten Quartal einen Betriebsverlust von 2,4 Milliarden US-Dollar. Tan hat betont, dass die Finanzierung der Fertigungskapazitäten der nächsten Generation Einnahmen von externen Kunden erfordert. Ohne Drittkunden wird das Finanzmodell unhaltbar. Die Produktionstechnologie von Intel hinkt Taiwan Semiconductor Manufacturing über einen längeren Zeitraum hinterher, und dieser technologische Nachteil hat die Bemühungen behindert, die großen Fabless-Halbleiterunternehmen anzuziehen, die den Kundenstamm von TSMC bilden. Diese Technologielücke zu schließen – oder Kunden davon zu überzeugen, sich trotzdem zu engagieren – stellt die grundlegende Herausforderung dar, die vor uns liegt. Der Bereich Client Computing, der für PC-Prozessoren verantwortlich ist, macht etwa 57 % des geschätzten Umsatzes im ersten Quartal aus. Gegenwind erfährt dieses Geschäft durch einen weltweiten Mangel an Speicherkomponenten, der die PC-Preise in die Höhe treibt und die Verbrauchernachfrage dämpft. Die International Data Corporation prognostiziert, dass die weltweiten Auslieferungen von PC-Einheiten im Jahr 2026 um 11,3 % zurückgehen werden, obwohl höhere durchschnittliche Verkaufspreise für ein relativ stabiles Umsatzniveau sorgen dürften. Intel erwartet für das erste Quartal einen Client-Computing-Umsatz von etwa 7,1 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Positiv ist zu vermerken, dass die Rechenzentrums- und KI-Abteilung von Intel im ersten Quartal voraussichtlich 4,41 Milliarden US-Dollar erwirtschaften wird, was einem Wachstum von 6,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Unternehmen stellte im vierten Quartal Lieferengpässe bei seinen Rechenzentrumsprozessoren fest, deutete jedoch an, dass diese Einschränkungen nach dem ersten Quartal nachlassen dürften. Das Aufkommen von KI-Agenten – deren Vorgänge wie Webnavigation und Datenmanipulation in hohem Maße auf CPUs angewiesen sind – führt zu einer erneuten Nachfrage nach Intels traditioneller Prozessorreihe bei KI-Infrastrukturbereitstellungen. Intel meldete im vierten Quartal 2025 Lieferengpässe bei Chips für Rechenzentren und rechnet mit einer allmählichen Verbesserung im Laufe des Jahres 2026.