Investment BankTips steigt zugunsten von Branchentitanen gegenüber Chipherstellern bei Spielen mit künstlicher Intelligenz

Inhaltsverzeichnis Ein Analyst von Goldman Sachs stellt die herkömmliche Meinung darüber in Frage, wo Anleger ihre KI-Wetten platzieren sollten. Jim Covello glaubt, dass der Markt die echte Chance der künstlichen Intelligenz übersehen hat. Anstatt weiter in Halbleiteraktien zu investieren, schlägt Covello vor, dass Cloud-Hyperscaler auf dem aktuellen Niveau einen überlegenen Wert darstellen. Covello, der als Co-Leiter der Aktienanalyse bei Goldman Sachs fungiert und gleichzeitig den Halbleitersektor abdeckt, stellte seine These in einer am Donnerstag veröffentlichten Kundenanalyse vor. Der Kern seiner Argumentation dreht sich um relative Bewertungen. Große Cloud-Infrastrukturanbieter wie Amazon, Microsoft, Alphabet, Meta und Oracle haben in den letzten Zeiträumen eine mehrfache Bewertungskompression erlebt. Der Markt zweifelt zunehmend daran, ob diese Technologiegiganten mit ihren erheblichen KI-Investitionen zufriedenstellende Renditen erzielen können. Amazon.com, Inc., AMZN Unterdessen dominieren Halbleiterhersteller als bevorzugte Investition in künstliche Intelligenz an der Wall Street. Der Philadelphia Semiconductor Index ist im vergangenen Jahr um rund 150 % gestiegen. Diese außergewöhnliche Rallye hat die Bewertungen der Chiphersteller weit über ihre langfristigen historischen Durchschnittswerte hinaus getrieben. Cloud-Hyperscaler hingegen handeln weiterhin mit Abschlägen gegenüber ihren typischen Bewertungskennzahlen. Covello skizzierte zwei unterschiedliche Szenarien, in denen die Bevorzugung von Hyperscalern gegenüber Chipherstellern zu einer Outperformance führen könnte. Das erste Szenario geht davon aus, dass Hyperscaler beginnen, greifbare, positive Erträge aus ihren KI-Investitionen zu erzielen. Solche Beweise würden die Skepsis der Anleger lindern und ihre Aktienkurse wahrscheinlich deutlich in die Höhe treiben. Halbleiteraktien hätten nur begrenztes Aufwärtspotenzial, da der Markt bereits optimistische Erwartungen eingepreist hat. Das Alternativszenario sieht vor, dass Hyperscaler ihre Investitionsprogramme zurückfahren, wenn die Investitionsrenditen weiterhin enttäuschend bleiben. Obwohl dies zunächst negativ erscheinen mag, ist Covello der Ansicht, dass es sich tatsächlich positiv auf die Aktienbewertungen auswirken könnte, da die Generierung des freien Cashflows erheblich verbessert wird. Gleichzeitig würde sich diese Ausgabenkürzung negativ auf Halbleiterunternehmen auswirken, die auf eine starke Hyperscaler-Nachfrage angewiesen sind. Covello identifizierte ein erhebliches Risiko, das diese Investitionsthese untergraben könnte: ein Mittelweg-Ergebnis, bei dem keines der beiden Szenarios eintritt. Wenn Cloud-Infrastrukturanbieter weiterhin massiv Kapital in die KI investieren, ohne überzeugende finanzielle Erträge vorzuweisen, könnten ihre Aktien in der Schwankungsbreite bleiben oder weiter fallen. Dieses gleiche Umfeld würde eine erhöhte Chipnachfrage aufrechterhalten und weiterhin eine fundamentale Unterstützung für die Bewertungen von Halbleiteraktien bieten. Die Studie von Covello kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem große Technologieunternehmen hinsichtlich ihrer Kapitalallokationsstrategien für Rechenzentren und KI-Infrastruktur einer intensiven Investorenprüfung ausgesetzt sind. Amazon, Microsoft und Alphabet haben jeweils umfangreiche Investitionsprogramme angekündigt, die bis 2025 und die Folgejahre reichen. Meta hat seine Investitionen in die KI-Infrastruktur ebenfalls beschleunigt, was die Frage aufwirft, ob diese Ausgaben letztendlich zu einem nennenswerten Umsatzwachstum führen werden. Oracle hat sich als wichtiger Anbieter KI-optimierter Cloud-Infrastruktur etabliert und meldet eine starke Kundennachfrage nach diesen Funktionen. Die Halbleiterindustrie hat erheblich von diesem Anstieg der Infrastrukturausgaben profitiert, da Chiplieferanten für KI-Rechenzentren einen gesunden Auftragsbestand melden. Die Anlageempfehlung von Covello stellt angesichts der jüngsten Marktentwicklungstrends eine konträre Position dar, basiert jedoch auf aktuellen Bewertungsunterschieden im Vergleich zu historischen Normen.