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Investmentriese gibt Trio von Chipherstellern Tipps für den Erfolg: TER, AMAT und AMD führen das Feld an

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cryptonewstrend.com
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Investmentriese gibt Trio von Chipherstellern Tipps für den Erfolg: TER, AMAT und AMD führen das Feld an

Inhaltsverzeichnis Goldman Sachs vertritt eine kühne gegenteilige Meinung zu Technologieaktien und behauptet, dass die jüngste Marktkorrektur die Bewertungen auf den attraktivsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten getrieben habe. Gleichzeitig identifiziert das Unternehmen klare Gewinner und Verlierer im Halbleiterbereich, während sich die Gewinne für das erste Quartal nähern. Peter Oppenheimer, der leitende globale Aktienstratege der Bank, betont, dass das Verhältnis von Kurs-Gewinn-zu-Wachstum im Technologiesektor unter den weltweiten Marktdurchschnitt gesunken ist. Diese Art von Bewertungsrückgang hat seit der Erholungsphase nach dem Dotcom-Zusammenbruch zwischen 2003 und 2005 nicht mehr stattgefunden. Technologieaktien haben sich in den letzten Monaten deutlich schlechter entwickelt als die breiteren Marktindizes. Die Investitionsströme haben sich auf die Sektoren Energie, Industrie und Gesundheitswesen verlagert, wodurch frühere Marktführer deutlich unter ihren Höchststand gedrängt wurden. Goldmans Untersuchungen betonen, dass der globale Informationstechnologiesektor derzeit ein Kurs-Gewinn-Verhältnis aufweist, das unter den Sektoren Nicht-Basiskonsumgüter, Basiskonsumgüter und Industrie liegt. Dies stellt eine ungewöhnliche Umkehr typischer Bewertungshierarchien dar. Trotz der schwachen Aktienperformance haben Wall-Street-Analysten ihre Gewinnprognosen für Technologieunternehmen weiter angehoben. Goldman bezeichnet dies als „beispiellose Divergenz zwischen Preisentwicklung und fundamentaler Gewinndynamik“. Das Unternehmen lehnt Blasencharakterisierungen ausdrücklich ab. Die aktuellen Bewertungen liegen deutlich unter den Extremwerten vor dem Marktzusammenbruch im Jahr 2000 und der Nifty-Fifty-Ära der 1970er Jahre. Darüber hinaus signalisiert das Ausbleiben eines Anstiegs der IPO-Aktivitäten im Technologiebereich laut Goldman ein disziplinierteres Marktumfeld. Innerhalb des Chipsektors stellt Teradyne die stärkste Kaufempfehlung von Goldman dar. Das Unternehmen rechnet mit positiven Überraschungen sowohl bei den Gewinnergebnissen als auch bei der Prognose für die Zukunft, angetrieben durch die starke Nachfrage nach Testern für Computer-, optische und Speicheranwendungen. Analysten erkennen auch Möglichkeiten für die Ausweitung des Marktanteils bei GPU-Testgeräten. Auch Applied Materials erhält eine Kaufempfehlung. Als primäre Katalysatoren nennt Goldman den beschleunigten Kapazitätsausbau im DRAM- und Foundry-Bereich. Mit einem Umsatzanteil von etwa 60 % an Ätz- und Abscheidungstechnologien prognostiziert die Bank zusätzliches Bewertungserweiterungspotenzial. Applied Materials, Inc. und AMAT Advanced Micro Devices komplettieren das bullische Trio. Die Server-CPU-Nachfrage im Zusammenhang mit dem Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz dürfte zu einem leichten Gewinnanstieg führen, auch wenn die schwache PC-Leistung teilweise für Gegenwind sorgt. Trotz der jüngsten positiven Resonanz auf seiner Investorenveranstaltung erhält KLA Corp eine vorsichtige Einschätzung. Goldman weist darauf hin, dass die aktuellen Investitionen in Geräte DRAM-Anwendungen begünstigen, bei denen die Inspektionsintensität vergleichsweise gering bleibt, was für KLA einen Wettbewerbsnachteil gegenüber Branchenkonkurrenten darstellt. Onsemi sieht sich den Herausforderungen einer konzentrierten Präsenz im Automobilsegment sowie dem Druck sowohl in den Bildsensor- als auch in den Siliziumkarbid-Produktlinien gegenüber. Arm Holdings behält das Verkaufsrating von Goldman bei. Das Unternehmen prognostiziert ein Inline-Quartalsergebnis, das durch die Smartphone-bedingte Schwäche eingeschränkt wird. Aus makroökonomischer Sicht geht Goldman davon aus, dass steigende Rohölpreise und maritime Risiken in der Straße von Hormus die Kapitalströme in Richtung Technologieaktien umlenken könnten. Die Bank behauptet, dass die Cashflow-Generierung im Technologiesektor eine relative Immunität gegenüber Konjunkturzyklen aufweist und gleichzeitig eine erhöhte Sensibilität gegenüber sinkenden Anleiherenditen aufweist. Die jüngste Analyse von Goldman zeigt, dass der Umfang der Gewinnrevisionen im Technologiesektor im aktuellen Marktumfeld größer ist als in allen anderen Sektoren.