Das Vertrauen der Anleger steigt, da der Halbleiterriese ein dreistelliges Wachstum verzeichnet, was die optimistische Stimmung auf der Straße schürt

Inhaltsverzeichnis Micron Technology (MU) hat sich zu einem herausragenden Leistungsträger in der Halbleiterindustrie entwickelt und einen bemerkenswerten Anstieg von 122,9 % im Vergleich zu den vorangegangenen sechs Monaten verbucht. Diese Leistung übertrifft die Rendite des breiteren Zacks-Computer- und Technologiesektors von lediglich 3,4 % im gleichen Zeitraum deutlich. Micron Technology, Inc., MU Der Auslöser dieser außergewöhnlichen Rallye ist klar: Die rasante Beschleunigung der KI-Infrastrukturinvestitionen hat Speicherchips zum Epizentrum des Branchenwachstums gemacht. Da Cloud-Anbieter und Unternehmen die Rechenzentrumskapazitäten erweitern, um immer anspruchsvollere KI-Workloads zu bewältigen, verzeichnet Microns Portfolio an DRAM-, NAND-Flash- und insbesondere High Bandwidth Memory (HBM)-Produkten eine explosionsartige Nachfrage. Die gesamte Produktionszuteilung des Unternehmens für HBM3E- und HBM4-Chips ist bis zum Kalenderjahr 2026 reserviert. NVIDIA gab 2025 bekannt, dass Micron als strategischer HBM-Anbieter für seine GeForce RTX 50 Blackwell GPU-Reihe fungiert. Die bevorstehende Vera Rubin-Architektur von NVIDIA generiert erhebliche Aufträge für die HBM4-Technologie. Um dieser steigenden Nachfrage gerecht zu werden, erweitert Micron derzeit seine HBM-Verpackungsaktivitäten in Singapur. Analysten der Bank of America Securities betonten in einem Bericht vom 7. April, dass sich die weltweiten KI-Investitionsausgaben voraussichtlich fast verdreifachen und bis zum Ende des Jahrzehnts 1,4 Billionen US-Dollar erreichen werden. Damit positioniert sich Micron im Speichersegment positiv, da sowohl Hyperscale-Cloud-Anbieter als auch Regierungsbehörden ihre Computerinfrastruktur modernisieren. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erreichte Micron einen Umsatz von 23,86 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 196 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie belief sich auf 12,20 US-Dollar, was einem Anstieg von 682 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Beide Kennzahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten erheblich – der Umsatz übertraf die Prognosen um 21,67 %, während der Gewinn pro Aktie die Schätzungen um 38,57 % übertraf. Die Non-GAAP-Bruttomarge stieg dramatisch auf 74,9 % und verdoppelte sich damit nahezu gegenüber dem Vorjahreswert von 37,9 %. Der Betriebsgewinn stieg von nur 2,01 Milliarden US-Dollar zwölf Monate zuvor auf 16,46 Milliarden US-Dollar. Mit Blick auf das gesamte Geschäftsjahr 2026 geht der Wall Street-Konsens von einem Umsatzwachstum von 194 % und einem EPS-Wachstum von 604 % aus. Die Dynamik zeigt keine Anzeichen eines Nachlassens. Analystenprognosen für das Geschäftsjahr 2027 deuten auf eine zusätzliche Umsatzsteigerung von 58,5 % bei gleichzeitigem Gewinnwachstum von 63,9 % hin. Nach dem erheblichen Preisanstieg wird Micron weiterhin mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 5 bis 6 gehandelt – deutlich niedriger als der Branchendurchschnitt von 23,43. Im Vergleich dazu verfügt Marvell Technology über ein Vielfaches von 26,74x, Texas Instruments wird mit 31,23x gehandelt und Intel liegt bei 87,21x. Ein oft übersehener langfristiger Wachstumstreiber sind KI-Inferenzoperationen. Im Gegensatz zum Modelltraining, das zeitweise stattfindet, laufen Inferenzprozesse kontinuierlich ab, wenn Benutzer mit bereitgestellten KI-Anwendungen interagieren. Diese Dynamik bedeutet, dass der Speicherbedarf proportional mit der KI-Einführungsrate wächst und nicht nur mit der Modellerweiterung. Die HBM3E- und LPDDR5X-Produkte von Micron wurden speziell für diese dauerhaften Arbeitslastmuster entwickelt. Die Edge-Computing-Chance stellt einen weiteren unterschätzten Wachstumspfad dar. Anwendungen wie autonome Fahrzeuge, intelligente Fertigungssysteme und Roboterchirurgieplattformen erfordern einen lokalisierten Speicher, der komprimierte KI-Modelle auf dem Gerät verarbeiten kann. Diese Anwendungsfälle basieren auf LPDDR und eingebetteten NAND-Technologien und schaffen so einen sekundären Nachfragestrom für Micron, der unabhängig von den Upgrade-Zyklen des Rechenzentrums funktioniert. Die Bank of America stellte fest, dass bestimmte Analysten zwar Bedenken geäußert haben, dass Micron möglicherweise „Spitzenmargen“-Niveaus erreichen könnte, die Aktie derzeit jedoch nahe dem unteren Ende ihrer historischen KGV-Bewertungsspanne gehandelt wird. Das Unternehmen hat außerdem Pläne angekündigt, im Geschäftsjahr 2026 Investitionen in Höhe von über 25 Milliarden US-Dollar in die Erweiterung der Produktionskapazität zu tätigen.