Die Anleger beobachten die IREN-Aktie aufmerksam und sind angesichts günstiger Chartindikatoren auf einen möglichen Aufschwung vorbereitet.

Der Aktienkurs von IREN ist trotz der anhaltenden Nachfrage nach Computern mit künstlicher Intelligenz (KI) in einen Bärenmarkt eingebrochen. Der Kurs lag bei 35,7 US-Dollar und lag damit deutlich unter seinem Allzeithoch.
Die IREN-Aktie ist eingebrochen, da große Aufträge weiterhin ausbleiben
IREN, ein Bitcoin-Mining-Unternehmen, das sich zu einem großen Anbieter von KI-Rechenzentrumsdiensten entwickelt, ist in diesem Jahr stark gesunken, ein Rückgang, der Milliarden von Dollar an Wert verloren hat.
Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass das Unternehmen in diesem Jahr keinen größeren Deal angekündigt hat. Der letzte große Deal wurde im November letzten Jahres bekannt gegeben, als das Unternehmen seine Partnerschaft mit Microsoft bekannt gab. Der Deal hatte einen Wert von über 9,7 Milliarden US-Dollar.
Seitdem haben andere große Unternehmen Großaufträge von einigen der größten Hyperscaler erhalten. Beispielsweise hat Nebius im März einen 27-Milliarden-Dollar-Deal mit Meta Platforms abgeschlossen.
In ähnlicher Weise hat CoreWeave einen ähnlichen Deal mit Meta Platforms im Wert von 14,2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, während Google einen großen Deal mit TeraWulf abgeschlossen hat.
Die Branche ist auch sehr wettbewerbsintensiv geworden, da andere Unternehmen wie Bitfarms, Riot Platforms und MARA Holdings in die Branche eintreten. Dies ist einer der Hauptgründe, warum der Leerverkaufsanteil auf 16 % gestiegen ist. Dies erklärt auch, warum andere ähnliche Aktien in den letzten Monaten nachgegeben haben.
Gleichzeitig ist die Branche sehr kapitalintensiv geworden, da Unternehmen Milliarden von Dollar für den Kauf von GPUs und die Anmietung von Flächen ausgeben.
In einer aktuellen Erklärung hat das Unternehmen einen Vertrag zum Kauf von über 50.000 GPUs von NVIDIA abgeschlossen, wodurch sich seine Gesamtflotte auf 150.000 erhöht. Man geht davon aus, dass diese GPUs ihm am Ende des Jahres einen Umsatz von über 3,7 Milliarden US-Dollar bescheren werden.
Das Unternehmen beschafft dieses Kapital aus Kundenvorauszahlungen, Wandelanleihen und GPU-Finanzierungen. Gleichzeitig richtete IREN ein at-the-market (ATM)-Aktienprogramm im Wert von rund 6 Milliarden US-Dollar ein. Ein Geldautomat ermöglicht es einem Unternehmen, durch den Verkauf von Aktien Bargeld zu beschaffen, was wiederum zu einer Verwässerung bestehender Investoren führt.
Die jüngsten Finanzergebnisse zeigten, dass das Geschäft von IREN im zweiten Quartal 2026 184,7 Millionen US-Dollar erwirtschaftete, ein Rückgang gegenüber 240 Millionen US-Dollar, da das Unternehmen vom Bitcoin-Mining auf KI-Rechenzentren umstieg.
Analysten gehen davon aus, dass sich das Umsatzwachstum des Unternehmens in naher Zukunft fortsetzen wird, unterstützt durch den Microsoft-Auftrag. Die Schätzung geht davon aus, dass IREN in diesem Jahr einen Umsatz von 1,01 Milliarden US-Dollar erzielen wird, was einer Steigerung von 97 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Im folgenden Jahr wird es dann 2,95 Milliarden US-Dollar verdienen.
IREN-Aktienkursprognose: Technische Analyse
Das Tages-Chart zeigt, dass der IREN-Aktienkurs in den letzten Monaten abgestürzt ist und sich von einem Höchststand von 76,50 $ im November letzten Jahres auf aktuell 35 $ bewegt hat
Positiv zu vermerken ist, dass sich bei 32,90 US-Dollar ein großes Doppelbodenmuster und bei 63,75 US-Dollar eine Halslinie gebildet hat, dem höchsten Punkt am 28. Januar. Ein Doppelboden ist eines der häufigsten bullischen Umkehrzeichen in der technischen Analyse.
Daher besteht die Möglichkeit, dass sich die Aktie in den kommenden Wochen oder Monaten erholen wird, möglicherweise bis zum psychologischen Niveau von 46 US-Dollar, ihrem Höchststand am 25. Februar.
Auf der anderen Seite würde ein Rückgang unter den Doppelboden bei 32 US-Dollar die bullischen Aussichten zunichte machen und auf einen weiteren Abwärtstrend hinweisen, möglicherweise auf 20 US-Dollar, das 78,6 %-Fibonacci-Retracement-Niveau, das etwa 42 % unter dem aktuellen Niveau liegt.