Investoren lassen die Aktien des Flugzeugherstellers in die Höhe schnellen, nachdem die Regulierungsbehörde eine beschleunigte Produktion des beliebten Jetliner-Modells genehmigt hat

Inhaltsverzeichnis Die Aktien von Boeing (BA) begannen die Sitzung am Donnerstag bei 224,36 US-Dollar, nachdem sie am Mittwoch eine Rallye von 2,5 % verzeichneten, angetrieben durch die Bemerkungen von CEO Kelly Ortberg auf der Bernstein Strategic Decisions-Konferenz zur Produktionsdynamik, den Verpflichtungen chinesischer Flugzeuge und der Rentabilitäts-Roadmap des Unternehmens. The Boeing Company, BA Die bedeutendste Entwicklung vom Mittwoch war die Erteilung der Genehmigung der FAA an Boeing zur Herstellung von 47 737 MAX-Flugzeugen pro Monat. Dies stellt eine Erhöhung gegenüber der vorherigen Obergrenze von 42 Jets dar, die bereits gegenüber der monatlichen Beschränkung von 38 Flugzeugen angehoben worden war, die nach dem Türstopfenvorfall bei einer 737 MAX 9 im Januar 2024 eingeführt wurde. Der Luft- und Raumfahrthersteller will die Produktion kurzfristig auf über 50 monatliche Einheiten steigern, wobei die langfristigen Ziele bei über 60 Flugzeugen liegen. Diese Produktionsmeilensteine stellen derzeit kritische Faktoren für die Investitionsthese dar. Im Laufe des Jahres 2025 übergab Boeing 600 Flugzeuge an Kunden – ein deutlicher Fortschritt gegenüber lediglich 348 im Jahr 2024. Damit liegt das Unternehmen jedoch immer noch hinter dem Höchststand des Unternehmens von mehr als 800 Auslieferungen im Jahr 2018 zurück. Branchenanalysten gehen davon aus, dass Boeing diesen Maßstab bis 2028 übertreffen wird und prognostizieren etwa 860 Auslieferungen. Die Rechnung ist einfach: Eine höhere Flugzeugproduktion führt zu höheren Einnahmen und einer verbesserten Generierung des freien Cashflows. Boeing verbrauchte zwischen 2019 und 2025 rund 38 Milliarden US-Dollar an Barmitteln, nachdem im siebenjährigen Zeitraum davor etwa 59 Milliarden US-Dollar an freiem Cashflow generiert wurden. Das Finanzdefizit ist groß, und die Ausweitung der Produktion stellt den Erholungsmechanismus dar. In Bezug auf China bemühte sich Ortberg darum, die Bedenken der Anleger zu mildern. Pekings jüngste Zusage für 200 Flugzeuge enttäuschte einige Beobachter, die mit 500 Einheiten gerechnet hatten. Ortberg bezeichnete es als „erste Tranche“ und deutete an, dass spätere Aufträge umgesetzt würden. Diese Positionierung sorgte für eine gewisse Beruhigung, auch wenn die Marktreaktion gedämpft blieb. Boeings kommerzieller Auftragsbestand reicht bereits bis weit in die 2030er-Jahre hinein und positioniert China eher als zusätzliche Chance für den Aufschwung als als unmittelbare Notwendigkeit. Die Aufsichtsbehörden gaben außerdem an, dass die 737 MAX 7-Zertifizierung noch in diesem Sommer erfolgen soll und die MAX 10-Genehmigung noch vor Jahresende erwartet wird. Beide Zertifizierungen würden die Liefermöglichkeiten erweitern. Die Auslieferung der 777X und der erweiterten MAX 10-Variante ist für 2027 geplant. Das Verteidigungssegment belastet weiterhin die Gesamtleistung. Die Verteidigungsaktivitäten von Boeing verzeichneten im Jahr 2025 Verluste in Höhe von etwa 130 Millionen US-Dollar, nachdem sie 2024 ein Defizit von 5,4 Milliarden US-Dollar verzeichneten. Der Auftragsbestand im Verteidigungsbereich liegt auf einem beispiellosen Niveau, und das Management strebt eine Rückkehr zu Gewinnmargen im „hohen einstelligen Bereich“ an. Die jüngsten Vertragsverluste bei NASA- und Italien-bezogenen Programmen sowie der Wettbewerbsdruck von SpaceX unterstreichen, dass der Erholungspfad im Verteidigungsbereich keinem linearen Weg folgen wird. Was den institutionellen Besitz betrifft, kontrollieren Hedgefonds und Großinvestoren 64,82 % der Boeing-Aktien. Direktor Bradley Tilden kaufte am 20. Mai 1.370 Aktien zu 218,50 $, während Direktor Mortimer Buckley im März 2.230 Aktien zu 224,20 $ erwarb. Das Konsenspreisziel der Analysten liegt bei 259,80 US-Dollar, begleitet von einem „Moderater Kauf“-Rating. Für das erste Quartal 2026 meldete Boeing einen Verlust von 0,20 US-Dollar pro Aktie und übertraf damit die Prognosen von -0,68 US-Dollar. Der Umsatz erreichte 22,22 Milliarden US-Dollar – was einem Wachstum von 14 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.