Die Aktie von IonQ (IONQ) steigt trotz verpasster Federal Quantum Initiative im Wert von 2 Milliarden US-Dollar

Inhaltsverzeichnis IonQ erzielte im letzten Quartal einen Umsatz von 64,67 Millionen US-Dollar – ein explosiver Anstieg von 754,7 % im Vergleich zum Vorjahr – blieb jedoch hinter den Gewinnprognosen zurück und meldete einen Verlust von 0,34 US-Dollar pro Aktie gegenüber dem erwarteten Verlust von 0,26 US-Dollar. IonQ, Inc., IONQ eröffnete am Donnerstag bei etwa 52,53 US-Dollar und die IONQ-Aktien stiegen um etwa 9,5 %, obwohl das Unternehmen von einem bedeutenden Bundesfinanzierungsprogramm ausgeschlossen war. Dieses kontraintuitive Marktverhalten veranschaulicht, warum Quantencomputing-Aktien für Anleger nach wie vor sowohl faszinierend als auch schwierig zu analysieren sind. Einem exklusiven Bericht des Wall Street Journal zufolge wird die Initiative der Trump-Administration 2 Milliarden US-Dollar an neun Quantentechnologieunternehmen verteilen. Die Bundesregierung wird gleichzeitig Beteiligungen an jedem Unternehmen erwerben und so eine direkte finanzielle Ausrichtung auf die künftigen Unternehmungen schaffen. IBM sicherte sich mit 1 Milliarde US-Dollar den größten Anteil. Globalfoundries soll 375 Millionen US-Dollar erhalten. D-Wave, Rigetti und Infleqtion erhalten jeweils 100 Millionen US-Dollar. Mehrere private Unternehmen, darunter eines mit teilweiser Beteiligung von 1789 Capital (verbunden mit Donald Trump Jr.), werden die verbleibende Zuteilung aufteilen. IonQ hat von dieser Verteilung nichts erhalten. Die Entscheidung der Regierung, Kapitalbeteiligungen zu erwerben, geht über einfache Kapitalzuführungen hinaus – sie macht die US-Regierung zu einem berechtigten Anteilseigner am Erfolg dieser Unternehmen. Dies schafft einen Wettbewerbsvorteil für die Konkurrenten von IonQ, der sich auf die Marktpositionierung und zukünftige Chancen erstreckt. D-Wave (QBTS) stieg um mehr als 24 %, Rigetti (RGTI) stieg um fast 25 % und Infleqtion (INFQ) legte nach der Ankündigung um über 30 % zu. Die Aktien von IBM stiegen um fast 8 %. Für Marktbeobachter stellt die positive Preisentwicklung von IonQ ein Rätsel dar. Eine plausible Erklärung: Das große Engagement der Bundesregierung bestätigt die Quantencomputing-Branche und sorgt für eine positive Stimmung in der gesamten Branche – auch bei Unternehmen, die keine direkte Förderung erhalten haben. Derzeit bewerten zehn Analysten IONQ mit „Kaufen“, sechs geben „Halten“-Ratings und einer empfiehlt „Verkaufen“. Der allgemeine Konsens liegt bei „Moderate Buy“ mit einem Kursziel von 68,63 $. Die Stimmung ist jedoch nicht einhellig. Morgan Stanley hält an einem Kursziel von 48,50 US-Dollar fest, während DA Davidson sein Ziel im Februar von 55 US-Dollar auf 35 US-Dollar mit einer neutralen Haltung reduzierte. Bei manchen Analysten herrscht nach wie vor Skepsis. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt bei etwa 19,6 Milliarden US-Dollar, mit einem Beta von 3,05 und einer 52-wöchigen Handelsspanne von 25,89 bis 84,64 US-Dollar. Der gleitende 50-Tage-Durchschnitt liegt derzeit bei 39,31 $. Die institutionellen Investitionen haben deutlich zugenommen. DNB Asset Management baute seine IonQ-Position im vierten Quartal um mehr als 1.099 % aus und sammelte 55.230 Aktien im Wert von etwa 2,48 Millionen US-Dollar. Mehrere andere institutionelle Anleger haben ihr Engagement ebenfalls erhöht. Was Insideraktivitäten betrifft, so kaufte Direktor William Teuber Ende Februar 3.000 Aktien für 38,38 US-Dollar. Umgekehrt verkauften Unternehmensinsider im Vorquartal insgesamt 12.354 Einheiten im Gesamtwert von 504.428 US-Dollar. Analysten prognostizieren für das Gesamtjahr einen durchschnittlichen Gewinn pro Aktie von -1,99 US-Dollar, was darauf hindeutet, dass die Rentabilität weiterhin in weiter Ferne liegt.