Cryptonews

Bewertet der Markt Ethereum falsch? Was uns die Gebührenkomprimierung der ETH verrät

Source
CryptoNewsTrend
Published
Bewertet der Markt Ethereum falsch? Was uns die Gebührenkomprimierung der ETH verrät

In letzter Zeit haben viele L1s Strategien zur Gebührensenkung entwickelt, aber das hat seinen Preis.

Die Logik ist einfach: Transaktionsgebühren sind ein zentraler Bestandteil der Umsatzmaschine eines L1. Jedes Netzwerk-Upgrade erfordert Einnahmen, um die Kette zu skalieren und die Kapazität aufrechtzuerhalten, die zur Deckung der wachsenden Nachfrage erforderlich ist. Das [$ETH] Glamsterdam-Upgrade von Ethereum passt genau in diesen Trend, und die Auswirkungen zeigen sich bereits in der Kette.

Laut Token Terminal sind die Transaktionsgebühren für Ethereum L1 auf Rekordtiefs gesunken. Während günstigere Transaktionen die Zugänglichkeit verbessern, können dauerhaft niedrigere Gebühren die langfristige Skalierungsökonomie von Ethereum unter Druck setzen. Dieser Einfluss wird noch deutlicher, wenn man sich die Umsatzdaten des Netzwerks ansieht.

Quelle: DeFiLlama

Daten von DeFiLlama zeigen, dass der Umsatz von Ethereum im Quartalsvergleich tendenziell sinkt.

Wie die obige Grafik zeigt, sind die Netzwerkeinnahmen seit ihrem Höchststand von 366,63 Millionen US-Dollar im dritten Quartal 2025 stetig zurückgegangen. Im ersten Quartal 2026 schloss Ethereum mit einem Umsatz von 260 Millionen US-Dollar ab. Vereinfacht ausgedrückt verändert das Glamsterdam-Upgrade, das die Netzwerkgebühren um 78 % senkte, nun deutlich die Umsatzstruktur von Ethereum in der Kette.

Dadurch verlagert sich der Fokus natürlich auf das breitere Netzwerkwachstum von Ethereum. Auf der Makroseite belastet die Volatilität bereits die Preisstruktur von $ETH. Aber jetzt, da auch die Skalierbarkeitsökonomie von Ethereum unter Druck steht, wird es immer schwieriger, die größere Debatte zu ignorieren: Ist $ETH hier wirklich unterbewertet?

Der Umsatzrückgang bei Ethereum kollidiert mit einer starken Nachfrage

Eine Unterbewertung liegt vor, wenn der Markt die zugrunde liegende Stärke eines Netzwerks nicht vollständig einpreist.

Oberflächlich betrachtet lassen die sinkenden Gebühren und rückläufigen Einnahmen von Ethereum die jüngste Schwäche von $ETH gerechtfertigt erscheinen. Technisch gesehen ist $ETH im Mai um etwa 6,2 % gesunken und bleibt in den meisten wichtigen Zeiträumen schlechter als Bitcoin [BTC]. In diesem Zusammenhang können niedrigere Gebühren leicht als Zeichen einer schwächeren On-Chain-Nachfrage interpretiert werden.

Aber die On-Chain-Daten beginnen, eine andere Geschichte zu erzählen. Wie die folgende Grafik zeigt, ist die monatliche Transaktionszahl von Ethereum auf ein neues Allzeithoch gestiegen und liegt bei fast 80 Millionen Transaktionen. Vereinfacht gesagt bleibt die Netzwerkaktivität stark, auch wenn Gebühren und Einnahmen weiter sinken.

Quelle: Token Terminal

In diesem Fall sieht die aktuelle technische Struktur von $ETH zunehmend fehlbewertet aus.

Aus Netzwerksicht führen niedrigere Gebühren nicht zu einer schwächeren Nutzung. Wenn überhaupt, zieht die Gebührenkomprimierung mehr Benutzer in die Kette, indem sie die Nutzung von Ethereum billiger macht. Diese Dynamik spiegelt zunehmend die zugrunde liegenden Netzwerkgrundlagen von Ethereum wider.

Vor diesem Hintergrund scheint der Umsatzrückgang eher ein Nebenprodukt des sich weiterentwickelnden Gebührenmodells von Ethereum zu sein und kein Zeichen einer nachlassenden Nachfrage. In dieser Situation scheint die aktuelle technische Positionierung von $ETH im Vergleich zur zugrunde liegenden On-Chain-Stärke des Netzwerks zunehmend unterbewertet zu sein.

Abschließende Zusammenfassung

Die Gebühren und Einnahmen von Ethereum sinken, aber die Aktivität in der Kette erreicht weiterhin neue Höchststände.

Das starke Transaktionswachstum deutet darauf hin, dass $ETH im Vergleich zur zugrunde liegenden Netzwerkstärke möglicherweise unterbewertet ist.

Bewertet der Markt Ethereum falsch? Was uns die Gebührenkomprimierung der ETH verrät